Schlagwort: Panoramaroute

Tag 17 – Graskop nach Manyeleti

Neuer Tag, neues Frühstück – wie gestern auch gab es tolle Brötchen (ok, für Frank) und viel Auswahl für „drauf“.
Schon vor der Abfahrt hatten wir dort ein sehr nettes Erlebnis: Man kommt in diesen kleinen Gästehäusern immer schnell mit anderen Reisenden ins Gespräch. Wo wart ihr schon? Wo fahrt ihr als nächstes hin? Habt ihr xyz schon gesehen? Sowas halt. So auch heute, und da wir uns so nett unterhalten haben und offensichtlich ähnliche Reiseideen haben, wollten wir unsere Emailadressen austauschen. Ich habe mir dazu von ihrem Handy aus eine Email geschickt, und im Zurückgeben habe ich mich noch gewundert, dass ich schon wieder mein Windows-Passwort ändern soll. Denn da stand was von „DORMA DDC IT-System Kennwort“ im Posteingang, das hatte noch so mit halbem Auge gesehen. Mein Gehirn schaltete etwas langsam, aber – das war doch gar nicht mein Handy? Warum stand das da? Jep, sie arbeitet auch bei dormakaba, so ein Zufall. Haha. Ein paar Minuten später stellt sich raus: nicht nur wir Frauen arbeiten bei der gleichen Firma, auch die Männer sind beide bei Vodafone. Die Welt ist echt manchmal klein…
Da mussten wir uns natürlich erstmal ein bisschen austauschen, aber irgendwann waren alle anderen Gäste verschwunden und wir wollten so langsam unser jeweiliges Tagesprogramm starten. Also los… packen, alles ins Auto werfen und raus aus der Wolke – die hing nämlich immer noch ganz schön tief. Da wir aber erst gegen 14h an unserem nächsten Ziel sein wollten, hatten wir Lust auf einen Kaffee in netter Umgebung. Rainer gab uns den tollen Tipp, in Hazyview zum River Café zu fahren, Teil des Summerfields Rose Retreat & Spa. Eine halbe Stunde (oder so) und 100 Schlaglöcher (oder mehr) später waren wir dort, meldeten uns am Gate an, wurden per Funk schonmal angekündigt, und fanden nach längerer Fahrt über das Gelände vorbei an Teichen, Gänsen und Macadamia-Plantagen das Café. Das ist wirklich toll gelegen, hier könnten wir durchaus auch länger bleiben.
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Leider hatten wir nur Zeit für einen Kaffee – oder eigentlich zwei, aber da beim Gewitter letzte Nacht die komplette übrige Milch schlecht geworden war, gab es stattdessen einen leckeren frisch gepressten Fruchtsaft. Irgendwann mussten wir los, wir hatten ja noch ein bisschen Strecke vor uns – aber Zeit für einen Mini-Abstecher in die nahegelegene Shoppingmall war noch, ich wollte einen Kaffee für unterwegs (jahaaaa… Kaffee-Junkie… ich weiß). Immerhin hat Frank seinen perfekten Laden gefunden:
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Dann aber los, wir hatten 2,5h Fahrt bis zum Manyeleti Private Game Reserve (PGR) vor uns, genauer zur Pungwe Safari Lodge in eben jenem PGR. Erstmal die Fahrt: es ging vor allem durch kleinere Orte, mit viel Leben an und auf der Straße. War aber trotzdem sehr gut zu fahren, die 137km gingen schnell vorbei.
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Am Gate mussten wir erstmal ganz dringend wohin, die drei Männer dort fanden’s bestimmt sehr witzig. Egal, danach konnten wir dann ganz entspannt alle Fragen beantworten, den Eintritt bezahlen und uns erklären lassen, wie wir fahren müssen – mit jeder einzelnen Kurve, obwohl wir eine Karte hatten mit eingezeichneter Route, und überhaupt an jedem Abzweig wirklich gut sichtbare Schilder standen. Der Kofferraum wurde auch durchsucht nach Waffen, Messern oder Bomben – die ersten beiden verstehe ich ja, aber was bitte macht man mit Bomben in einem Game Reserve? Naja, egal, so isses eben.
