Joshua Tree Nationalpark / Los Angeles

26. März 2008
Am letzten ganzen Urlaubstag sind wir zunächst mal wieder im “7-11″ gewesen, unserem bevorzugten Kaffee- und Frühstück-für-unterwegs-Dealer. Ausgerüstet mit zwei Riesenkaffeebechern und Sandwiches sind wir in den Joshua Tree Nationalpark gefahren und haben uns am Eingang im Visitor Center eine Karte geholt (Standard in allen Parks). Damit haben wir uns einen an einen hübschen Picknick-Platz gesetzt, natürlich inklusive Cowboyhut / Gilligan-Mütze als Sonnenschutz, denn wir hatten um diese Zeit schon schnuckelige 25 Grad.

Während des Frühstücks haben wir uns die ersten Joshua-Trees angesehen und anschließend eine lustige Eidechse mit zebragestreiftem Schwanz fotografiert. Gemäß der Warnungen im Visitor Center haben wir dabei auch NICHT in Felslöcher gefasst oder ohne Hinschauen irgendwohin getreten, denn auf Schlangen hatten wir relativ wenig Lust.

Weiter ging es dann durch den Park, in dem wirklich unzählige der namensgebenden Bäume/Kakteen stehen. So ganz eindeutig ist das wohl botanisch nicht, ist irgendwie eine MIschung aus beidem. Jedenfalls sehen die Dinger aus, als hätte sie jemand extra für Star Wars oder so erfunden – der Stamm sieht von weitem aus wie mit Fell überzogen (das sind die runterhängenden alten Blätter), die Blätter oben sehen Palmen ähnlich, die Blüten sind eine Mischung aus Weintrauben und Kastanienblüten… sehr witzig. Und sehr fotogen, vor allem mit den abgerundeten Felshaufen, die häufig im Hintergrund liegen und aussehen, als ob ein Riesenbaby nach dem Spielen im IKEA-Bällebad nicht aufgeräumt hat. Eine ganz andere Landschaft als in den letzten Tagen, und nicht nur deshalb sehr, sehr schön. Endlich mal keine roten Felsen *ggg*.

Wir haben eine ca. 1stündige Rundfahrt auf der sogenannten “Geology Tour” gemacht, dabei fährt man durch zwei sehr unterschiedliche Bereiche des Parks: hier stoßen nämlich die Mohave-Wüste (mit den Joshua Trees) und die Colorado-Wüste (irgendwelche anderen Sträucher, deren Name mir gerade nichte einfällt) zusammen, und die UNterschiede sieht man deutlich. Der Rundweg führt durch die Berge, dichter oder weiter gestreute Joshua Trees und viele frühlingsblühende Wildblumen. Für “Wüste” ist es hier ziemlich bunt, aber am gesteigerten Durst merkt man schon, dass es ein sehr trockenes Klima ist… Diese Strecke ist zwar schon deutlich besser als die bei den Coyote Buttes, aber wir würden ein Fahrzeug mit etwas mehr Bodenfreiheit dringend empfehlen.

Nächster Stopp war der “Keys View“, ein Aussichtspunkt auf einem Berg, von dem aus man Palm Springs sehen kann – nicht unbedingt ein Muss, unserer Meinung nach, aber auch kein soo großer Umweg. Viel besser war der Spaziergang im Hidden Valley, das rundum von den oben erwähnten Felsen umgeben ist und daher deutlich feuchter = bewachsener ist. Hier findet man viele Pflanzen, die anderswo im Park nicht vorkommen, z.B. Yucca-Palmen, Gräser und verschiedene Kakteen-Arten (auf Englisch übribens offensichtlich “Cacti”). Außerdem haben wir mehrere Streifenhörnchen und verschiedene Eidechsenarten gesehen, dazu noch verschiedene Exemplare der Spezies “menschlicher Felskletterer”, Unterarten “ausgerüsteter Profi” und “Tourist in FlipFlops”. Wir haben nicht bis zum Ende gewartet, wissen also nicht, ob alle heile wieder runtergekommen sind :-)

Damit waren wir auch schon soweit durch den Park gekommen, wie wir es uns vorgenommen hatten, und sind am nächsten Ausgang wieder rausgefahren. Die nächsten 2,5 Stunden waren nicht sonderlich interessant, da wir sie auf dem Highway nach Los Angeles verbracht haben. Nach einem Ausflug in eine Shopping Mall haben wir unser Hotel in Hollywood aufgesucht, festgestellt, dass die Online-Reservierung nicht geklappt hat, ein Raucherzimmer bekommen und ein paar Dinge eingekauft.

Plätze für den morgigen Flug sind reserviert, jeweils mit viel Beinfreiheit, außerdem auch diesmal am Fenster und nicht in der Mitte. Bordkarten sind ausgedruckt, Koffer gepackt, gleich planen wir, was wir morgen noch unternehmen. Der Flug von L.A. geht erst um 21:40h los, also bleibt uns noch eine Menge Zeit. Wann wir in Düsseldorf ankommen, können wir nicht ausrechnen – wir sind mittlerweile so verwirrt von all den Zeiten, dass wir nicht mehr mitkommen. Irgendwann am Freitag… Fazit des Urlaubs folgt dann spätestens am Wochenende, wenn wir dem Jetlag irgendwie entkommen und wach werden ;-))

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