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Tag 20 – Hop on, hop off San Francisco II

Der Plan heute war: schnelles Cornflakes-Frühstück im Hotel (Frank darf auch einen Bagel essen, klar, Cornflakes nutzen wir als Synonym für das „light continental breakfast“, das die meisten unserer Motels anbieten).
Hat nicht ganz geklappt, dafür haben wir unsere gute Tat für heute getan. Im Frühstücksraum waren heute fast nur Deutsche, ich habe dann mal in die Runde gefragt, ob jemand zufällig gerade seine Reise startet und eine Styropor-Kühlbox haben möchte. Wir brauchen die ja nicht mehr, und wegschmeißen muss nicht sein, wenn sie noch jemand brauchen kann. Ja, das Pärchen, mit dem wir am Tisch saßen, wollte. Also Box holen, Instruktionen geben – offensichtlich waren sie das erste Mal in den USA, weil sie nicht wussten, dass es in jedem Hotel Eismaschinen gibt…
Aber noch viel mehr Zeit hat uns ein älterer Herr gekostet. Er ist 88, mit seiner Frau unterwegs, und sein Autofenster ging nicht mehr zu. Das hat noch ein anderer deutscher Tourist mit ihm geprüft – wirklich, kaputt. Dann ist der ältere Herr an die Rezeption gegangen, ich habe irgendwann seine Frau gefragt, ob er Englisch kann. Nö, kann er nicht. Also habe ich mich angeboten, zu übersetzen. Habe dann mit dem Autovermieter gesprochen, er muss das Auto hinbringen und bekommt ein neues. Problem: er meinte, er würde den Flughafen nicht finden. Oha… und außer yes/no kann er kein Englisch. Na gut, ich habe ihm dann auf der Karte eingezeichnet, wie er zum Flughafen kommt. Ist tatsächlich einfach von hier. Dann fiel ihm ein, dass er nicht weiß, ob er das Zimmer schon bezahlt hat oder nicht. Habe ich auch noch gefragt. Ach ja, und seine Zimmerkarte ginge nicht, ob ich mal… klar, kann ich auch fragen. Und mit ihm dann auch noch ausprobieren.
Er hatte uns sogar gefragt, ob wir ihn zum Flughafen fahren würden, mit seinem Auto, er würde das auch bezahlen. Das mussten wir leider ablehnen, so leid es mir tat, denn das hätte uns ja doch wertvolle Urlaubszeit gekostet. Aber ich hatte ein schlechtes Gewissen… er hat mich an meinen Opa erinnert, der wäre hier genauso hilflos. Keine Ahnung, wie der gute Mann das machen will, hier in SF sind ja noch viele deutsche Touristen, das ist aber nicht immer der Fall. Gut, Hotels buchen geht vermutlich auch mit Kreditkarte hinlegen, in Restaurants kann man auf irgendwas auf der Karte zeigen, tanken wird er auch hinbekommen (obwohl es da diverse Fallstricke gibt, aber er kann ja hilflos gucken und jemanden am Ärmel zupfen).
Jetzt aber wieder zurück zu unserem eigentlichen Tagesplan – mit unserem Rubbel-Los-Ticket haben wir einen Bus bis zur nächsten Cable Car-Haltestelle genommen. Tipp in allen Reiseführern ist, dass man nicht an den Endhaltestellen einsteigt, weil da lange Schlangen stehen. Die Wagen werden immer nur halb voll gemacht (oder nur jeder zweite richtig voll, bin nicht sicher), damit man auch an anderen Haltestellen eine Chance hat, mitzukommen.
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Also sind wir in die Powell-Hyde-Linie sehr gut reingekommen, ohne Wartezeit. Natürlich mussten wir außen mitfahren, erst im Sitzen, dann im Stehen auf den Trittbrettern außen am Wagen. Fühlt sich erst komisch an, aber macht seeeeehr viel Spaß. Vor allem, wenn es dann die richtigen Hügel rauf und runter geht… Kann man nur etwas schlecht fotografieren 😉
An der Endhaltestelle werden die Cablecars von Hand umgedreht, bevor es in die Gegenrichtung weitergeht:
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Erstes Zwischenziel war der Union Square, an dem die letzte verbliebene Bustour startet, der Parks & Beaches Loop. Leider war die Schlange hier ewig lang, wir wären mit dem nächsten Bus gar nicht mehr mitgekommen. Also haben wir erstmal den Walgreens Flaship-Store besucht und ich habe mir einen Kaffee geholt, wir haben kurz von der obersten Etage von Macy’s aus einen Blick auf den Union Square geworfen, dann sind wir ein paar Stationen mit dem Cable Car den Berg hochgefahren, ich bin dann gelaufen und Frank hat auf ein Cable Car zurück gewartet (ich war schneller *g*).
