Tag 4 – Rocky Mountains NP

Morgenroutine: Koffer packen, Kühlrschrankinhalt in Kühlbox umräumen, frühstücken, Eis für die Kühlbox holen, auschecken, abfahren. So auch heute… mit noch einem kurzen Abstecher zu Safeways, wir brauchten was für’s Mittagessen und Wassernachschub. Es ist zwar nicht mehr so heiß, aber wir haben mal lieber einen größeren Vorrat davon im Kofferraum. Noch einen Kaffee für die Fahrt holen, dann geht’s ab auf die Autobahn und in Richtung Osten, zum Rocky Mountains NP.

Die Strecke führt bereits durch die Rocky Mountains, hier liegen einige der bekannten Ski-Orte wie Aspen oder Vail. Aktuell ohne Schnee, dafür aber mit leuchtend gelben Espen-Wäldern:

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Ansonsten ist die Fahrt nicht weiter spannend, wir haben nur einen kurzen Zwischenstopp im Colorado Welcome Center gemacht und uns mit Material eingedeckt – ein paar Statepark-Flyer und Infos zu den Orten, durch die wir so kommen. Wer weiß, auf diese Weise haben wir in früheren Urlauben schon tolle Geheimtipps gefunden…

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So langsam wurde die Luft dünner, und man merkt das schon im Auto – leichte Kopfschmerzen, bisschen Schwindel. Aber mit viiiiel trinken ging es dann gleich besser. Und so sind wir gegen Mittag im Nationalpark angekommen:

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Nach dem obligatorischen Besuch im Visitorcenter und einem kurzen Plausch mit einem Ranger haben wir uns erst mal einen schönen Picknickplatz gesucht – da es ein bisschen frisch war, diesmal wieder im Auto. Anschließend sind wir ein Stück am Colorado langgelaufen, der hier echt niedlich ist, eher ein Bach als ein Fluss. Wir sind ja auch schon ziemlich nah an der Quelle… aber es ist schon schwer, sich vorzustellen, dass dieser Bach den Grand Canyon geschaffen hat.

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Als nächstes stand eigentlich die Holzwarth Historic Site auf dem Programm, einige alte Blockhütten, die früher mal als Gasthäuser genutzt wurden. Sie liegen am Rand eines Tals, und man konnte sehr schön sehen, wie der Regen über den Berg auf uns zu kam. Da haben wir kurzerhand umgedreht und sind direkt wieder zum Auto. Nur die einzelne Hütte, die dort am Parkplatz steht, habe ich also fotografieren können. Schade, aber hier in den Bergen nicht zu ändern.

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Während der Weiterfahrt immer höher in die Berge habe ich aufgezählt, welche Tiere ich gerne sehen möchte. Und noch gedacht: „Jetzt könnte doch eigentlich gleich mal ein Stau hinter der nächsten Kurve sein“ – denn Stau bedeutet im Nationalpark in der Regel Tiere in Straßennähe. Und zack, es war nicht die nächste Kurve, aber keine 3 Minuten später:

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Man hält einfach erst mal an, solange man neben der weißen Linie parkt, ist das normalerweise auch ok für die Ranger. Dann fragt man die Umstehenden, was es denn zu sehen gibt – wenn man’s nicht schon direkt sehen kann. In diesem Fall waren es eine Elch-Mama und ihr wahrscheinlich ca. einjähriges Kind. Ganz nah an der Straße, vielleicht 25-30m entfernt von uns. Normalerweise sind Elchmütter relativ aggressiv, wenn sie das Gefühl haben, ihre Kinder verteidigen zu müssen. Diese hier war aber sehr entspannt:

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Weiter ging’s mit diversen Stopps an den Aussichtspunkten – bis zum Alpine Visitor Center, ungefähr in der Mitte des Parks und fast der höchste Punkt der Trail Ridge Road, die von West nach Ost 50 Meilen lang durch den Park führt.

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Standardprogramm: Fotos machen, Ranger nach Wanderungen (oder in diesem Fall: Schotterstraße) befragen, Buch kaufen (falls jemand Interesse an Büchern über Siedler im amerikanischen Westen hat, ich könnte da einiges bieten), Kaffee mit Aussicht trinken:

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Inzwischen war das Wetter wieder besser, und wir wollten noch ein paar Meter laufen. Nicht ganz einfach, weil man hier auf 3700m schon den Weg vom Auto zum Visitorcenter merkt. Aber wir haben trotzdem einen kleinen Trail rausgesucht, den Tundra Community Trail. Nur eine Meile, aber auf dem Hinweg bergauf. Da ist man froh über jedes Infoschild, die sind hier auch in eindeutiger Absicht alle paar Meter aufgestellt. So kann der atemlose Tourist immer wieder Pausen machen, ohne dass es auffällt :-)

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Die Aussicht auf die alpine Tundra ist toll, man hat rundum Blick auf die hohen Gipfel und die Passstraße. Ein paar hübsche Felsen gibt’s da auch noch, wenn halt nur etwas mehr Sauerstoff da wäre…

Von hier aus ging es dann im Wesentlichen abwärts, mit weiteren Fotostopps und Tiersichtungen am Straßenrand – in diesem Fall auf der steil abfallenden Beifahrerseite, da konnte ich vom Fahrersitz aus nicht mal ansatzweise was sehen.

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Dafür dann ein paar Meter weiter noch mehr Elks auf der Fahrerseite:

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Und als wir gegen 17h unten im Tal in der Nähe des Ausgangs angekommen waren, gab es dort eine größere Elk-Herde zu sehen. Zur Sicherheit nochmal die Erklärung:

englisch Elk = deutsch Wapiti-Hirsch, deutsch Elch = englisch Moose

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Ab ins Hotel, Restaurantempfehlungen von der Rezeptionistin holen und dann doch Tripadvisor vertrauen – die dortige Nummer 3 lag direkt neben ihrem Vorschlag und sah einfach so viel besser aus, dass wir uns einig waren und auch die Wartezeit von 35min. bei Smoking Dave’s BBQ in Kauf genommen haben. Dafür wurden wir mit grandios gutem Fleisch belohnt, wir haben gemeinsam zwei Double-Plates genommen und konnten so Pulled Pork, Beef Rib, Beef Brisket und eine texanische BBQ Sausage probieren… und die vier verschiedenen Soßen, die auf dem Tisch zur Selbstbedienung stehen.

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