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Tag 6: Mapungubwe NP

Der Wecker hat geklingelt um 5:00 Uhr10, eine halbe Stunde später saßen wir einigermaßen gestriegelt und gebügelt und mit Kaffee versorgt im Auto.
Auf dem Weg zurück zu Hauptstraße Die erste Tiersichtung: offensichtlich mögen Steinböckchen gerne Baobab-Blüten. Die sind riesig, blühen immer nur für 24 Stunden, dafür aber bis zu vier mal im Jahr je nach Witterung.
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Erstes Ziel: der Treetop Board Walk. Auf einem 150 m langen Holzsteg läuft man zwar nicht ganz auf Höhe der Baumwipfel, aber immerhin in einer gewissen Höhe vom Parkplatz bis zum Aussichtspunkt direkt am Fluss.
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Also theoretisch wäre da ein Fluss, praktisch ist aktuell kein Wasser da, nur ein paar kleinere Tümpel stehen noch. Wir sind auf der südafrikanischen Seite, das gegenüberliegende Ufer gehört schon zu Botswana. Die Kühe wandern jeweils dorthin, wo mehr Futter zu finden ist.
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In der Ferne war ein Elefant zu sehen, kurz darauf flankiert von zwei Warzenschweinen. Machen wir auch mal ein Foto davon, fanden wir aber erst mal nicht so spannend.
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Wir wollten also schon gehen, da haben wir beim letzten Umdrehen noch eine Bewegung gesehen. Und tatsächlich-da wuselt noch ein Minifant durch die Gegend. Man hätte ihn übrigens auch im Bild oben schon sehen können, haben wir aber erst nachträglich am Laptop. Also wieder zurück zum Aussichtspunkt, Tasche ablegen und beobachten/fotografieren:
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Er benimmt sich immer abwechseln wie ein ganz kleiner…
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…und dann wieder läuft er wie ein Großer:
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Er oder sie ist aber eindeutig noch klein, unter 1 Jahr alt, denn er/sie passt noch sehr bequem unter dem Bauch der Mama durch.
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Damit kann man schon mal eine halbe Stunde oder so verbringen, ohne dass es langweilig wird. Aber irgendwann sind wir dann doch weiter gefahren – der Tag ist nicht so groß, dass man hier viel Entscheidung treffen musste, wir sind einfach alle Straßen abgefahren (nicht alle heute, morgen sind wir ja auch noch im gleichen Park).
Nächster stop war der Confluence Lookout. Und verschiedenen Aussicht sechs hoch über dem Fluss sieht man, wo Limpopo und Shashe zusammenfließen. Gleichzeitig ist es ein drei Ländereck – Südafrika, Botswana und Zimbabwe.
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Wir sind alle Plattformen abgelaufen, immerhin zwei davon haben ein Sonnendach und wir haben uns ein bisschen vor der Sonne versteckt. Bei 37° eine ganz willkommene Abwechslung… Aber man konnte auch ganz wunderbar verschiedene Reptilien fotografieren, meine Lieblingstiere sind (zumindest für die Kamera) die Rainbow Skinks.
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Wir haben uns relativ schnell angewöhnt, auf den Plattformen immer nur auf die geschraubten Stellen zu treten, weil da ja noch Balken drunter sind. An einigen Stellen konnte man sehen, dass nicht alle Bretter sonderlich gut halten. Da stehen dann oft die Bänke drüber…
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Nach den Aussichtsplattformen folgt ein Schild, wobei der größte Teil (eigentlich alles außer zwei Abstechern) mit normalem Auto zu gefahren wären. Führt aber dazu, dass noch weniger Leute hier her fahren – und es ist eh schon nichts los im Park, wir haben bisher an diesem Tag noch nicht ein einziges Auto gesehen. Wo auch immer die alle sind, wir waren woanders. So soll es ja auch sein…
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Also, 4×4, aber sehr gemäßigt. Nur an einer Stelle war Frank nicht sicher, ob das passt – hätte wahrscheinlich, aber sicherheitshalber sind wir dann doch um den Baum rumgefahren.
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Schließlich sind wir zu einem späten Frühstück gegen 11:00 Uhr im Restaurant angekommen, haben uns auf die Terrasse in der oberen Etage gesetzt und die Aussicht genossen. Naja, vor allem haben wir die Tiere beobachtet, die da herumgewuselt sind.
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Um die Mittagszeit ist ja meistens nicht viel los, alle Tiere stehen irgendwo im Schatten. Daher ging die Fahrt vom Gate bis zum Camp relativ schnell – bevor wir auch eine Mittagspause gemacht haben, sind wir aber noch mal schnell zum Treetop Walk gefahren, man weiß ja nie…
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Der Elefant samt Baby war noch da, allerdings jetzt viel weiter weg. Nach wenigen Minuten kam noch eine zweite Mutter mit Baby und Teenager dazu, gemeinsam sind sie dann am Fluss entlang gezogen. Leider nicht in unsere Richtung, daher haben wir nicht allzu lange gewartet.
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Stattdessen sind wir nach Hause gefahren, haben den Pool ausprobiert, leider ohne Elefantenbesuch. Aber es ging uns in erster Linie um die Erfrischung – und die gab’s. Auf dem Weg dahin noch eine weitere Tier Sichtungen, wobei wir schon 5 m davor standen, als wir sie entdeckt haben:
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Das ist direkt vor dem Eingang zum Pool – und sie hat wohl gedacht, wenn sie uns nicht sehen kann, dann sehen wir sie auch nicht. Dass die Beine unten raus gucken, kann das arme Tier ja nicht wissen.
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Ich möchte übrigens theoretisch für zu Hause auch gerne eine Außen Dusche, die ist echt super. Allerdings ist da das Problem mit dem Wetter und den Nachbarn, also wird das wohl eher nichts.
Frank hat eine Runde geschlafen, ich war erst nochmal draußen und wollte fotografieren, aber der Akku war leer. Also zurück ins Haus, und drinnen im Kühlen etwas lesen.
Nachmittags ging es dann noch mal eine Runde in Richtung Main Gate, Mit einigen Vogelsichtungen (african hornbill und junger Bateleur) und noch mal Gnus, aber ansonsten nicht so viel Leben.
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Dafür Landschaft in ganz anderer Lichtstimmung – eine Mischung aus drohendem Gewitter und Sonnenuntergang.
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Ein paar Affen haben noch wir eine Weile beobachtet, die gerade mit intensive Körperpflege beschäftigt waren:
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Da Frank Kopfschmerzen hatte, habe ich ihm schnell am Camp abgesetzt – da konnte er sich erstens in das klimatisierte Haus sitzen und zweitens schon mal die Kohle fürs Abendessen anzünden. Ich wollte noch mal zurück zu den Affen, um in Ruhe noch mehr Fotos zu machen. Aber als ich auf die Hauptstraße einbiegen wollte, kamen sie mir schon alle entgegen. Mindestens 150 Paviane, die eindeutig ein Ziel hatten. Leider wurde es relativ schnell den Bericht und die Kamera konnte die schnelle Bewegung nicht mehr Verarbeiten, daher habe ich nur zwei Fotos. Ich bin Ihnen aber über eine relativ weite Strecke gefolgt, sie sind mal rechts und mal links von der Straße in Richtung Fluss gelaufen.
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Irgendwann wurde es dann aber zu dunkel und sie waren zu weit weg von der Straße, um sie noch sinnvoll sehen zu können. Also zurück zum Haus, zum Essen gab’s Stea irgendwann wurde es dann aber zu dunkel und sie waren zu weit weg von der Straße, um sie noch sinnvoll sehen zu können. Also zurück zum Haus, zum Essen gab’s Steak und gefüllte Pilze. Vorher aber noch der obligatorische Gin Tonic!
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Den Rest des Abends haben wir draußen gesessen, die Geräusche genossen und ab und zu mit der Taschenlampe rumgeleuchtet, falls wir Besuch bekommen. Kam aber nichts… Egal ein sehr schöner Tagesabschluss eines sehr schönen Tages!