Einmal drin, ging es gleich los mit den Tieren. Ein paar hundert Meter hinter dem Gate musste Frank gleich stark bremsen, weil ein Nashorn über die Straße trabte.
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Es gibt hier nicht nur ein Camp, sondern gleich mehrere – die aber zum Glück so weit verstreut sind, dass man sie nicht wirklich zu Gesicht bekommt. Die Anzahl der Schilder nimmt mit zunehmender Entfernung vom Gate rapide ab.
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Etwas später ein Bateleur (dt: Gaukler), einer der „großen schwarzen Vögel“ – hatten wir noch nie gesehen, sehr faszinierend. Es ist ein Adler, aber irgendwie sieht der deutlich putziger aus als andere. Er hat ziemlich puschelige Beine und läuft eher wie eine Comicfigur (oder Comiczeichenr bedienen sich hier an der Natur, mag durchaus auch sein).
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Elefanten gab’s auch noch, und zwar eine ganze Familie direkt an der Straße, die wir ausgiebig beobachtet haben. Sie ließen sich nicht stören, haben uns zwar wahrgenommen, aber ruhig weiter gefuttert, dann gemütlich hinter uns über die Kreuzung geschlendert und im Busch verschwunden.
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Vom Gate bis zum Camp sind es ca. 30km, und dann kamen wir so um 14:20h endlich hier an:
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Wir wurden gleich sehr freundlich von Emma begrüßt, die uns erstmal den üblichen „wenn euch was frisst, seid ihr selbst Schuld“-Zettel unterschreiben ließ und dann alles Wichtige erklärte: Wie ist der Tagesablauf (dazu später mehr), was dürfen wir im Camp und vor allem was nicht, z.B. nach Einbruch der Dunkelheit alleine rumlaufen ohne Guide – das Camp ist nicht eingezäunt und ALLE vorhandenen Tiere sind gerne mal dort unterwegs. Und wie auf’s Stichwort kam einer der Guides und berichtete, dass gerade eine Elefantengruppe im Camp sei – wir haben sie allerdings nur noch von hinten gesehen, sie waren schon weitergezogen.
Vielleicht mal kurz ein paar Worte zum Thema Private Game Reserve: Überall in Südafrika gibt es diese privat geführten Gebiete, mit jeweils unterschiedlichem Tierbestand und oft eingezäunt. Hier oben in der Nähe des Kruger Nationalparks sind inzwischen viele der Zäune entfernt worden, so dass die Tiere sich frei bewegen können. Touristen (und Tourguides) müssen aber trotzdem in ihrem jeweiligen Gebiet bleiben. Selbst fahren darf man auch nicht, dafür gehören zwei tägliche Game Drives (oder Walks, je nachdem) mit zum Paket.
PGRs sind außerdem bekannt für ihre häufig sehr luxuriösen Unterkünfte, preislich nach oben offen… Da wir gerne auch noch der Familie ein paar Weihnachtsgeschenke kaufen können wollten, haben wir uns für eins der günstigeren Camps entschieden, das Pungwe Safari Camp. Das ist ziemlich klein, es gibt nur 4 Zelte, sprich maximal 8 Gäste. Dazu kommt der „Gemeinschaftsbereich“ mit gemütlichen Sofas, vielen Tierbüchern, einem riesigen Esstisch, Kaffeebar (ok, Nescafe und so, aber hier ist das völlig ausreichend) und einem gut gefüllten Getränkekühlschrank.
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Die Zelte sind natürlich Safarizelte, mit fester Überdachung, Badezimmer und kleiner Veranda. Alle vier Zelte liegen weit auseinander, man sieht sich zwar gelegentlich, hört aber in der Regel nichts von den anderen.
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Wir haben uns kurz im Zelt eingerichtet, also im Wesentlichen den Koffer abgestellt und uns das Badezimmer angesehen :-), dann gab es einen ersten Kaffee mit Wasser vom Lagerfeuer.