Inzwischen hatte sich eine neue, aber noch sehr kurze Schlange gebildet (der Einweiser hatte uns gesagt, ab wann die nächste Schlange gebildet wird), dort haben wir ein bisschen gewartet, das kostenlose WLAN genutzt und Leute beobachtet.
Die Tour startete dann pünktlich um 12. Das erste Stück war nicht so spannend, das kannten wir im Grunde schon, bis zum Golden Gate Park, den kannten wir nicht. Er ist 20% größer als der Central Park in New York, komplett auf ehemaligen und mit Kuh- und Pferdemist fruchtbar gemachten Sanddünen.
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Fun fact: John McLaren, der den Park geplant und umgesetzt hat, wollte keine Statuen. Da er sich nicht durchsetzen konnte, hat er sie konsequent mit schnell, hoch und dicht wachsenden Bäumen umgeben – damit waren sie aus dem Blickfeld verschwunden. Er war eh etwas renitent und hat sich z.B. 26 Jahre lang geweigert, sich zur Ruhe zu setzen – bis er 96 war!
Die Tour führte bis zu Küste, der Strand ist hier echt beeindruckend breit und eeeeewig lang, bisschen frisch allerdings zum Baden…
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Wie haben den Bus am Stopp „Haights Ashbury“ verlassen. Das ist der Stadtteil mit den ganzen Hippies, oder war es zumindest, da wollten wir mal ein bisschen gucken.
Aber erst gab’s Mittagessen – beim Wholefoods (einem Bio-Supermarkt) haben wir uns Salate geholt und draussen in die Sonne gesetzt. Hier sind wir mit zwei anderen Gästen ins Gespräch gekommen, unter anderem haben wir uns über Erdbeben im Allgemeinen und über das vor drei Wochen unterhalten. Und was finde ich raus? Ich hatte einen Zeitzonenrechenfehler. Ich bin nämlich nachts doch wach geworden und habe das Wackeln gespürt – aber ich hatte das nur in deutschen Medien mit Uhrzeit gesehen, und zwar deutsche Zeit. Fälschlicherweise dachte ich, dass es irgendwann vormittags war… tja, kann ich das auch auf die Liste der Erlebnisse schreiben: Erdbeben – check.
Haight Ashbury hat uns nicht so überzeugt: Hippies waren da eher weniger, dafür viele Obdachlose (davon gibt es überhaupt sehr viele hier in SF) und merkwürdige Gestalten. An jeder zweiten Ecke riecht es merkwürdig (na gut, das ist dann vielleicht ein bisschen hippie-ig?), und es gibt zahlreiche Geschäfte mit Batikklamotten und/oder indisch-tibetisch-fernöstlichem Kram. Naja, haben wir gesehen, reicht dann auch.
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Wir sind die Haight Street weiter runter gelaufen, dann kommt man mehr oder weniger am Alamo Square raus. Die Tourbusse dürfen da seit Kurzem nicht mehr hinfahren, die Anwohner haben das offensichtlich durchgesetzt. Schauen wir uns die Painted Ladies halt zu Fuß an, kein Problem. Selbst die Hügel halten sich hier mal in Grenzen 😉
Die Painted Ladies sind sieben bunte viktorianische Häuser – eins davon nimmt den Namen gerade etwas sehr wörtlich und ist daher eingerüstet, aber sie machen sich schon gut vor dem Hintergrund „SF Skyline“.
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In dieser Gegend gibt es noch ganz viele weitere (teilweise noch deutlich reicher verzierte) solche Häuser, hier hat es uns gut gefallen und wir sind gemütlich im Zickzack zur nächsten Bushaltestelle in Richtung nächstes Ziel gebummelt…
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Nochmal das Ferry Terminal, noch ein cinamon roll – weil die doch sooooooo lecker sind! Zum Ausgleich sind wir dann von dort aus, also von Pier 1/2 (kein Scherz!) zu Fuss bis zum Pier 33 gelaufen, dort legen die Alcatraz-Fähren ab. Wir hatten im Voraus Tickets gekauft, das ist auch dringend nötig, vor Ort oder auch nur kurz vorher sind die normalerweise ausgebucht. Dementsprechend voll war es auch, wir haben ziemlich lange in der Schlange gestanden, die vor allem wohl daher kommt, dass alle durch diese nervigen „Touristen vor Fototapete“-Fotografierstation mussten. Wir haben gleich gesagt, dass wir das tolle Foto für 20 bzw. 30$ nicht kaufen und daher nicht fotografiert werden möchten – wenn, dann bitte vor dem echten Alcatraz, kein Foto vor’m Foto! Die Überfahrt selbst ist relativ kurz, 15 oder 20 Minuten vielleicht. Mit Blick auf die Insel, die Brücken und nach hinten raus natürlich auch auf die Skyline von San Francisco.
