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Tag 6 – Underberg nach Hluhluwe-Imfolozi

Heute stand wieder ein Fahrtag auf dem Programm, leider mussten wir Underberg und damit Sandy und Louis schon wieder verlassen 🙁
Aber nicht ohne ein weiteres tolles Frühstück, diesmal waren auch noch weitere Gäste dabei, die gestern Abend angekommen waren und gleich auch schon weiter wollten. Für sie war es lediglich eine Zwischenübernachtung auf einer längeren Strecke. Wir waren froh, dass wir ein bisschen mehr Zeit hier eingeplant hatten, das wäre uns definitiv zu kurz gewesen. Sandy und Louis sind tolle Gastgeber, die sich um alles gekümmert haben. Wenn man allerdings keinen „Familienanschluss“ möchte, dann ist man hier evtl. falsch. Aber genau das gefällt uns so gut, dass die Menschen alle so unglaublich freundlich sind.
Irgendwie haben wir uns total verquatscht, und dann mussten wir ja noch bezahlen und Sandy wollte filmen, wie wir zwei der Puzzles lösen (so Knobel-Dinger aus Holz), und so war es schon 10:00h, als wir endlich losgekommen sind.
Der erste Teil der Strecke zum nächsten Programmpunkt war ziemlich neblig, bzw. wir sind vermutlich mal wieder durch eine Wolke gefahren. Es war schön grün, und die Straße war bis auf gelegentliche Schlaglöcher sehr gut zu befahren.
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Irgendwann haben wir die Schweizer überholt, die auch heute weiterfahren – und auf unsere Erzählung hin wohl noch zur Nelson Mandela Capture Site gefahren sind, jedenfalls sind sie an der passenden Stelle mit einem freundlich Abschiedsblinken abgebogen.
Bei uns ging es weiter auf die Autobahn, Richtung Durban. Autobahn heißt übrigens nicht, dass sich an den vorhandenen Verkehrsteilnehmern groß was ändert (Fußgänger, gelegentliche Ziegen oder Kühe, Menschen auf offenen Pickups), lediglich die Straßenbreite ist anders. Lässt sich aber ebenfalls gut fahren – heute übrigens mit gelegentlichem ungewolltem und sinnfreiem Blinken, wenn ich eigentlich wischen wollte… die Gewohnheit halt…
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In Durban haben wir am Flughafen unsere Goldie zurückgegeben (ein Prozess von ca. 30 Sekunden), und dann ein neues Auto geholt. Nennen wir es der Einfachheit halber Whitie, auch wenn das auf ungefähr 95% aller Autos hier zutrifft. Aber sie hört eh nicht auf den Namen, also ist Verwirrung beim Rufen ausgschlossen. Auch die Neuanmietung lief problemlos, wir haben die Berechtigung, nach Szwasiland zu fahren, zweiter Fahrer… alles ok, nur halt gar nicht mal so günstig, wenn man’s zum zweiten Mal bezahlt in einem Urlaub.
Egal, ist halt so, jetzt haben wir immerhin ein richtiges Auto, mit Automatik (normalerweise ist mir das echt egal, aber für Game Drives ist es schon einfacher so), bequemen Sitzen, Vierradantrieb. Foto folgt irgenwann, wenn wir einen netten Hintergrund haben…
Damit sind wir kurz hinter Durban in den Küstenort Ballito gefahren, um a) den Indischen Ozean zu sehen und b) wenigstens eine kurze Mittagspause zu machen. Also schnell ein paar Strandfotos, und dann einen Happen essen mit Blick auf’s Wasser.
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Die zweite Hälfte der Strecke ging immer nach Norden, an der Küste entlang (allerdings nicht in Sichtweite). Wir wollten zum Hluhluwe-Imfolozi-Park. Ausgesprochen wird das übrigens „schlü-schlü-wi“, und dnan Imfolozi wie man’s schreibt. Muss man auch erstmal drauf kommen, uns haben das Sandy & Louis erklärt, als wir gesagt haben, wir fahren in den unaussprechlichen Park.
Das einzig Interessante auf der Fahrt waren die unglaublich riesigen Wälder, in denen alle Bäume in Reih und Glied stehen. Kilometerlang, und auch kilometerbreit, kann man durch die Bäume gucken. Ist ein bisschen wie Daumenkino, nur dass das Bild sich nicht ändert. Die frühen Siedler haben relativ gründlich alles Holz abgehackt zum Bauen oder Heizen, und irgendwann wohl festgestellt, dass das eher eine blöde Idee war. Also wurde alles wieder aufgeforstet. Frank hat irgendwo gelesen, dass Südafrika trotzdem ein Holzproblem hat, denn diese Bäume sind zwar inzwischen sehr hoch, aber noch nicht wirklich dick und damit zum Verarbeiten noch nicht brauchbar.
zwischendurch gab es noch einen kurzen Moment der Verwirrung, weil wir festgestellt haben, dass unsere Zeitplanung irgendwie nicht passt. Wir konnten es nicht mehr zu Öffnungszeiten des Camp-Büros schaffen, also mussten wir etwas rumtelefonieren (Internet ging nicht, trotz Roaming hatten wir einfach keinen Empfang), bis wir rausgefunden hatten, dass im Camp an einem großen Whiteboard steht, wer in welchem Haus/Zelt wohnt. Also mussten wir nur vor Schließung des Gates um 19h im Park sein, und das ging zum Glück ganz problemlos.
Vom Gate sind es nochmal 19km oder so bis zum Mpila Camp, auf dem Weg dahin haben wir schon die ersten Tiere gesehen: Elefant, Zebras, Impalas (ohne Bild) und sechs Nashörner (drei auf der Straße, drei haben gerade den Fluss gequert, als wir über die Brücke gefahren sind).
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Schließlich waren wir im Mpila Camp, in dem wir für eine Nacht ein Safari-Zelt gemietet hatten. Die gibt es ja in verschiedenen „Luxus-Stufen“, das hier war die einfachere Variante, wussten wir aber und es war völlig ausreichend. Ein Zelt mit zwei Betten, Schrank, Licht, und Badezimmer mit Dusche. ein zweites Zelt ist das Küchenzelt mit Kühlschrank, Herd und einer Grundausstattung Geschirr & Co. Viel brauchten wir aber gar nicht, denn wir hatten uns im Supermarkt in Ballito noch schnell mit etwas Fleisch, Tomaten und Schafskäse eingedeckt und haben das erstem Mal gegrillt – nee, sorry, gebraait natürlich, so heißt das hier.
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Und auch den üblichen uneingeladenen Partygast hatten wir – wussten wir aus dem Forum schon, und auch Sandy und Louis hatten uns das erzählt. Im Camp, das nur einen Elefantenzaun hat (den zeige ich euch morgen), laufen alle möglichen Tiere rum, die sich mit den Menschen dort arrangiert haben. Oder auch: die gerne am Braai teilhaben wollen. Wenn man sein Steak eine Minute unbeobachtet lässt, ist es in der Regel weg. Wir hatten aber aufgepasst und die Hyäne kam zu spät:
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Die stört sich überhaupt nicht daran, dass wir auf der Veranda vor dem Zelt saßen, sie ist entspannt überall einmal rumgelaufen und hat nach Fleisch gesucht. Dabei war sie bis auf 2m oder so an uns ran, aber Menschen interessieren oder stören sie halt einfach mal gar nicht. Sind halt Futterlieferanten…
Damit war der Tag zuende, wir sind früh ins Bett, damit wir früh wieder aufstehen und Tiere gucken können. Also Gute Nacht!