Tag 5: Vom Marakele zum Mapungubwe NP

Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr – klingt nicht nach Urlaub? Doch, für uns schon. Erst mal werden wir wach und können durch die offene Front nach draußen gucken.

Wir beratschlagen kurz, ob wir uns einfach auf unserer Terrasse sitzen und warten, ob was kommt, oder ob wir eine Runde fahren. Wir entscheiden uns für Letzteres, aber bevor es losgeht, machen wir uns schnell noch einen Kaffee. Was auch sonst.
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Und schon sind wir unterwegs. Zur Begrüßung gibt es ein paar Kudus zum warm werden, und schöne Landschaft im Gegenlicht:
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Es folgt der erste Roadblock des Urlaubs – ungefähr so haben wir uns das gewünscht.
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Wir bleiben in ausreichender Entfernung stehen, da wir nicht einschätzen können, wie entspannt die Elefanten hier sind. Auch von hier kann man sich hervorragend beobachten, wären sie von links nach rechts und von rechts nach links über die Straße wandern und leckere Blätter suchen. Wie immer sind besonders die Kleinen sehr niedlich.
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Nachdem wir hier 20 Minuten oder so gestanden haben, können wir irgendwann die Stelle passieren. Es ist manchmal etwas schwierig zu sehen, ob wirklich alle Elefanten nun auf der richtigen Seite sind und weiter laufen, aber in diesem Fall hat es gepasst.
Das gerade so gut läuft, formulieren wir mal einen Wunsch ans Universum – Löwen wären toll, oder Zebras, die mögen wir auch. Keine 2 Minuten später (ungelogen!) bekommen wir das hier:
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Und nochmal 5 Minuten später finden wir – zugegebenermaßen ist das keine große Leistung – die Löwengruppe von gestern wieder. Sie liegen entspannt am Straßenrand, beachten uns erst mal gar nicht und schauen in die Ferne ins Tal.
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Vermutlich ist das eine Mutter mit drei halbwüchsigen Kindern, zwei Jungs und ein Mädchen. Kurz nach unserer Ankunft fangen die drei Teenager an, abwechselnd ins Tal zu brüllen. Ob die wohl noch üben? Klingt auf jeden Fall schon sehr beeindruckend.


Irgendwann steht der erste Löwe auf, läuft ein paar Schritte auf uns zu und legt sich auf die Straße.
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Dann die nächste…
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Kurzes brüderlich-liebevolles Kopfreiben…
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Und wir haben unseren nächsten Roadblock:
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Da jetzt vor dem Auto kaum noch Platz ist, weichen sie eben hinter das Auto aus:

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Wir beobachten das noch eine Weile, müssen dann aber eigentlich irgendwie auch mal weiter beziehungsweise zurück. Also Motor einschalten, sie gucken uns an – Und als wir ganz langsam rückwärts rollen, gehen sie tatsächlich auch aus dem Weg. Wir waren hier ungefähr 1 Stunde ganz allein mit den Löwen, erst beim Rückwärtsfahren sehen wir unten im Tal ein Auto. Das hat offensichtlich verstanden, warum wir erst da gestanden haben und nun rückwärts fahren, und ist nicht näher gekommen. Wäre auf der engen Bergstraße auch schwierig, aneinander vorbei zu fahren…
Zurück an unserem Zelt beobachten wir noch kurz die seltsamen Fische, die sich hier völlig freiwillig durch die mäßig überflutete Wiese Schlingel – man kann nicht genau sehen, wo sie hin möchten, am hinteren Ende muss wohl noch eine größere für zu sein. Das Impala lässt sich jedenfalls nicht beeindrucken von den ungewöhnlichen Nachbarn.
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Wir laufen noch kurz einmal alle Zelte ab, um für einen potentiellen zukünftigen Besuch zu überlegen, welches uns dafür am besten gefallen würde.Innen sind sie natürlich alle gleich, aber die Aussicht ist mal ein bisschen besser und mal ein bisschen – naja immer noch gut, aber eben weniger perfekt.
Auf dem Weg nach draußen gibt es noch eine Abschiedsgiraffe und wir machen ein Foto von den tollen roten Steinen auf der schwarzen Erde, die vor allem in der Sonne sehr hübsch anzusehen sind.
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Vor der heutigen Strecke habe ich etwas Respekt gehabt, zu Recht, wie sicher rausstellen soll. Es gab sehr unterschiedliche Angaben, wie gut die Straße ist, oder eigentlich eher: wie schlecht sie an manchen Stellen ist. Leider war es nicht ganz klar, ob es irgendeine gute Strecke gibt. Egal, da müssen wir jetzt durch. Es fängt harmlos an…
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Und wird dann schnell zu einer Schlaglochpiste. Zum Glück sind es nur 20 km, aber die haben es in sich – und wir wussten nicht sicher, ob es danach wirklich besser wird. War also ein bisschen nervenaufreibend. Ich habe kurzerhand die Linksfahrerei aufgegeben und die volle Fahrbahnbreite inklusive Randstreifen ausgenutzt. Haben die Schlaglöcher ja auch gemacht. Mal nebeneinander, mal war einfach eins so breit wie die Straße. Zum Glück gab es keinen (also gar keine, nicht mal ein Auto) Gegenverkehr, darauf musste man also nicht auch noch achten.
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Dann gibt’s einen kurzen Wolkenbruch, zum Glück war da das schlimmste Stück schon vorbei. Führt aber dazu, dass das nächste Straßenstück an einigen Stellen ganz schön unter Wasser steht.
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Immerhin sieht das Auto jetzt so aus, wie Frank das gerne haben möchte. Nicht mehr dieses langweilige weiß… Das hat ja jeder.
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Nach 5h35 und einem kurzen Stopp zum Einkaufen in Alldays kommen wir endlich im Mapungubwe NP an. Der liegt im äußersten Norden von Südafrika, in direkter Nachbarschaft zu Botswana und Simbabwe.
Wir haben keine Lust mehr, etwas zu unternehmen, daher fahren wir vom Eingang direkt zu unserem Camp. Immerhin sehen wir unterwegs die ersten Gnus…
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… die ersten Baobabs…
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… und Bäume, die an den absurdesten Stellen aus dem Felsen wachsen, dekoriert mit Pavianen auf Futtersuche.
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Die Landschaft gefällt uns sehr gut, im oberen Teil ist es relativ flach, im unteren Teil entgegen viele rote Felsen und dazwischen interessante Pflanzen. Außerdem hat man an vielen Stellen einen tollen Blick auf das Limpopo Tal. Das kann eigentlich nur gut werden in den nächsten zwei Tagen hier…
Unser Haus liegt wunderschön in einem kleinen Tal, rund um ist das Camp von Felsen umgeben. Die Nr 14 (von insgesamt 18, davon vielleicht 7 aktuell belegt) liegt direkt in der Nähe des Pools, gar nicht so schlecht bei den Temperaturen hier. Wir haben eine große Terrasse mit tollem Grill, den wir jetzt 3x abends nutzen werden, da es wenig andere Optionen gibt. Die Häuser sind alle zweizipfelig und liegen in ausreichender Entfernung zueinander.
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Wir grillen uns was leckeres zum Abendessen und bewundern zum Tagesabschluss noch den aufgehenden Mond hinter den Felsen.
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Tag 4: Marakele NP