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Auf Alcatraz angekommen wurden wir gleich zum Beginn der Audiotour geschickt – dafür muss man erstmal ca. 13 Stockwerke einen Hügel hochlaufen, das ist hier so die gängige Maßeinheit. Habe ich in Deutschland noch nie gehört, klingt a) nachvollziehbarer, aber b) auch eindrucksvoller, oder?
Egal, oben angekommen geht die Schlange einmal rund um den ehemaligen „Ankunftsraum“, in dem die Häftlinge ihre gestreifte Kleidung bekommen und geduscht haben. Die Verteilung der Kopfhörer geht aber sehr schön schnell und effizient, also ging’s bald los.
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Die deutsche Übersetzung ist wirklich gut gelungen, sonst hätten wir auch wieder auf Englisch zurückgeschaltet. Von Station durch Station wird man durch das Zellengebäude geführt, hört von den üblichen Tagesabläufen, besonderen Häftlingen, natürlich auch den Ausbruchsversuchen… sehr interessant! Der Film über den Ausbruch kommt auf die „was wir nach dem Urlaub (nochmal) sehen müssen“-Liste.
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Nach der Audio-Tour sind wir noch in die verbliebenen für den Publikumsverkehr geöffneten anderen drei Ecken der Insel gelaufen, leider ist ein größerer Teil saisonal gesperrt, um den Vögeln der Insel dort Ruhe zu gönnen. Also sind wir mit dem vorletzten Schiff des Tages wieder gen Festland gestartet, Frank an Deck, ich Weichei unten, wo’s warm war.
Zurück an Pier 33 ging es mit etwas Verzögerung – 2 Bahnen waren voll, eine nicht im Dienst – in einem historischen „Streetcar“, sprich Straßenbahn, in Richtung Market Street. Die, die uns schließlich mitgenommen hat, war von 1930 oder so. Anschließend sind wir mit zwei Cablecars zur Lombardstreet gefahren, das ist DAS Fotomotiv (neben der Golden Gate Bridge) in SF, das alle Touristen knipsen. Hier wird diese Ecke der sehr sehr langen Lombardstreet übrigens fast immer „crookedest street“ genannt, die kurvenreichste Straße von SF oder Kalifornien oder der USA oder vielleicht sogar der Welt, ich weiß es nicht genau.
Wir haben das leider nicht bei vollem Sonnenlicht geschafft, aber runterlaufen (anstrengend), Fotos machen und wieder rauflaufen (auch nicht ganz ohne) geht auch danach noch. Wenn man noch ein bisschen wartet, dann gibt’s auch Lombard Street in der Dämmerung:
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Inzwischen war es empfindlich frisch, daher sind wir mit Cablecar und Bus zur Chestnut Street in unmittelbarer Nähe unseres Hotels gefahren. Das hatten wir uns schon gestern vorgenommen, als wir dort aus dem Bus gestiegen waren. Ein klares Ziel hatten wir nicht, außer „Abendessen“. Einfach die Straße langlaufen und gucken, wo es lecker aussieht und/oder riecht. Auf diese Weise sind wir „Blackwood“ gelandet, einem Restaurant mit Thai American Fusion-Küche, also Thai mit amerikanischem Einschlag. Sehr würzige, leckere, sättigende Reisnudeln mit Gemüse, unterschiedlich gewürzt, gute Entscheidung. Nur das Eis in der Cola hätte ich abbestellen sollen – das hat nun wirklich nicht gegen die innere Kälte geholfen.
Damit war der Tag und auch unser Aufenthalt in San Francisco so gut wie zuende. Ab ins Hotel, Koffer packen und wiegen (die Fischwaage, aufmerksame Leser werden sich erinnern, die anderen können bei den Vorbereitungen zu „Rocks’n’Roads“ nachlesen).
Unser Fazit zu San Francisco: Ja, ganz nett, aber irgendwie ist der Funke nicht so richtig übergesprungen. Wir mögen die Golden Gate Bridge, die sieht vor allem bei blauem Himmel oder nachts echt toll aus. Wir mögen auch die Cable Cars und die viktorianischen Häuser und die Market Street, weil die uns an Manhattan erinnert. Wenn es sich ergibt, dann kommen wir bestimmt auch nochmal her, aber es ist nichtmal ansatzweise Konkurrenz zu New York!!