Tag 5 – Sani Pass & Lesotho

Nach einer entspannten Nacht in einem grandios bequemen Kingsize-Bett war ich um 5:00h wieder wach, so ganz ohne Wecker. Muss wohl schon die Vorfreude auf die Safaris sein, die meine innere Uhr bestimmt. Egal, hier gibt es eine bequeme Fensterbank mit freier Sicht auf die Drakensberge, und so sortiere ich erstmal ein paar Fotos. Eigentlich will ich auch einen Blogbeitrag schreiben, aber dann gehe ich doch lieber raus und schaue mir das Gelände an. Teiche mit und ohne Kois, Bachlauf, viel Grün und Wolken, die über den Berg hinter dem Haus fließen… ein schöner Morgenspaziergang halt.





Vögel sind auch schon unterwegs, weniger als ich dachte, aber immerhin diese hier:

Zurück am Haus sind alle anderen schon wach – Frank ist auch unterwegs, Sandy und Louis bereiten das Frühstück vor. Und das ist einiges, was da vorzubereiten ist. Sie fahren auf, als kämen noch diverse Leute. Ist aber nur für uns. Croissant, Pfannkuchen und Toast für Frank, gf-Brownies und zwei Sorten gf-Brot für mich. Obstsalat, Joghurt, eine Käseplatte, diverse Marmeladen, 4 Sorten Müsli für Frank und eine extra für mich.