Die Nacht war unerwartet schlaflos – nachdem erst der Vollmond fast schon die Taschenlampe überflüssig gemacht hat, hat es sich massiv zugezogen und es gab ein starkes und vor allem ausdauerndes Gewitter in der Nacht. Wasser und Blitze am Stück, Donner mit 30-Sekunden-Echo und das Zelt wurde vom Wind ordentlich gebeutelt. Und letzteres macht Krach, der uns ziemlich wachgehalten bzw. ständig wieder wach gemacht hat.
Der Wecker stand auf 5 Uhr, da hat es immer noch geschüttet. Also weiterstellen auf 6 Uhr. Gleiches Bild. Böse waren wir jetzt nicht direkt. Um 6:36h bin ich ohne Wecker wachgeworden und tatsächlich – kein Regen.
Aber da plätschert doch was? Ja. Wir hatten nachts so einen lauten Knall gehört, kein Donner, aber zuordnen konnten wir ihn auch nicht. Bei näherer Betrachtung stellte sich raus, dass der unter der Terrasse angebrachte Boiler abgefallen ist und das Wasser fröhlich aus einem abgerissenen Rohr sprudelte. Also: kein heißes Wasser für uns 🙁
Anruf bei der Rezeption des Parks (die ist zum Glück ab 6:00h besetzt), es kommt jemand. Naja, mal sehen, was das heißt… Unsere Nachbarn im nächsten Zelt haben uns mehrfach angeboten, bei ihnen zu duschen, und das haben wir dann auch dankend angenommen.
Danach gab’s Frühstück auf der Terrasse, immer wachsam, denn die ersten Meerkatzen standen parat. Die sind echt frech und nutzen jeden unaufmerksamen Moment, um essen vom Tisch oder aus der Küche zu klauen. Konnten wir zum Glück verhindern.
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Gegen 9:30h sind wir aufgebrochen in Richtung Gate, aber auf Umwegen über den den Tsessebe Drive und den kleinen Friedhof – sieht älter aus, als er ist, das älteste Grab ist von 1961.
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Kurzer Zwischenstopp am Gate, inzwischen hatten wir nämlich festgestellt, dass wir nicht nur kein warmes mehr haben, sondern GAR KEIN WASSER! Ohne Dusche ginge ja zur Not, ohne Toilette irgendwie nicht so lange. Ein Anruf ergab, dass die Reparatur schon in vollem Gange ist. Na, dann sind wir ja mal gespannt…
Auf den Straßen stand noch das Wasser vom Regen in der Nacht, ein Trupp Paviane hat sich da erstmal sattgetrunken. Und durch uns überhaupt nicht stören lassen – Autos sind maximal ein nerviges Hintergrundgeräusch, aber die Tiere sind hier in der Regel sehr daran gewöhnt und zeigen kaum mal eine Reaktion.
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Wir haben die Tour also erstmal fortgesetzt und sind die übrigen Loops abgefahren. Auch heute gab es relativ wenig zu sehen, etwas besser war es insgesamt im „ungefährlichen“ Teil. Das hier ist die Ausbeute:
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Aber macht das was? Nö. Erstens ist es hier so schön, da reicht auch die Landschaft (deutsche Nationalparks haben ja schließlich auch keine Löwen und Elefanten). Zweitens kann man auf der Terrasse super entspanntes Rumsitzen praktizieren. Und drittens kommt mit dem Kruger NP ja noch quasi eine Tiergarantie, da fehlt uns hier überhaupt nichts.
Auch am Birdhide tote Hose – warum sollten sie auch dahin fliegen, wenn an jeder Ecke eine Pfütze auf der Straße ist… ich wollte eigentlich wenigstens die Toilette nutzen, aber als ich die Tür aufgemacht habe, lief eine wirklich große Spinne in Richtung Toilettenschüssel, nicht sehr überzeugend. ganz plötzlich musste ich irgendwie nicht mehr ganz so dringend. Bis zuhause halte ich das lieber mal aus.
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Als wir gegen 13h am Zelt ankamen, war der neue Boiler überraschenderweise schon fast fertig installiert, und um 14:00h oder so habe ich mich dann getraut, wieder was zu trinken 😉
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Nach einem leichten Mittagsmahl haben wir uns wie in solchen Urlauben üblich aufgeteilt. Frank hat geschlafen, ich habe getippt und nebenbei den Dam beobachtet. Keine spektakulären Sichtungen, aber ein Kronenducker und ein Waran, viele Fische (Welse?) und ein neugieriger Vogel.
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Nach der Mittagspause stand der Lenong-Drive auf dem Plan, ganz nach oben auf den Kransberg. Tolle Fahrt mit abwechslungsreicher Landschaft:
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Und sogar diversen Tieren – es gibt sie hier also doch!
Erst mit Wasserbock, Bergriedbock und Steinböckchen drei weitere Antilopenarten:
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Dann Zebras vor Bergkulisse:
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Und hinter der nächsten Kurve ein anderes Touristenauto, dessen Insassen intensiv zur Seite starrten. Nach einigem Suchen haben auch wir dann diese Truppe gesehen:
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Kurzer Blick – lohnt es sich, aufzustehen?
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Nö, eher nicht. Weiterschlafen
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Danach kam der steile Anstieg mit Serpentinen und viel freier Sicht zur Seite / nach unten.
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Und oben dann noch mehr Aussicht und tolle Pflanzen, in denen dicke Käfer gefressen zu werden schienen. War aber wohl gewollt…
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Nach einem kurzen Fußweg über Stock und Stein hat man dann diese tolle Fernsicht ins Tal, inklusive Löwenbaum (wenn man’s weiß, kann man sie sehen, sonst wohl eher nicht):
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Auf dem Rückweg lagen die Löwen immer noch fast unverändert faul rum, aber kurz vor dem Camp hab’s dann doch noch was Neues: Giraffen.
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Für den Ausklang könnte ich wahrscheinlich den Absatz von gestern kopieren: sundowner auf der Terrasse, Grillen (Steak, Pilze, Tomatensalat), den Tiergeräuschen lauschen. Und früh schlafen gehen, vielleicht holen wir ein bisschen was nach und sind morgen früh fit für den nächsten Game Drive.
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Noch ein PS: ich habe es nicht erwähnt, aber hier gibt es mal wieder ÜBERALL Türschließer und Türöffner von der Firma meines Vertrauens, ob beim Bäcker, im Einkaufszentrum oder an unserer Zelttür 🙂
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Update

Tja, irgendwie sieht das aktuell schlecht aus mit dem Blog. Geschrieben ist alles bis auf einen Tag, aber nach 7 Jahren treuer Reisebegleitung streikt jetzt der Laptop – und zwar komplett, er geht nicht mehr an. Die Texte habe ich schon auf dem Handy geschrieben, aber da sind keine Fotos. Blog ohne Fotos ist relativ witzlos. Theoretisch könnte mein Handy auch mit der Kamera kommunizieren, sprich Bilder runterladen. Das will aber auch nicht wirklich. Franks Handy kann runterladen, aber das spricht dann wieder nicht mit meinem Handy. Es ist kompliziert…
Also – vielleicht, vielleicht auch nicht kommt hier bald was… Aber eher nicht bevor wir zurück sind, sorry.
Hier immerhin ein paar Eindrücke, ungefähr alles, was auf meinem Handy ist (und das heißt in der Regel: nicht so weit weg war), und ein paar von Franks Handy. Der Urlaub ist bisher genauso toll wie wir uns das gewünscht und vorgestellt haben, mit tollem Wetter, schönen Landschaften, vielen Tieren und dabei auch kleinen und großen „besonderen“ Situationen… leider alle auf der Kamera… wir laden dann gerne mal zum Fotovortrag!