Tag 19 – Hop on, hop off San Francisco I

Der Tag fing an, wie der letzte aufgehört hat – mit einem netten Plauderstündchen mit Victor und Billy auf der Terrasse, bei einem leckeren Kaffee. Unter anderem haben wir eine tolle App empfohlen bekommen (hätten wir die mal früher gekannt – bubbli, damit macht man Rundum-Aufnahmen und kann sich dann anschließend 360 Grad durch diese „Kugel“ bewegen. Schwer zu beschreiben… Außerdem haben wir uns auch eine Empfehlung für ein leckeres Frühstück geholt.
Gegen 9h sind wir endlich losgefahren, nur drei Blocks weiter zu „Fred’s“ (Namensänhlichkeiten mit mir persönlich bekannten Personen sind rein zufällig *g*). Das scheint wirklich eine Frühstücks-Institution zu sein, und – von uns sehr begrüßt – eine von den eher selteneren Lokalitäten, in denen Gäste zusammengesetzt werden, wenn noch Platz am Tisch ist. Kam uns sehr gelegen, so konnten wir uns nett mit einem älteren Ehepaar aus der Redwood-Ecke von Kalifornien unterhalten. Victor, Billy und Anthony hatten uns nicht nur das Lokal, sondern auch eine Spezialität empfohlen: Milionaire’s Bacon, das ist extra-dicker Bacon, der mit Ahornsirup und Gewürzen süß-pikant gewürzt und dann gebraten wird. Mjam… ungesund, aber lecker. Reicht bis zum Abendessen, aber das macht uns ja nix.
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Es folgte wiederum eine Stunde später die Fahrt über die Golden Gate Bridge, wie gewünscht mit Nebel, nur dass hier Nebel anders aussieht, als wir uns das gedacht hatten – nämlich wie Wolken. Nix ist mit „Brücke unten im Nebel, oben gucken die Pfeiler raus“ und so:
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Da wir eh dran vorbeikamen, haben wir schnell im Motel La Luna Inn eingecheckt, wo wir die letzten beiden Nächte in Kalifornien verbringen. Von hier aus sind wir zu Fuß zur nächsten Station der Hop-on-hop-off-Busse gelaufen, wir hatten unter anderem deshalb die CitySightseeing Tours ausgewählt – und weil sie die besten Routen bzw. mehrere einzelne Runden statt einer großen haben UND weil wir einen 20%-Gutschein hatten – den hätten wir sicherlich aber auch für alle anderen Anbieter gefunden.
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Die ersten drei Stopps durften wir ohne Ticket fahren, bis zur Fisherman’s Wharf. Dort starten die meisten Touren und dort befinden sich auch die Ticketverkaufsstellen. Wir hatten uns schon vorher für das 48h-Ticket entschieden, inklusive aller Routen und (von uns aus Zeitgründen nicht genutzt) einer Stunde Mietfahrrad. Wir sind direkt gestartet mit dem Downtown-Loop, für den ersten Überblick sind wir erstmal gar nicht ausgestiegen, sondern die komplette Runde mitgefahren.
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Naja, fast, bis zur vorletzten Station. Dort sind wir einmal über die Touristenmeile „Fisherman’s Wharf“ geschlendert. Ist nett, wirkt aber doch sehr künstlich. Ein bisschen wie in Las Vegas, aber da IST ja auch alles künstlich 🙂 Naja, das war ja auch zu erwarten, wir wollten’s ja nur mal gesehen haben. Souvenirs kaufen wir eh nicht – jedenfalls nicht die, die es hier gibt, sondern leckere Peanutbutter-M&Ms und Tortendekozubehör.
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Nett waren die Seelöwen am Pier 39 – wenn auch nichts Neues, wir hatten ja am Anfang in Monterey schon welche. Aber denen könnte ich stundenlang zuschauen, Seehunde und -löwen waren früher als Kind meine Lieblingstiere im Zoo.
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Weiter ging’s mit dem Bus, diesmal der Golden Gate Bridge-Loop, weil immer noch so schönes Wetter war und uns noch ein schöner Aussichtspunkt fehlte. Keine Ahnung, ob wir gestern nur zu blind waren, wir haben jedenfalls keine Möglichkeit gesehen, aus unserer Richtung mit dem Auto dorthin zu kommen. Hier also nochmal „auf der Brücke“, diesmal mit blauem Himmel, und eine weitere Postkartenperspektive:
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Auch der Rest des Loops war schön, unter anderem geht es durch den/die/das Presidio, früher gehörte das dem Militär, heute ist es ein schöner Park mit vielen exklusiv-teuren Häuschen und diversen Museen und Firmen, die dort residieren. U.a. hat George Lucas dort lange mit seiner Firma gesessen, mit Blick auf den Palsce of Fine Arts – die Legende sagt, dass das die Inspiration für R2D2 war 🙂
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Zurück an der Fisherman’s Wharf sind wir nochmal in den Downtown-Bus gehüpft, allerdings diesmal eher als Verkehrsmittel – wir wollten zum Ferry Building, ein glutenfreies Cinnamon Roll ist ein unwiederstehlicher Grund.
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Von dort sind wir zu Fuß weitergelaufen, erst zur Muni-Station, um ein Tagesticket für morgen zu kaufen (15$, wobei eine Fahrt mit dem Cable Car schon 6$ kostet – das lohnt sich also auf jeden Fall, wir müssen ja morgens in die Stadt und uns ggfs. zwischendurch nochmal von A nach B bewegen, abseits der Tourbus-Routen). Die Tickets finde ich witzig, aber auch gefährlich – man kratzt wie bei einem Rubbellos den Monat und Tag frei, an dem man es nutzen möchte. Die haben wir erstmal sehr sorgfältig weggepackt, damit sich da nichts aus Versehen freikratzt, was nicht passt…
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Weiterhin zu Fuß sind wir im Zickzack auf den Coit-Tower zugesteuert. Also links-rechts-zickzack, ansonsten ging es ohne Zick und Zack bergauf. Erst steile Straßen, dann noch ein paar Treppen.
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Aber die Aussicht lohnt den Aufwand, man kann sowohl die Golden Gate Bridge als auch die Baybridge sehen, dazu diverse Hügel der Stadt…
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Auf den Turm konnten wir nicht mehr, aber immerhin in die Lobby mit Wandmalereien aus dem täglichen Leben in San Francisco Anfang des 20. Jahrhunderts.
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Anschließend ging es unzählige Treppen runter zurück zum Fisherman’s Wharf, dort startet die Nachttour von CitySightseeing. OK, Nacht ist relativ, es war 18:30h und noch lange nicht dunkel. Aber egal, die Route ist eine andere, hier sieht man Ecken, die in den anderen Touren nicht enthalten sind. Unser Tourguide Luca war einer von der lustigen Sorte, während die anderen beiden eher nüchtern (aber nicht weniger interessant) erzählt haben, was es so zu erzählen gab.
Wir haben den ganzen Tag immer wieder einzelne Kleidungsschichten an- und aus- und umgezogen, je nach Sonnenstand und Aktivität. Das hatten wir gelesen, aber auch nochmal als guten Rat von Victor und Billy mitbekommen. Immer mehrere Schichten Kleidung tragen, das geht hier nicht anders. Bei der Nachttour hatten wir dann alle verfügbaren Schichten an, aber kalt war’s am Ende trotzdem. Zum Aufwärmen habe ich mir einen Starbucks-Kaffee gegönnt (weil es nichts anderes in der Nähe gab und man dort in Ruhe sitzen kann), Frank hat stattdessen einen In-n-out-Burger gegessen, eine Westküsten-Kette, die alles frisch macht aus qualitativ hochwertigen Zutaten. Sein Urteil: immer noch ein Ketten-Burger, aber ein sehr sehr guter.
Langer Tag, daher sind wir danach nur noch bis zum öffentlichen Bus gelaufen, haben uns zur Chestnut Street fahren lassen, sind dort noch drei Blocks gelaufen (schonmal gucken für morgen, da will ich hier essen gehen) und haben im Walgreens noch Milch für meine Abendessen-Cornflakes gekauft. Die müssen weg, im Koffer würden die nur zerkrümelt. Und glutenfreien Burger wollte ich nicht, so groß war der Hunger nicht.