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Außer uns waren noch vier weitere Gäste aus Deutschland da, ein Zelt war leer. Gemeinsam haben wir ein bisschen Zeit auf den Sofas vertrödelt, bis es um 16h zum ersten Game drive losging. Zu sechst hat man den Vorteil, dass jeder einen „Fensterplatz“ hat – also einen Außenplatz, denn Fenster sind ja bei einem offenen und in diesem Fall sogar dachlosen Safariauto eh nicht vorhanden. Unser Fahrer Isaac und der Tracker Wonderboy (wollte eigentlich noch fragen, ob das sein echter oder nur ein Spitzname ist) waren nett, haben sich allerdings die ganze Zeit unterhalten. Ob es da immer nur um Spuren und mögliche Tiersichtungen ging, möchte ich mal bezweifeln. Dadurch gab es deutlich weniger Erklärungen – keine Ahnung, ob das immer so ist, wenn sie zu zweit sind, bisher hatten wir immer nur Game drives ohne Tracker. Da musste der Fahrer fahren UND Tiere finden.
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Das Wetter war noch etwas verhalten, es hatte hier am Vortag geschüttet und gewittert, nun war es zwar einigermaßen trocken, aber Regenponchos haben wir doch zwischendurch mal kurz gebraucht. Das Pärchen, das schon den zweiten Tag im Camp war, hatte am Vortag so richtig Pech – erst waren keine Ponchos im Auto, sie waren also pitschnass, und dann waren auch die Tiere nicht so richtig dazu aufgelegt, sich sehen zu lassen. Wir hatten auch keine spektakulären Sichtungen, sondern eher die üblichen Verdächtigen:
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Als es schon dämmrig wurde, hat Wonderboy Spuren von Nashörnern gefunden und sie tatsächlich dann auch aufgespürt – eine Familie mit Vater, Mutter und Kind. Wir haben sie ein bisschen beobachtet und fotografiert, aber zu lange wollte Isaac nicht bleiben, damit sie nicht verschreckt werden.
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Man merkte, dass die beiden unbedingt Löwen oder Leoparden oder Geparden (kurz: Katzen) finden wollten für die Touristen, dabei wäre das zumindest für uns beide gar nicht nötig gewesen. Wir waren zufrieden mit dem, was wir hatten. Für das dritte Pärchen im Auto, die das anscheinend noch nicht so oft gemacht hatten, war es aber anscheinend wichtiger – mehr dazu morgen.
Wie auch immer, machen kann man ja eh nix, man sieht, was man sieht. Gegen 20:00h waren wir zurück im Camp, wurden kurz von Isaac zum Zelt gebracht und konnten uns frischmachen. Das Camp ist romatisch beleuchtet, überall an den Wegen, vor und in den Zelten brennen Petroleumlampen. 10 Minuten später stand er wieder vor der Tür, um uns abzuholen – im Gänsemarsch ging’s dann mit allen Gästen zurück zum Hauptzelt. Der Koch Robert hatte das Essen schon fertig – es gab Braai, also Gegrilltes vom Feuer. Denn auch die Küche hat hier keinen Strom, gekocht wird vor allem auf dem Lagerfeuer (ob es noch einen versteckten Gasherd irgendwo gibt, weiß ich nicht). Neben dem Fleisch gab es leckeres Gemüse und Pap, sowas wie Polenta und DIE Standardbeilage im südlichen Afrika. Wir haben uns beim Essen mit den anderen Gästen und Isaac unterhalten (der Guide sitzt in der Regel immer mit am Tisch, oder der Manager, wer hatl gerade da ist). Um 21:30h war dann der Abend zuende, wir sind wieder im Gänsemarsch und mit Geleitschutz zu den Zelten gelaufen und haben schnell geschlafen – einige haben wohl noch ein paar Tiere gehört, gerüchteweise waren da Hyänen, aber ich höre ja nix, wenn ich schlafe.
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Tag 16 – Panoramaroute

Nach einem leckeren Frühstück mit selbstgebackenen Brötchen und Laugenstangen (deutsche Betreiber…) ging es auf die Panoramaroute, wir haben einfach mal die Aussichtspunkte abgeklappert. Man zahlt an jedem einzeln Eintritt, aber es sind immer nur 50ct bis 1 EUR pro Person, das hält sich also in Grenzen.