(Das oben ist der Blick aus dem Zelt in Marakele kurz vor Sonnenaufgang)
Der Pool im Mapungubwe-Park, leider bei uns ohne Elefanten, aber teilweise mit Giraffen, Zebras und Gnus:


Auf dem nächsten Bild muss man wie in der Fahrschule gelernt auch mal in den Rückspiegel schauen…

Hier gehts ausnahmsweise mal nicht darum, wie weit man die Restreichweite seines Tanks ausreizen kann, sondern um die muckeligen Temperaturen, die wir hier so haben:

Tag 2: Immer noch Johannesburg

Zum Start in den Urlaub haben wir erstmal ausgeschlafen, jedenfalls wenn man es damit vergleicht, wie lange wir vermutlich in den nächsten Wochen schlafen werden… da aber hier die Wasserlöcher und Tierbeobachtungen eher rar sind, können wir getrost bis 8h liegenbleiben.
Dann reichts aber auch, und wir brechen auf zum Frühstück im Newscafé an der nächsten Ecke. Vom Wetter her könnten wir draußen sitzen, aber da ist aktuell eine relativ laute Baustelle, also ist es drinnen doch schöner.

Kurzes Testen hat ergeben, dass ich zwar meine Blogposts diktieren kann, aber nur solange ich auch Internet habe. Für heute kein Problem, aber danach muss ich wohl doch wieder tippen… schade eigentlich.
Dann ein Anruf von Hertz, sie haben einen Ersatzwagen für uns. Die Hertz-Mitarbeiterin von gestern hat sich drum gekümmert, nicht etwa der ADAC. das geregelt? Also holen wir den später ab, erstmal ruft der Bus.

Die Kellnerin im Newscafé meinte, es sei heute kalt… naja… südafrikanisches kalt vielleicht. Für uns war es eher „zu warm, um die ganze Bustour in einem Rutsch zu machen, weil man da konstant in der Sonne sitzt“. 30 Grad oder so.
Erst ging es durch den Stadtteil Saxonwold – hier wurde das erste Gold gefunden, das Goldvorkommen stellte sich aber als relativ klein heraus. Der findige Landbesitzer hat dann zügig umgesattelt auf Holzanbau, vor allem für die in den Minen benötigten Stützpfeiler. Damit ist er dann auch ganz ohne Gold reich geworden und hat später sein Land für einen öffentlichen Park gestiftet.

Die Tour führt einmal um den Zoo Lake und den Zoo Park zum (Überraschung) Zoo. Erste wilde Tiere haben wir auch schon gesehen, neben Wildhunden (über den Zaun vom Zoo) waren um Park Ibisse unterwegs. Die Glossy-Variante, keine Ahnung, wie die auf deutsch heißt, meine Vogelbestimmungs-App kann nur englisch und Afrikaans.

Insgesamt sind hier die Häuser eher größer und von hohen Mauern mit Stacheldraht umgeben. Alles sehr grün und ordentlich,

Interessantes, wenn auch weitgehend unnützes Wissen: mitten in einem Park liegt eine Wasserscheide – Regen, der nördlich des Hügels runterkommt, fließt über den Limpopo durch Mosambik in den Pazifik. Drei Meter weiter fließt das Wasser stattdessen Richtung Westen quer durchs Land in den Atlantik. Dieser kleine Unterschied entscheidet über „life and draught“, Leben und Dürre.
Das erste mal ausgestiegen (schließlich ist es ein Hop-on-Hop-off-Bus) sind wir am Carleton Center. Das ist nur mäßig höbsch, aber mit 50 Etagen das höchste Gebäude in ganz Afrika. Wir wurden von einem Mitarbeiter der Busfirma im Rudel dorthin gebracht, der Weg vor allem im Gebäude ist echt unübersichtlich. Damit wir auch sicher den nächsten Bus erreichen, hatten wir oben nur 15min Zeit. Reichte gerade so, um einmal rumzulaufen und ein paar Gebäude von oben zu identifizieren.

Im Süden liegen die Abraumhalden der alten Goldminen, die neben der Entsorgung von Unmengen Erde auch als Trennung zwischen der weißen Stadt und den ärmeren Randgebieten dienten. Sie werden übrigens aktuell wieder genutzt, aufgrund des hohen Goldpreises lohnt sich das selbst für kleinere Reste im früheren Abraum.

So sah es dann etwas später von unten und von Nahem aus:

Aus zeitlichen Gründen müssten wir uns entscheiden zwischen Apartheid Museum oder der Soweto-Tour. Beides klappt nicht an einem Tag, jedenfalls nicht mit einem Date bei Hertz. Ersteres wollte ich schon letztes Jahr, Frank war nicht abgeneigt, also: Museum.

Schon direkt hinter dem Eingang geht es los – die Besucher haben per Zufallsprinzip mal Karten für Weiße, mal für Nocht-Weiße, und müssen durch entsprechende Eingänge das Gebäude betreten.