Tag 18 – Heading south

Da wir bald an dem Punkt sind, an dem wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen wollen, machen wir jetzt mal was anderes. Nämlich nach Süden fahren, heute war ein längerer Fahrtag, aber trotzdem mit ein paar netten Zwischenstopps.
Philipsville war noch sehr – hm – sagen wir mal ruhig, um nicht das Wort „ausgestorben“ zu benutzen, als wir um 7:55h abgefahren sind. Frühstück gibt’s hier eh nicht, wir hatten die Wahl zwischen a) 3 Meilen zurück zum nächsten Ort zu fahren, in dem es ein Frühstücks-Diner gibt, und b) weiterfahren, unterwegs was kaufen und essen. Wir haben uns für (b) entschieden, vor allem aus Zeitgründen, denn die gut 200 Meilen bis Sausalito wollten wir ja nicht komplett am Stück und auf dem Freeway fahren.
Wieder mal waren wir überrascht, dass es hier in fast jedem noch so kleinen Dorf ein Espresseo-Drive-Through gibt, mit wirklich gutem Kaffee. Direkt daneben war ein Supermarkt, also konnten wir das alles in einem Rutsch erledigen. Gefrühstückt haben wir dann irgendwo im Nirgendwo mit Blick auf einen Fluss, ich glaube es war immer noch der Smith River.
Wir freuen uns immer wieder über die Schilder, die die Amerikaner so aufstellen. Neben meiner Sammlung von „Achtung, [Bild von Tier] kreuzt die Straße“-Schildern gibt es unzählige Hinweise, Verbote oder Anweisungen, die uns zum Lachen bringen. Heute war es dieses hier:
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Endlich sagt das mal jemand!!! Also, merkt euch das, NICHT losfahren, wenn der Schlauch noch im Tank hängt!
Aus einem kostenlosen Magazin mit Tipps für die Region hatte ich einen alteingesessenes, weithin bekanntes Geschäft rausgesucht, Mom’s Apple Pie. Ist mal aus der Not raus geboren worden, dass sich die Äpfel der Farm nicht gewinnbringend verkaufen ließen – erst in Teig verpackt lief das Geschäft. Dort hat sich Frank sein Mittagessen ausgesucht (Apfelkuchen, was sonst) und ich hatte somit einen zweiten Salat gewonnen, denn den hatten wir zusammen mit dem Frühstück schon gekauft. Hätte schlimmer kommen können, war ein sehr guter Salat 😉
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Als wir endlich an der Küste angekommen waren, sind wir zunächst nach Jenner gefahren und haben uns dort an der Steilküste mit Blick auf die Russian River-Mündung, den Pazifik, einen Gleitschirmflieger auf Augenhöhe und ein paar Surfer niedergelassen. Jetzt brauchen wir auch wieder Sonnenmilch, Sonnenbrille und Kopfbedeckung, das war in den letzten Tagen im Wald nicht nötig…
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Nach dem Picknick sind wir kurz nach Jenner gefahren, um uns im Visitor Center über die genauen Zeiten von Ebbe und Flut zu informieren. Leider war die Dame dort irgendwie nicht auf die Frage vorbereitet, sie hatte Mühe, den Gezeitenkalender zu lesen. Und das, obwohl hier die sogenannten tidal pools, die kleinen Tümpel mit Getier bei Ebbe, eine der Attraktionen sind… naja, wir haben’s dann gemeinsam rausgefunden. So ungefähr wussten wir ja schon, dass Ebbe am mittelspäten Nachmittag sein würde, ein bisschen Zeit war noch, aber das ließ sich nunmal nicht anders einrichten.
Ausgerüstet mit einer Karte und einer Beschreibung der besten tidal pool-Ecken sind wir aufgebrochen und haben uns unterwegs für den Carmet Beach entschieden. Großer Parkplatz, einfacher kurzer Abstieg ans Meer – klingt gut. War es auch. Frank hat mal wieder ein Schläfchen im Auto gehalten, während ich schonmal an den Strand gegangen bin, mich umgesehen und dann in Ruhe ein bisschen gelesen habe. Tidal pools waren nämlich noch keine da, war noch 2h zu früh.
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Irgendwann bin ich dann aber doch schonmal an die Wasserkante gestiefelt (fast wortwörtlich, Wanderschuhe auf Sand sind eigentlich doof, aber Wanderschuhe auf rauhen Felsen sind schon ganz praktisch). Die ersten muschelbewachsenen Felsen guckten aus dem Wasser, und nach und nach tauchten immer mehr davon auf. Erstmal wenig Getier, aber kurz nachdem Frank endlich dazugestoßen war, habe ich die ersten See-Anemonen (glaube ich zumindest, muss ich noch googeln) gefunden.