Wir unterhalten uns ein bisschen mit Louis, während wir essen (die beiden essen nicht mit), und erfahren, dass sie das Haus schon verkaufen wollten, weil es zu groß für sie ist, aber dann haben sie ein Bed & Breakfast angemeldet und hatten in 1 Jahr schon über 650 Gäste. Läuft also. Es gibt nur zwei Zimmer, das andere war diese Nacht leer. Die beiden sind tolle Gastgeber, kümmern sich um alles und wir fühlen uns wie Familie. Das schließt ein, dass wir ein schlechtes Gewissen haben, weil wir nicht beim Tischabräumen helfen. Angeboten habe ich es, aber ich durfte nicht.
Um kurz vor 9 fährt uns Louis die paar Meter zum Ausgangspunkt unserer Sani-Pass-Tour. Da wir ja nur Goldie haben, die etwas schwach auf der Brust ist und vor allem keinen Vierradantrieb hat, müssen wir nun eben organisiert da hoch. Also mit einem Fahrer. Denn:

So sieht’s aus. Da kommt nur ein richtiges Auto hoch, und so fahren wir mit Sani Pass Tours und fünf anderen Touristen (Deutsche, Schweizer, eine Holländerin) den Berg rauf und wieder runter. Die Schweizer Hanspeter und Stephan (Stefan?) kannten wir schon, die saßen gestern beim Abendessen neben uns und haben sich ebenfalls über den verirrten Frosch amüsiert. War ein lustiger Tag, wir haben uns die meiste Zeit mit den beiden unterhalten.

Die Landschaft ist grandios, die Straße holprig und die Ausblicke nach oben und unten wirklich toll.




Die grünen Berge sehen ganz anders aus, als ich dachte, und nebenbei lernen wir, warum es links dunkler als rechts ist – die Hänge werden regelmäßig abwechselnd abgebrannt, um die Protea-Pflanzen zu vermehren. Ohne Feuer würden die ihre Samen nicht abwerfen.

Wir halten wieder mal an, um besser fotografieren zu können. Manchmal steigen wir alle aus, manchmal… eben nicht:


Tiere sehen wir eher wenige, nur ein paar Paviane und ein voel, den ich noch mit Hilfe meines Buchs identifizieren muss:



Über Stock und Stein holpern wir den Berg hoch, bis zur südafrikanischen Grenzstation. Die wurde vor einigen Jahren 8km nach unten verlegt, damit die Grenzer nicht immer so lange unterwegs sind und ggfs. im Winter gar nicht bis in ihr „Büro“ kommen. Die Ausreise geht schnell und unkompliziert, die kennen das ja – und wissen, dass wir in wenigen Stunden wieder auf der Matte stehen. Aber trotzdem gibt’s natürlich einen Stempel, und jeder wird mit seinem Passbild verglichen.
Jetzt geht der steile Teil der Passstraße los – und Frank ist ein bisschen traurig, dass er nicht selbst fahren darf. Aber der Fahrer heißt auch Frank, immerhin 😉





Oben angekommen begrüßt uns erst ein Schild, dann stehen wir am Grenzhäuschen von Lesotho – das wird übrigens von den Südafrikanern „Lesutu“ ausgesprochen, mache ich jetzt auch so. Also im Kopf. Ein paar Schafe sind kurz nach uns oben angekommen, die dürfen ohne Pass rüber. In unserem Pass befinden sich gleich zwei neue Stempel, denn ganz pragmatisch werden Ein- und Ausreise direkt in einem Rutsch reingestempelt. Interessantes Konzept…



wir steigen wieder in den Bus und fahren über die Hochebene, vorbei an einem kleinen Souvenirshop, Schafen, Steinen und ein paar weit vertreuten Steinhäuschen.


Nun kommt der Teil, den wir vier (also die Schweizer und wir) am wenigsten herbeigesehnt hatten. Wir sind in einem Dorf eingekehrt und haben dort in einer der Rundhütten etwas über das Leben der Basotho gehört. Oder waren es die Sesotho? eins ist die Sprache, das andere die Menschen, ich google das später mal, wenn ich wieder Internet habe.


Einer der Fahrer hat erzählt, was z.B. das Symbol auf der Flagge bedeutet (ein Hut, den der König nach einem Sieg über die Zulu erhalten hat), warum die Männer stets einen Stock mit individuellen Muster bei sich tragen (wenn sie in den Bergen beim Schafehüten verunglücken und erst viel später gefunden werden, kann man sie anhand des Stocks identifizieren), und wie Bier und Brot schmeckt (Bier wohl sehr sauer/fermentiert, Brot sehr lecker).

Als wir aus der Rundhütte rauskamen, rochen wir wie frisch geräuchert, denn der Rauch des Feuers kann zwar grundsätzlich durch das strohgedeckte Dach abziehen, aber es roch trotzdem sehr intensiv nach Räucherkammer.
Vor der Hütte hatten sich inzwischen je eine Gruppe Männer und Frauen aufgebaut – erstere haben mit verschiedenen selbstgebauten Instrumenten Musik gemacht, die Frauen haben gesungen und geklatscht. Die Touristen haben dann brav ein paar Rand in die aufgestellten Blechdosen gesteckt und Fotos gemacht.