Die ersten Meter innen sind dann auch noch getrennt und vorbei an den damals vorgeschriebenen ldentitätskarten, wobei die Zuweisung einer „Farbe“ bzw Rasse teilweise sehr willkürlich geschah. Und auch manchmal nachträglich geändert wurde:


Im Museum selbst habe ich nicht viele Fotos gemacht. Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Apartheid (und ihrer Vorläufer) bis in die Neunzigerjahre hinein, als dieses Kapitel ein Ende hatte. Einige der Hintergründe und Bilder kannte ich, aber natürlich ist hier alles deutlich detaillierter dargestellt.

Viele Zeitzeugen Berichte, Videos, Fotos, einige davon durchaus verstörend. In der Ausstellung waren auch zahlreiche Videos zu sehen, in denen Weiße rechtfertigen, warum dieses System richtig ist. Was dabei am erschreckendsten ist, ist die Tatsache, dass das noch keine 30 Jahre her ist. Wenn man sich überlegt, wie sehr es in Deutschland immer noch Ost und West gibt und die beiden Hälften ja vorher nicht so gegeneinander und miteinander umgegangen sind, ist es kein Wunder, wenn hier noch nicht alles vergeben und vergessen ist.
neben der permanenten Ausstellung gab es eine Sonderausstellung zu Nelson Mandela. Vieles davon hatten wir letztes Jahr schon gelesen an der Mandela Capture Site (der Stelle, an der er verhaftet wurde), aber es gibt auch neue Details und vor allem ein paar positive Geschichten neben der ganzen Apartheids-Thematik. Z.B. das Rugby-Endspiel (traditionell ein weißer Sport) bei dem Mandel auf dem Platz aufgetaucht ist und damit wohl viele weiße Südafrikaner positiv überrascht hat. Ein Zitat war sinngemäß: „da habe ich das erste mal gedacht, dass das mit Südafrika klappen könnte“.
Johannesburg hat heute ungefähr 4 Millionen Einwohner, kommt ein bisschen darauf an, wen man alles mit zählt. Stadt war überhaupt nicht als langfristiges Projekt geplant, sondern hat als kleine Zeltstadt auf einem staubigen Berg angefangen, als dort Gold gefunden wurde. Eigentlich auch eine günstige Stelle, denn es gibt keine natürliche größere Wasserquelle – fast alle anderen großen Städte weltweit liegen entweder an einem Fluss oder am Meer. Aber nun ist die Stadt halt da und hat sich zu einer der größten in Afrika entwickelt.
Nachdem wir die nun zweimal auf der Rundfahrt besichtigt haben, geht es nach einem kurzen Zwischenstopp auf dem Constitution Hill wieder in Richtung Appartement. Wir standen früher wäre Gefängnisse, die vor allem in Zeiten der Apartheid keine sehr glückliche Geschichte haben. Wir hatten keine Zeit mehr, etwas innen zu besichtigen, sind aber eine Runde auf dem Mauern das ehemaligen Forts gelaufen.

Dann sind wir eine halbe Stunde zum Flughafen gefahren, um das neue Auto abzuholen. Somit haben wir nun kein Toyota mehr, ansonsten sieht es aber fast genauso aus, so für mich als Laien. Es hat auf jeden Fall 4×4, wir können also überall hinfahren wo wir so hin fahren möchten. Hier schon mal ein Foto, wir machen aber bestimmt noch eins in freier Wildbahn:

Auf dem Rückweg konnte man schon sehen, dass sich das Wetter ändert – dunkle Wolken, die den ersten Regen ausgespuckt haben, als wir ins Parkhaus des Appartmenthauses gefahren sind. Da fiel die Entscheidung nicht schwer, sehr in der Nähe essen zu gehen – Regenjacken haben wir nicht eingepackt.

Also waren wir im neuen Ableger des „The Grillhouse“ von gestern, dem „Kitchen Grill“. Tolles Fleisch, super Beilagen…

…und danach noch Cocktails. Frank hatte ein Trio mit verschiedenen gefrorenen Gin & Tonic-Varianten, ich habe den Kellner entscheiden lassen, welchen Gin ich bekomme – ich kannte nur zwei von der Liste und wollte mal was Neues. Das habe ich in einer zweiten Runde dann gleich nochmal gemacht, Frank hatte schließlich gleich DREI!!! Gläser.

Gemütlich haben wir also den zweiten Abend in Johannesburg ausklingen lassen – und uns von drinnen den massiven Wolkenbruch angesehen. Und morgen gehts dann richtig los, im Moment fühlt es sich ja noch noch so nach Afrika an. Das ändert sich aber morgen ganz sicher… Was übrigens auch heißt, dass wir vermutlich kein Internet haben werden in den nächsten zwei Tagen. Danach wahrscheinlich schon, sicher ist es aber nicht. Wir werden sehen –

Tag 1: Johannesburg

Das Flugzeug war ziemlich voll, aber mit nett nachfragen haben wir tatsächlich noch zwei Notausgang-Plätze bekommen. Der Flug war unspektakulär, es gab halt Essen, und danach einen ersten Gintonic für mich und Campari Orange für Frank.
Ansonsten haben wir eigentlich die gesamte Zeit geschlafen, ich bin auf 7 Stunden bekommen. Nicht ganz so erholt wie zu Hause, aber völlig o. k.
Wir sind fast pünktlich gelandet, waren mit die ersten bei der Immigration und auch unser Koffer kam ziemlich schnell. Läuft.