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Witzige Tiere, sehr fotogen, wenn sie „aufgeblättert“ unter Wasser sind, weniger hübsch, wenn sie sich zusammenziehen und von außen mit kleinen Steinchen tarnen – aber clever. Man sieht sie so kaum, vor allem die kleinen sehen aus wie eine Schicht Sand/Steine auf dem Felsen. Wenn man sie anstupst, bewegen sie sich aber, also muss man sehr vorsichtig sein, wo man hintritt.
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Anemonen sind nett, bunter Seetang auch, aber ich wollte unbedingt noch einen Seestern sehen. Also haben wir den Standort gewechselt und festgestellt, dass die rechte Seite der Bucht noch viel besser ist und dort viel mehr echte Pools zu finden sind. Hier gab’s dann viele weitere grüne und weiße Anemonen, verschiedenes Krebsgetier und endlich auch Seesterne. Allerdings brauchten wir ein bisschen Hilfe, zwei Männer hatten drei Stück gefunden und für ein Foto aus dem Wasser geholt. Ich hatte immer nach viel kleineren Tieren Ausschau gehalten – der Kleine war so etwa handgroß, die beiden anderen deutlich größer!
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Nachdem wir wussten, wie sie aussehen, haben wir auch jeder noch einen weiteren ziemlich großen gefunden, nur sind die Viecher schwer zu fotografieren, weil sie unten an großen Felsüberhängen wohnen. Die drei vom Foto sind übrigens natürlich wieder zurück ins Wasser verfrachtet worden, den kleinen habe ich dabei für ein schönes Foto mit Anemonen platziert… (s.o.)
Die Weiterfahrt war nicht mehr so spannend, waren auch nur noch etwas über 50 Meilen bis nach Sausalito. Wir hatten uns bei unseren Airbnb-Gastgebern angekündigt für 18-19h, wir wären auch tatsächlich gegen 18h da gewesen, wenn wir uns nicht kurzfristig überlegt hätten, dass wir bei sooooo blauem Himmel doch noch die Golden Gate Bridge mitnehmen. Das hat sich gelohnt – wir haben ja am Anfang des Urlaubs Brücke mit Wolken (bzw. Nebel, der aber aussieht wie Wolken) gemacht, jetzt haben wir das Postkartenmotiv mit der leuchtenden Brücke vor blauem Himmel. Von mehreren Aussichtspunkten aus an den Conzelman Road:
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und anschließend auch noch von Fort Baker aus:
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Somit waren wir um kurz nach 19h bei unserer Unterkunft und wurden von Billy, einem der WG-Bewohner, begrüßt. Das Haus liegt fast am Wasser, in einer untouristischen Hafengegend. Unser Zimmer ist toll, klein aber nett eingerichtet, es gibt eine Terrasse und wir können Küche und Bad nutzen… Nach ein bisschen Smalltalk haben wir Billy nach einer Restaurant-Empfehlung gefragt, er hat uns zum Fish geschickt – direkt um die Ecke, fünf Minuten zu Fuß, grandios leckere Fischgerichte. Gut, einige sind für mich direkt raus, alles paniert-frittierte und mit Sandwich ging nicht, aber ich hatte einen tollen weiße-Bohnen-Thunfisch-diverses-Gemüse-Salat, Frank ein Sandwich mit mariniertem Lachs. Das Restaurant ist maritim-rustikal, man bestellt das Essen am Tresen, Wasser gibt’s aus einfachen Gläsern, man sitzt auf Holzbänken – es war sooooo lecker, dass wir am liebsten morgen nochmal wiederkommen würden. Passt aber aus Zeitgründen leider nicht…
Danach haben wir unser Auto geholt und sind nochmal zu einem der Golden Gate Bridge-Aussichtspunkte gefahren. Vorher war es schon windig & frisch, jetzt ohne Sonne war daraus windig & kalt geworden. Und da Nachtfotos draußen sowieso nichts geworden wären, weil die Kamera gewackelt hätte, sind wir einfach im Auto sitzengeblieben und haben die Aussicht auf die Brücke mit Fast-Vollmond genossen. Und die Sonnen-/Mondblende runtergeklappt, weil das das Bild der Brücke gestört hat 😉
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Mit den besten Vorsätzen bezüglich „heute schreibe ich mal wieder was in den Blog“ sind wir zurück in unsere Unterkunft gefahren. War aber nix mit Schreiben, wir sind irgendwie mit unseren Gastgebern Victor, Billy und Anthony im Wohnflur gelandet und haben uns dort festgequatscht. Aber das ist ja gerade das Schöne an den Airbnb-Buchungen: man kommt mit Einheimischen in Kontakt. Da muss so ein Blog schonmal warten…