Es erwarten uns neue „Gefahren“, ausnahmsweise mal nicht wilde Tiere:
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Also sind wir mal schön vorsichtig 🙂 und schauen uns zunächst den „Pinnacle“ an, einen Felsturm mitten in einer Schlucht. Tiere gibt’s aber auch:
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Weiter zum nächsten Punkt, God’s Window. Dieser ist deutlich beliebter als der erste, sprich: es stehen mehr Busse da und es gibt mehr Verkaufsstände. Trotzdem schön, und da gerade eine Bus-Gruppe zurück zum Parkplatz läuft und keine neue in Sicht ist, ist es auch nicht zu voll.
Haupt-Aussichtspunkt:
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Von dort aus kann man ein Stück durch den Regenwald laufen, erst ein Stück bergauf, danach dann über Stock und Stein und Stege mitten durch’s Grün:
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Oben wieder ein schöner Aussichtspunkt mit exotischen Pflanzen:
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Man kann auch die Verkaufsstände sehen von hier aus, aber gefühlt sind sie gaaaaanz weit weg:
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Wir laufen noch ein Stück weiter, es wird offener und nochmal ganz anders… und dann geht’s auf dem gleichen Weg wieder zurück zum Auto, wir waren ca. 45min. unterwegs, schätze ich.
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Ein paar Kilometer weiter biegen wir zu den Berlin Falls ab – es gibt hier an jeder Ecker Wasserfälle, wir haben uns erstmal für diese entschieden, weil es ab mittags gewittern soll und wir auf jeden Fall bis zum Ende der Panoramaroute kommen wollen, also mit Sicht und ohne Regen. Wir müssen eh den gleichen Weg zurück, da können wir bei Bedarf auch später noch weitere Wasserfälle abklappern.
Also, Berlin Falls. Schön, aber nicht spektakulär, mit lustigen Vögeln (die ich noch nicht in meinem Buch gefunden habe) und natürlich wieder Verkaufsständen. Wenn ich wüsste, was ich mit den Tüchern machen soll, hätte ich ja vielleicht wirklich eins gekauft, es gab echt schöne. Aber irgendwie brauche ich das für nix.
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Die Landschaft drumherum sieht extrem un-exotisch aus, aber es ist sehr schön ruhig und idyllisch, das soll also keine Beschwerde sein.
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Wir fahren nach ein paar Minuten weiter und sind ein paar Kilometer unterwegs…
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…bis zum Lowveld viewpoint – der ausnahmsweise mal nichts kostet und wohl auch weniger frequentiert wird, es gibt jedenfalls nur drei oder vier mobile Verkaufsstände, das ist ein relativ sicheres Zeichen.
Dabei finden wir diesen Punkt viel beeindruckender als die letzten, und dann haben wir ihn auch noch ganz für uns alleine, von ein paar Echsen und Käfern abgesehen…
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Wir haben hier gesessen, bis es uns zu heiß wurde. Schatten gibt es nämlich keinen, und bei 34 Grad ist das dann doch schnell unangenehm.
Zurück ins Auto – ach nee, erst noch einen Elefanten kaufen. Oder war’s hier ein Nashorn? Ich weiß nicht mehr, ist ja auch egal, die Verkäuferin hat sich jedenfalls gefreut. Ich kaufe lieber bei den Ständen an den kleinen Aussichtspunkten, die bekommen weniger Bustouristen ab. Überall stehen übrigens offizielle Schilder, dass die Frauen aus den umliegenden Dörfern kommen und man diese dadurch unterstützt. Mache ich dann umso lieber…
Letzter Aussichtspunkt für heute: Three Rondavels. Das sind diese drei Huppel, wir hatten kein perfektes Licht dafür, aber da im Hintergrund schon die dunklen Wolken aufzogen, wollten wir nicht länger warten. Auch hier: viel Betrieb, diverse Busse, bestimmt 25 Verkaufsstände. Haben wir jetzt aber ignoriert, die hatten eh nicht die Art von Elefanten, die ich wollte.
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Touristen verlernen ja immer gerne temporär die Fähigkeit zu lesen – gerne kombiniert mit „ich muss noch ein Selfie machen“. wo die immer alle so rumturnen…
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Etwas links von den Rondavels sieht man den Blyde River und den Stausee, im Moment nicht sonderlich voll.