Na gut, läuft fast. Wir haben einen Mietwagen, der ist auch groß genug, grundsätzlich das bestellte Modell – aber ohne Allradantrieb. Frank hatte das extra beim ADAC noch nachgefragt, weil es Allradantrieb tatsächlich relativ selten gibt – und natürlich hatten sie das auch bestätigt. Nur wusste Hertz leider nichts davon… Die Verhandlungen laufen noch, Frank korrespondiert mit dem ADAC und vielleicht können wir heute noch irgendwas tauschen. Oder zumindest einen Teil vom Geld wiederbekommen, denn Allrad kostet deutlich mehr als nur zwei Räder.
Egal, Im Vergleich zu letztem Jahr ist das ja gar nichts. Also fahren wir erst mal mit diesem Auto zu unserem Apartment im Stadtteil Rosebank im Norden von Johannesburg. Da wir erst 2h später einchecken können, erkunden wir erst mal die Gegend auf der Suche nach einem Kaffee (was auch sonst). Außerdem haben wir ein paar Snacks eingekauft und schon mal überlegt, wo wir frühstücken gehen könnten die nächsten zwei Tage.
Und dieses Schild an einem Laden tut es doch ganz gut als Motto für den Tag beziehungsweise die nächsten drei Wochen:

Um 14:00 Uhr konnten wir dann einchecken und unsere Wohnung legen. Viel mehr Platz, als wir eigentlich benötigen, und sehr nett eingerichtet:

Wir waren aber nur ganz kurz da, haben uns den sommerlichen Temperaturen entsprechend umgezogen (Sonnenbrille, Kopfbedeckung, kurze Hose – je nachdem, welchen Thermometer man glaubt, sind es hier 28 oder 32°) und sind dann wieder losgezogen.
Als Nächstes stand nämlich eine Bus-Tour auf dem Plan. Die hatten wir letztes Jahr schon gebucht und natürlich auch bezahlt, sie ist aber dem Autochaos zum Opfer gefallen. Also dieses Jahr ein neuer Versuch.
Johannesburg gehört sicherlich nicht zu den schönsten Städten, wir wollten aber doch einen Überblick bekommen, was es hier so gibt. Außerdem waren wir eh nicht so übermäßig fit, wir merken ein bisschen den Nachtflug und auch die Klimaumstellung und die Höhe (Johannesburg liegt auf 1600 m, wenn ich das gestern richtig verstanden habe).

Man sieht auf jeden Fall sehr gut, dass es sehr unterschiedliche Stadtviertel gibt. Im Norden ist es sehr grün, das läuft unter „Biggest man made forest“, Hier ist quasi kein Baum natürlich gewachsen. Dazwischen viele Häuser mit hohen Mauern und Stacheldrahtzaun, auch das nicht ganz unerwartet.

Ich mag besonders die lila blühenden Jacaranda Bäume, die sehen einfach total toll aus. Vor allem, wenn man eine ganze Straße voll davon sieht.

Ansonsten haben wir erst mal einfach die gesamte Runde angeguckt (sind also nicht ausgestiegen) und haben uns überlegt, was wir morgen alles im Detail anschauen möchten. Natürlich haben wir unterwegs auch schon mal ein paar Fotos gemacht,


und wie immer ist mir schon das erste Ding im Verkehr aufgefallen. sonst sind es meistens Verkehrsschilder, diesmal ist es eine Ampel, die sich unmissverständlich an Busse richtet. Ist ja sonst auch schwer zu erkennen, dass man da stehen bleiben soll…

Relativ am Ende hat der Tourguide über die Vorliebe der Südafrikaner für Fleisch gesprochen – ein Satz ist hängen geblieben: „meat is meat, and chicken is salad“.
Als hätten wir es gewusst, haben wir für heute Abend einen Tisch in einem Steakhouse reserviert. Kurz noch ins Apartment und was langärmlich es anziehen, inzwischen ist es nämlich gar nicht mehr so warm (oder ich bin einfach müde, das mag auch eine Rolle spielen).

Auf dem Weg dorthin sehen wir unseren ersten afrikanischen Sonnenuntergang 2019…

… und essen dann erst leckeres Biltong (Teockenfleiwch, sowas wie beef jerky in den USA) zur Vorspeise, gefolgt von mehr Fleisch:

Da es noch relativ früh ist, trinken wir noch einen alkoholfreien Cocktail im Freien und genießen den ersten Abend – so trubelig wie heute wird es (na gut außer morgen) in diesem Urlaub wohl nicht mehr werden. Wenn wir ehrlich sind könnte diese Ecke auch in jeder beliebigen restlichen Großstadt liegen, ist aber trotzdem schön hier.

Tag 0: Entspannte Anreise

Nach einem tatsächlich arbeitsfreien Tag sind wir völlig stressfrei zum Flughafen gefahren und trinken dort gerade ebenso stressfrei einen Kaffee…

Gleich geht’s los Richtung Zürich, und nach 2 Stunden 45 und einem weiteren Kaffee fast in Sichtweite meiner schweizer Kollegen…

…dann weiter nach Johannesburg. Diesmal ohne Sightseeing.
Den Flug werden wir hoffentlich hauptsächlich verschlafen und morgen geht es richtig los.

Diesmal geht alles glatt

Hoffen wir jedenfalls – zumindest eliminieren wir einige Schwierigkeiten schon mal mit etwas Vorlauf, dann geht es hoffentlich am Donnerstag alles glatt.
Highlight gestern: Frank ist aufgefallen, dass unsere internationalen Führerscheine abgelaufen sind. Letzte Woche Donnerstag. Aber abgelaufen ist abgelaufen. Also haben wir heute kurzerhand berufliche Termine umgelegt und sind am Straßenverkehrsamt aufgelaufen, haben uns eine halbe Stunde im Regen in die falsche Schlange gestellt (da konnte man Autos an und abmelden, wie wir schließlich am Schalter festgestellt haben), konnten dann aber trotzdem 1 Stunde später unsere neuen Führerscheine übernehmen.
Und heute dann zusätzlich die News: am Donnerstag und Freitag streikt die Lufthansa.