Tag 2 – Endlich San Francisco!

Es hat ja wie gesagt etwas gedauert, bis wir es endlich mal geschafft haben, nach SF zu kommen. Jetzt sind wir da und müssen uns erstmal orientieren. Bei der Vorbereitung hatte ich ein bisschen das Problem, dass ich erst zu sehr nach Geheimtipps gesucht habe. Dabei können wir relativ entspannt die Standard-Touristendige machen, der Rest kommt später. Damit werden wir locker die drei Tage rumbekommen, denke ich.

Nach einer erstaunlich langen Nacht (um 7h sind wir erst wach geworden) haben wir ein bisschen umgepackt, da ja einige Sachen ins Auto gehören. Dann ging’s los Richtung Golden Gate Bridge, auf dem Weg haben wir uns noch schnell einen Kaffee geholt. Den mit Haselnuss-Aroma, natürlich wie immer bei 7Eleven.

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Damit sind wir erstmal quer durch die Stadt gefahren und haben die Brücke ausgiebig fotografiert. Leider ohne blauen Himmel, zum Glück immerhin ohne Nebel. Wir kommen ja am Ende nochmal nach SF, dann versuchen wir Sonnenbilder zu bekommen, aber die Brücke ist auch so schon sehr eindrucksvoll. Noch schnell im Souvenirshop des National Park Service ein Nationalparkbuch kaufen, das wollte ich schon seit ewigen Zeiten, um meine Parkbesuche abstempeln zu können. Die aus den vergangenen Urlauben werde ich jetzt mal nachtragen (oder -malen? mal sehen).

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Nächster Halt: Baker Beach. Noch mehr Brückenfotos, diesmal aber von unten & weiter weg und mit Strand im Vordergrund. Auch schön, und die frische Luft tat nach dem Tag im Flugzeug richtig gut.

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T02_01 Weiter ging’s zum Union Square, eine Querstraße weiter haben wir erstmal im Café Mason was gegessen – das Frühstück war ja ausgefallen. Leckeres homemade food, eine vegetarische Frittata und frisches Obst für mich, eine Quesadilla und das Bananen-Nuss-Brot (wir würden es Kuchen nennen) von meinem Essen für Frank. Lecker! Und den 20%-Rabatt-Coupon hatten wir auch rechtzeitig gefunden 😉

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Als nächstes stand ein bisschen Shoppen auf dem Programm – bzw. eigentlich stand es da nicht, aber da wir nun schonmal direkt am Abercrombie&Fitch vorbeikamen, haben wir gleich mal einen Teil der bestellten Mitbringsel besorgt. Was weg ist, ist weg. Dann sind wir die Market Street runtergelaufen, und irgendwie hatte ich die ganze Zeit so ein „kommt mir irgendwie alles bekannt vor, aber es ist trotzdem komisch“-Gefühl. Irgendwann habe ich dann gemerkt, was es war: Die Straße erinnert mich sehr an New York, aber es ist leise. Keiner hupt, keine Sirenen… die Leute sind auch deutlich entspannter und es ist insgesamt weniger los. Dafür gibt es viel mehr Obdachlose, die auf den Straßen unterwegs sind oder liegen/sitzen. Das ist in NYC ja überhaupt nicht der Fall…

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Am Ende der Market Street sind wir am Ferry Building gelandet. Das war (und ist immer noch, wenn auch weniger frequentiert) die Anlegestellt für Fähren über die Bay, aber zusätzlich befinden sich im Inneren zahlreiche kleine Geschäfte mit lokalen Spezialitäten, würde ich mal sagen. Käse, Fisch, eine Weinbar, eine glutenfreie Bäckerei – letztere hat mich mal wieder vor ein Luxusproblem gestellt – solche Auswahl kenne ich ja kaum noch. Schließlich habe ich mich für ein Cinnamon Roll entschieden, kann man am ehesten mit einer Rosinen- oder Mohnschnecke vergleichen, nur eben mit Zimt und soooooo lecker… T02_09
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Vorbei an der Transamerica Pyramid sind wir dann nach und durch Chinatown gelaufen. Auch sowas hatten wir schon in verschiedenen anderen Städten gesehen, aber hier hat es uns am besten gefallen. Ob das nun authentisch ist oder nicht (wobei ich glaube, dass sie das nicht für die Touristen machen, von den Souvenirshops mal abgesehen), auf jeden Fall ist es sehr chinesisch.