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Auch hier waren wir eine Weile, aber unendlich lange konnten und wollten wir die drei Huppel auch nicht anstarren. Mehr ist hier dann auch nicht, also konnten wir guten Gewissens weiter- bzw. zurückfahren. Da mir inzwischen wirklich warm war und ich irgendwie ein bisschen Kreislauf hatte, haben wir den letzten verbleibenden Punkt „Burkes Luck Potholes“ ausgelassen, den wir auf dem Hinweg schon übersprungen hatten, und sind direkt zum Mittagessen gefahren.
Schon aus dem Südafrikaforum, und dann nochmal von Rainer, hatten wir den Tipp, zu r Potluck Boskombuis zu fahren. Es ist groß ausgeschildert, aber trotzdem nicht überfüllt und sehr idyllisch am Fluss gelegen. Eher rustikal, aber genau dadurch so nett.
Ansicht von der Straße:
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Und dann von Nahem:
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Rundherum ist NICHTS als Landschaft, und nur so kann man sich so eine Toilette leisten:
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wir haben dort eine junge nach Australien ausgewanderte Deutsche und zwei ältere Südafrikaner getroffen – die beiden Einheimischen haben Maria aufgegabelt, die ein bisschen spontan-unvorbereitet nach Südafrika gekommen war und von einem Guide ausgenommen wurde. Jetzt ist sie mit den beiden unterwegs und sie passen auf sie auf, bis sie sie am Freitag wieder zum Flughafen bringen. Wie das hier so immer läuft – wir kamen ins Gespräch, haben uns etwas später an deren Tisch gesetzt, sind bei einsetzendem Regen gemeinsam an einen Tisch unter dem Dach umgezogen und haben gemeinsam den Regen ausgesessen bei Kaffee und Schwarzwälder Kirschtorte (oder was man in Südafrika so dafür hält – immerhin mit Schokolade, Sahne und Kirschen).
Und trotz Küche unter freiem Himmel, auch die Boskombuis ist im 21. Jahrhundert angekommen:
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Kurz nachdem wir wieder auf der Straße waren, fing es an zu regnen. Und dann zu hageln. Und da wir recht hoch sind, waren wir schließlich in der Wolke. Sicht war praktisch nicht mehr vorhanden, so ungefähr sah es aus:
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Aus unserer Hütte hatten wir entsprechend wenig Ausblick…
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…und so haben wir ein bisschen ausgeruht (was heißt: Frank schläft und ich tippe was für den Blog), bis es Zeit war, zum Essen aufzubrechen. Fensterplatz wegen der Aussicht und so… bloß war natürlich auch da nix mit Aussicht:
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Aber das Essen war großartig und die Chefin und die Kellnerin haben sich sehr bemüht, mir was glutenfreies anzubieten – nachdem die ersten beiden Suppen nicht gingen, sie haben das akribisch geprüft, gab’s dann leckeren kross gebratenen Halloumi und Salat. Als Hauptgericht hatten wir beide das Lammcurry, ich mit Reis und Frank im Brot-Schälchen:
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Wir haben relativ lange dort gesessen, mit der Besitzerin geplaudert, Kaffee getrunken und uns schließlich raus in die Wolke gewagt. Mit Nebenscheinwerfer und laufender Warnblinkanlage sind wir zurückgeschlichen, immer enorm konzentriert auf den weißen Mittelstreifen, sonst gab es nichts, woran man sich orientieren konnte. Meine größte Sorge war, dass mir Leute vor’s Auto laufen – zum Glück waren nur noch ganz wenige unterwegs, aber ich war doch froh, als wir endlich die vier Kilometer geschafft hatten.
Kamin an, Fotos sortieren, Blog schreiben und Fotos hochladen – das war das Programm des restlichen Abends.

Tag 15 – Mlilwane nach Graskop

Beim frühen Frühstück (zum Glück ist wenigstens EINE der Busgruppen schon unterwegs) freuen wir uns, dass wir NICHT an dem anderen Ecktisch sitzen – da kann man nämlich die Schildkröten sehen, die vom Personal angefüttert werden, und das führt zu größeren Menschenansammlungen in der Ecke.