Zum Glück fliegen wir aber hin mit Swiss und erst zurück mit der Lufthansa. Der Hinflug ist auch wirklich operated by Swiss, da sollte also eigentlich alles gut gehen…
Ansonsten laufen die Vorbereitungen – der Koffer ist fast gepackt (ok, es liegen Häufchen von Kleidung und Kamera-Equipment und Moskitoabwehrzubehör rum). Alles gebucht, was gebucht werden muss. Und das Handy hat alle Apps die man braucht – Sterne und Vögel bestimmen, den Weg finden, Kamerafotos aufs Handy transferieren und…. ach ja, was auf dem Blog posten 🙂

Vorfreude auf Afrika

Und wieder geht es nach Afrika – wir starten am gleichen Ort (wenn auch hoffentlich ohne die gleichen Anlauf Schwierigkeiten) wie letztes Jahr.
Nach zwei Nächten in Johannesburg geht es dann Richtung Norden, über zwei kleine Nationalparks zum oberen Ende des Krüger Nationalpark und dann einmal von Nord nach Süd der Länge nach durch.
Einen kleinen Abstecher gibt es noch, zwei Tage Pause von der Safari und der Rumgammelei, oder zumindest gammeln wir dann in einem Haus mit Garten und Pool rum, statt in einem staatlichen Restcamp.
Zum Schluss fünf Tage in unserem bisherigen Lieblingscamp im Krüger, allerdings haben wir beim letzten Mal ja auch nur dieses eine gesehen. Einen viel schöneren Abschluss können wir uns aber nicht vorstellen…
_route karte
Ein paar Tage bleiben noch, bis es losgeht, Wir müssen ja auch noch ein bisschen packen und so. Was das frühe Aufstehen und im Auto auf den Löwen warten noch angenehmer machen wird: Statt Nescafé werden wir leckeren Kaffee aus der Aeropress trinken.
Ach so, einen Namen hat die Tour natürlich auch schon, aus technischen Gründen (die wir bestimmt hier noch sehen werden) musste der schon vor zwei Wochen feststehen. „Safari Reloaded“ würde ja eigentlich gut passen, aber den hatten wir im letzten Jahr schon verbraten. Daher kehren wir zurück zu den Tournamen mit Dreiklang, und so freuen wir uns auf drei Wochen

„Giraffen, Gamedrives & Gnus“

Wie immer – mal sehen, wie „live“ ich hier schreiben will und kann, das hängt ja sowohl von den technischen Gegebenheiten (WLAN?), als auch vom sonstigen Rahmenprogramm (Tiere vor der Terrasse und so)  und der gefühlten Müdigkeit ab…

Tag 22 – Last gamedrive & ab zum Flughafen

Laaaangweiliger Anfang, den spare ich mir. Sagen wir einfach: es war früh. Kaffee gab’s heute unterwegs aus der Milchflasche, beim nächsten Mal müssen wir da echt aufrüsten. Und da aller guten Dinge drei sind, wollen wir noch ein letztes Mal zur Mlondozi Picnic Site…
Erst war dort überhaupt gar kein einziges Tier, aber wir hatten uns vorgenommen, ein bisschen Geduld zu haben. Das hat sich gelohnt, denn auf einmal war es dann voll. Unterschiedlichste Tiere alle gleichzeitig am Wasser… ein schöner Abschluss!
Gegen 8:45h waren wir zurück im Zelt und haben schnell unsere Habseligkeiten in die Koffer geworfen – jetzt schon ungefähr in der Sortierung, die wir auf dem Flug brauchen, sprich: nicht zu viel Zeug im Handgepäck.
Letztes Frühstück mit Ausblick auf die örtlicher Fauna…
… und um 11:00h mussten wir Lower Sabie für dieses Jahr „Auf Wiedersehen“ sagen. [Und da ich wie fast immer den letzten Tag des Urlaubs erst schreibe, wenn der nächste schon in trockenen Tüchern ist und ich den Blog vorbereite, kommt hier der Spoiler: 2019 werden wir gleich 5 Tage im Camp sein, plus diverse weitere im Kruger.]
Nach ca. eineinhalb Stunden und einigen kleinen Schlenkern in Seitenstraßen haben wir einen kurzen Stopp an der Crocodile Bridge eingelegt, bevor wir frisch gestärkt (Kaffee) und auf die Fahrt vorbereitet (Toilette) den Park endgültig verlassen haben.
Die nächsten fünf Stunden waren eher unspannend, wir sind ganz gut durchgekommen, haben unterwegs einmal ein Eis gegessen, sonst ist nichts passiert. Und so konnten wir wie geplant pünktlich unser Auto abgeben und noch ein letztes Mal bei Mugg & Bean essen und einen Serious Coffee trinken. Ein bisschen haben wir uns den Punica-Oase-Effekt aus der Werbung gewünscht: man trinkt was und ist dann auf einmal mitten im Geschehen (für uns wäre das allerdings nicht Dschungel, sondern Wasserloch mit Tieren gewesen). Hat aber nicht geholfen, und so war unsere Zeit in Südafrika dann nach einem ruhigen Flug und einem Zwischenstop in London ohne Sightseeing wirklich vorbei.

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