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Nach einem kurzen Besuch der leider schon geschlossenen Mission Dolores, die wir also nur von außen einmal fotografieren konnten…

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… haben wir uns aufgrund von leichten Ermüdungserscheinungen bei einem von uns auf den Weg nach Gilroy gemacht. Das muss man nicht kennen, liegt einfach auf dem Weg zu unserem morgigen Programm und hat außerdem noch ein Premium Outlet Center, da wollte Frank gerne hin. Aufgrund des Berufs- und Wochenendverkehrs hat es etwas länger gedauert als von Google veranschlagt, aber nach ungefähr 1,5h waren wir da. Die Landschaft unterwegs war ganz anders als im letzten Urlaub – hügelig, sobald man aus SF raus ist wird es schnell gelblich, weil das Gras dort vertrocknet ist. Rechts sieht man die meiste Zeit eine Hügelkette, an der die Wolken von der Küste hängenbleiben. Sieht sehr witzig aus, wie sie da so halb drüberquellen, aber dann eben doch nicht…

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In Gilroy sind wir direkt zum Outlet durchgefahren, nicht erst über Los (= Hotel). Frank war erfolgreich und hat schon fast alles gefunden, was er haben wollte. Noch eben schnell zum Walmart, was für’s Abendessen und ein paar Getränke kaufen, und jetzt sind wir im Days Inn. Immer noch erstaunlich fit, so jetlag-technisch…

Tag 1: California here we come

Huch – das hatten wir ja noch nie. American Airlines hat uns kurzfristig 3 von 5 Flügen umgebucht… und zwar immer in die zeitlich falsche Richtung, also heute 2h längerer Zwischenstopp in Chicago, und auf dem Rückweg dafür 3h früherer Abflug aus Chicago. Beides doof – weil es uns wertvolle Urlaubszeit kostet. Das möchten wir nicht, Resultat waren 45min Telefonat mit der freundlichen Dame von AA, jetzt ist alles wieder so wie vorher. Warum machen die das bloß? Offensichtlich gab es die alten Flüge ja noch?? Egal, jetzt (während ich den ersten Teil tippe) sitzen wir im Flugzeug. Die Investition in neue Koffer hat sich gelohnt, mit 18kg haben wir reichlich Platz für Einkäufe. Ich würde sagen, das gibt eine Extrarunde bei Michael’s – Eingeweihte wissen, dass das mein Bastel-Back-Deko-Paradies ist. Die nächsten Torten sind gesichert 😉 Am Flughafen wurden wir von diesen Plakaten begrüßt:
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Da fühlt man sich doch gleich persönlich angesprochen 😉 Und während Frank sich in die Schlange am Checkin eingereiht hat, habe ich noch schnell ein paar Dollars geholt. Wussten wir gar nicht, dass es am Flughafen eine Sparkassenfiliale gibt. Das ist ja viel einfacher als zu versuchen, zu Öffnungszeiten eine Filiale zu erreichen – das machen wir jetzt immer so! Ich musste gleich mal am Geld schnuppern, das riecht so schön nach Urlaub (funktioniert auch mit der Sonnenmilch oder dem Insektenschutzspray aus Florida). Es folgten Checkin und die üblichen Kontrollen, dann der traditionelle Kaffee bei Cafetiero.
Und schwupps durften wir einsteigen – jetzt fängt der Urlaub an! Bei den amerikanischen Fluglinien klappt das mit dem glutenfreien Essen immer sehr gut, die Plätze sind auch ok, und man kann gar nicht so viel trinken, wie sie anbieten. Schlaf habe ich auch schon nachgeholt, die letzte Nacht war etwas kurz.
[kleiner Zeitsprung] Beim Umsteigen in Chicago hat uns die Immigration ein bisschen aufgehalten, weil wir an den langsamsten Schalter geschickt wurden und dann auch noch zwei Familien vorgezogen wurden. Kurzzeitig waren wir etwas besorgt, dass wir den Anschluss nicht kriegen, vor allem beim Anblick der Schlange bei der Sicherheitskontrolle. Aber mit etwas Hartnäckigkeit durften wir an einem anderen Eingang rein, und nun warten wir am Gate. Eigentlich sollten wir jetzt genau losfliegen, aber das Flugzeug ist gerade erst angekommen, das dauert wohl noch ein paar Minuten.
[nächster Zeitsprung] Den Weiterflug habe ich zu 90% verschlafen, jetzt haben wir ein Auto (Dodge Journey, Foto folgt demnächst) und die Koffer im Hotel abgestellt. Auf gehts an den Pazifik, wir geben dem Jetlag keine Chance! Allerdings haben wir nur kurz einmal die Steilküste runtergeguckt, so eine richtig schöne Stelle haben wir auf die Schnelle nicht gefunden.
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Für größere Aktionen sind wir aber auch eh zu müde, daher haben wir noch einen kurzen Zwischenstopp im Outback Steakhouse gemacht und Baby Back Ribs gegessen – Tradition muss schließlich sein!
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Jetzt sind wir im Hotel (Americas Best Value Inn SF Airport North), gleich gehts ins Bett, und morgen fängt der Urlaub dann so richtig an 🙂
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