Tag 1 – Der mit dem langen Flug

Es geht looohoooos… Um 7h stand das Taxi vor der Tür und nach einer hochpolitischen Diskussion über Kapitalismus (ok, es war ein Monolog, der Taxifahrer war da sehr redselig) waren wir am Flughafen. Gerade noch rechtzeitig, bevor die Schlange so richtig lang wurde. Heute waren extrem viele Leute vor uns, die entweder noch keinen Esta-Antrag ausgefüllt oder ihre Daten (Hoteladresse etc) noch nicht online übermittelt hatten… Hatten wir alles erledigt, dafür fehlte bei uns erst der Flug nach Las Vegas – Chicago soll ja auch nett sein, aber bitte nicht dieses Mal :-). Naja, nach einigem Suchen hat sie es dann doch gefunden.

Interessant: Im Vergleich zu den letzten Flügen haben sie deutlich mehr “Sicherheitsfragen” gestellt. Welche Geräte man im Gepäck hat, wie lange man die besitzt, ob sie in letzter Zeit ausgeliehen waren oder repariert wurden… die gleichen Fragen dann nochmal am Gate… ob ich allerdings wirklich ehrlich antworten würde, wenn ich da Böses im Schilde führen würde??

Nach der Sicherheitskontrolle gab es noch den obligatorischen Kaffee bei Cafetiero (diesmal ohne so beunruhigende Lektüre wie im November) und dann schnelles Boarding.

Neu ist übrigens auch die Belehrung, welche Gebrechen man nicht haben darf, wenn man am Notausgang sitzen will. Erst mündlich beim Checkin, mit kurzen Sprachverständnistest, dann nochmal schriftlich. Haben wir zum Glück alles nicht, dafür sitzen wir jetzt sehr bequem:

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Der Flug war dann wie immer. Filme gucken (kein InSeat Entertainment, aber ok), lesen, essen (glutenfrei hat geklappt und war lecker, alle Vorräte umsonst mitgenommen), Angry Birds spielen – und sich amüsieren über die lustigen Dinge, die man hier im Bordmagazin bzw dem dazugehörigen Onlineshop findet. Details vielleicht später, erstmal weiter mit der Anreise.

In Chicago hatten wir eine Premiere: wir konnten von Flugzeug aus direkt zum Immigration Officer durchlaufen, es war KEINER vor uns. Keine Ahnung, wo diejenigen falsch abgebogen sind, die im Flugzeug in den Reihen 1-20 gesessen haben? Egal. So waren wir jedenfalls schon 22 Minuten nach der Landung (also Bodenkontakt) dirch alle Kontrollen und hatten unser Gepäck schon wieder aufgegeben.

Der Rest folgt morgen, bin so müde, es ist ja auch schon 7:40h (also habe ich faktisch seit Ewigkeiten mal wieder eine Nacht durchgemacht, auch wenn hier erst 22:41h ist…).

Erstmal einen vernünftigen Kaffee trinken, im Flugzeug versuche ich es gar nicht erst. Und da unser Anschlussflug Verspätung hatte, war auch noch Zeit für eine 10minütige Nacken- und Schultermassage, ich habe mich vorgestern “verlegen” und seitdem ein paar Probleme, wenn ich den Kopf drehen oder nach oben gucken möchte. Wird durch einen neunstündigen Flug (und vier weitere Stunden in Aussicht) nicht unbedingt besser… die Massage bei “Back rub hub” war soooooo entspannend… hat sich echt gelohnt!

Der Weiterflug war erst unspannend (schlafen, kein Bordprogramm, kein Essen), aber dann doch noch toll: Irgendwann haben wir mal das Handy angemacht und per GPS geguckt, wo wir gerade sind. Und dann – waren wir doch tatsächlich kurz vor der Grenze zwischen Colorado und Utah, ungefähr auf der Höhe von Moab. Ein bisschen Orientierungshilfe brauchten wir noch, und da kamen die blauen Becken der Pott-Asche-Gewinnung gerade recht. Da sind wir vor vier Jahren schon hergefahren, und wenn man die einmal sieht, dann erkennt man auch Moab und den Canyonlands Nationalpark (davon hört ihr ab Freitag noch mehr), und weiter geht’s mit der Waterpocket Fold (auch ein Punkt auf der YES WE CANyon-Reise 2009 *klick-für-Rückblick*. Später noch ein bisschen Lake Powell (aber auf der falschen Seite des Flugzeugs, daher wirklich nur ein bisschen), Lake Mead und schließlich Las Vegas.

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Nach der Landung gings schnell zur Autovermietung – und wenn man a) schon die meisten Versicherungen (inklusive!) von Deutschland aus gebucht hat und b) sehr konsequent erklärt, dass man den Rest wirklich nicht braucht, dann wird zwar der Mensch hinter dem Schalter nicht unbedingt freundlicher, aber man ist trotzdem schnell durch und bekommt seinen Ford Explorer übergeben. Das folgende Bild ist zwar erst vom nächsten Tag, aber die Kulisse war einfach schöner :-)

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Ab ins Hotel, diesmal war’s das Flamingo, da unsere erste Wahl leider gerade zu einem Luxushotel umgebaut wird. Schade, aber so geht’s auch noch. Wir wollten möglichst zentral – und das heißt für uns am Bellagio – wohnen, damit wir auch bei größter Müdigkeit noch zu Fuß zu den Wasserspielen laufen können. Kurz einen Blick ins Zimmer geworfen und die Koffer abgestellt…

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… und los gings. Wer Frank bei Facebook verfolgt, hat ja schon gesehen, was einer der ersten Programmpunkte war – und langjährige Blogleser könnten auch drauf kommen: Abendessen beim Outback Steakhouse. Natürlich mit Baby Back Ribs!
Gefolgt von einem kurzen Fotostopp vor dem Vulkan am Mirage Hotel (war die letzten zwei Mal kaputt, hatten wir also noch nicht gesehen)

 

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und dann einem längeren Stopp am Bellagio, Fontänen gucken. Also Wasserorgel. Das muss einfach sein, so fängt ein Urlaub im Westen richtig an.

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