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Anschließend packen wir schnell, checken aus und lassen uns die Ausfahrerlaubnis ausstellen. Auf den nun schon bekannten Wegen geht es über die Antilopenwiesen und den Keine-Hippos-aber-Krokos-Pool zum Ausgang. Noch ein paar Pumbas/Pumbinis, das Krokodil 5m weiter sowie die Kuhantilopen-Gruppe zum Abschluss:
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Die Fahrt zur Grenze ist kurz und schmerzlos, sieht links und rechts immer noch aus wie in den Alpen, nur die Häuser sind anders:
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An der Grenze sind wir wieder extrem schnell durch, Frank muss immerhin in die Kamera gucken und seine Fingerabdrücke scannen lassen, an meinem Schalter fehlt das und ich bekomme die Stempel trotzdem.
In Südafrika sieht es landschaftlich jetzt nicht sonderlich anders aus, es gibt wenig Orte um umso mehr Bäume:
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Wir kommen in ein heftiges Gewitter mit Regen, den man irgendwie in Afrika nicht direkt vermuten würde (aber es ist eben nicht ganz Afrika eine Wüste – schon klar, aber halt im Kopf oft anders verankert). Zum Glück sind wir gerade kurz vor Sabie, also halten wir dort erstmal an und setzen uns in einen Buchladen mit Café.
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Nach einem schnellen Einkauf im Spar und im Bottle Store (wir brauchen Savanna und Bier und Gin Tonic) fahren wir einen kurzen Abstecher zu den Bridal Veil Falls. Nicht weltbewegend, aber sehr hübsch. Hätten wir gewusst, dass der Weg doch länger als 50m ist, hätten wir noch andere Schuhe angezogen, immerhin waren wir aber nicht in Flipflops unterwegs wie die zwei Pärchen, die uns entgegenkamen.
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Wie an jedem Sightseeing-Punkt der Panorama-Route stehen hier mehrere Verkaufsstände mit Figuren, Schmuck, Körben und Holzschalen. Wir kaufen (geplant, sie haben uns nicht überredet) einen Elefanten und eine Giraffe, an zwei verschiedenen Ständen, so dass beide was verdienen. Ich steige dann nochmal aus dem Auto aus und kaufe doch noch eine Holzschale, die ich wirklich schön finde. Passt nicht zu unserer Einrichtung, aber dann kommt sie halt nur beim Afrika-Fotos-Gucken zum Einsatz, oder ich stelle sie ins Büro oder so.
Nachdem also auch das Souvenir-Shopping für heute beendet ist, fahren wir die letzte halbe Stunde bis nach Graskop, wo wir im Gästehaus „Zur alten Mine“ übernachten.Wir richten uns in unserer Blockhütte ein, mit Blick auf den Teich und die Berge im Hintergrund.
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Jetzt wären wir bereit für einen Kaffee, aber wenn möglich nicht einen Pulverkaffee aus dem Tütchen. Daher machen wir uns auf und erkunden Graskop – keine allzu lange Tour, der Ort ist überschaubar groß. Leider gibt es hier kein Café, daher gucken wir, ob es bei der Big Swing (ähnlich wie Bungee Jumping, nur vom Rand der Schlucht aus) oder dem Gorge Lift (einem Fahrstuhl in die Schlucht) vielleicht eine Möglichkeit gibt. Jein – das Restaurant beim Big Swing hat noch geschlossen, das beim Lift hat schon geschlossen. Also noch ein Stück weiter, und wir landen im Restaurant von „Panorama Chalets“ – ein Glücksgriff, hier ist der Kaffee lecker und die Aussicht phantastisch.
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Wir fahren noch schnell zurück ins Häuschen, ziehen uns was anderes an und gehen dann im Glass House essen – eine Empfehlung unseres Gastgebers Rainer und auch einiger anderer Gäste, die wir unterwegs getroffen haben. Und sie haben Recht, das Essen ist hervorragend (Steak für mich, Bobotie für Frank). Würden wir jederzeit wieder hingehen, wir hatten erst überlegt, hier morgen nochmal zu essen, aber nachdem das Panorama beim Kaffee so toll war, haben wir da schon einen Tisch für 18h morgen reserviert, am Fenster, wegen der Aussicht. Spoiler: war nix mit Aussicht… (der allwissende Erzähler weiß das schon).

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