Ich habe mich auf zwei Fotos beschränkt, weil mir das komisch vorkommt, ein bisschen wie im Zoo. So interessant ich die Infos fand, die wir bekommen haben, ich kann einfach nicht beurteilen, ob die Menschen das eher gut finden, ihre Kultur / Tänze / Musik zu zeigen, oder ob sie es eigentlich schrecklich finden und nur machen, weil es ihre einzige Einnahmequelle ist. Ja, wir hätten das auch einfach nicht mitmachen müssen, und beim nächsten Mal würde ich mir das tatsächlich auch überlegen…
Und schon ging es wieder zurück in Richtung Pass, dort liegt Afrikas höchstes Pub, und hier gab es für uns ein wirklich leckeres Mittagessen, anschließend Aussicht – mit aufziehenden Wolken allerdings nicht sehr viel Fernsicht. war aber trotzdem sehr beeindruckend.


Und ganz typisch Afrika:

Der Rückweg war nicht weiter spektakulär, erst ging es durch Wolken, dann wurde die Sicht wieder klarer. Viel angehalten haben wir nicht, aber wir kannten ja alle Aussichtspunkte schon. Und schließlich kann man ja auch aus dem Fenster fotografieren…


Und schon sind wir wieder in Südafrika:

Den restlichen Nachmittag haben wir in unserer Unterkunft verbracht – erst in T-shirt und kurzer Hose auf der Terrasse, dann lange Hose, dann ein Pulli, dann bin ich irgendwann reingegangen, weil es mir zu frisch wurde. Also haben wir drinnen weitergemacht – ich habe getippt und Fotos sortiert, Frank hat alle Holz-Puzzles gelöst, die da so für Gäste rumlagen.
Und am Abend waren wir dann noch zum Essen im Moorcraft Manor, 7km von Underberg entfernt in Himeville. Dort haben wir Hanspeter und Stephan/Stefan wiedergetroffen, wir hatten ihnen gesagt, dass wir dort für abends eine Reservierung hatten. Offensichtlich waren wir tagsüber ganz nett, denn nach 7h fahrt wollten sie sich ja immer noch weiter mit uns unterhalten. Das fand erst an der Bar statt, wo wie auch schon die Speisekarten bekamen und bestellen konnten – unsere Reservierung für 2 reichte nicht für 4, sprich der Tisch war zu klein, daher mussten wir warten. Aber das macht ja nichts, schon gar nicht, wenn das Essen dann am Ende so lecker ist.
Das wäre dann wohl alles, danach sind wir nur noch ins Bett gegangen, für unsere Verhältnisse hier schon fast spät, so um 22:30h.

Tag 4 – Von Clarens nach Underberg

Das Schlimme an einem Roadtrip ist, dass man ständig von tollen Orten Abschied nehmen muss – und in diesem Fall auch von der tollen Gastgeberin. Aber erstmal konnten wir natürlich noch
– früh aufstehen
– mit Kaffee draußen sitzen und die Berge beobachten
– lecker frühstücken
– mit anderen Gästen plaudern, die ungefähr unsere Route gerade hinter sich haben
– mit weiteren Gästen plaudern, die was komplett anderes gemacht haben
– mit der Gastgeberin plaudern über Brotbacken, Stammgäste und das Leben im Allgemeinen.
Schließlich mussten wir aber los, und endlich haben wir auch den Coffee Shop in Clarens mal geöffnet vorgefunden. Also schnell einen Latte Macchiato kaufen und ab in den Golden Gate Highlands Park. Praktischerweise führt nämlich die kürzeste Route zum nächsten Ort da mitten durch, und natürlich verbinden wir das mit noch einer Runde Gucken & Fotografieren.
Erst der Teich mit den Webervögeln und heute auch einem Grey Heron (hier habe ich gemütlich meinen Kaffee getrunken)…
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… dann der Loop mit den Zebras, die aber heute eher wenig Lust auf Fotos hatten, dafür war eine Truppe Paviane links und rechts der Straße unterwegs…

… und dann nochmal der Loop mit dem Geier-Beobachtungsstand. Erst wieder Zebras, und dann das gleiche Spiel wie gestern, KEINE Geier. Unsere Geduld war minimal größer, aber das heißt nur, dass wir 10 statt 5 Minuten da waren. Der Blick vom Parkplatz ist aber wirklich schön, und in der Ferne graste eine Herde Bonteboks und Gnus. Fast schon außergewöhnlich war, dass gleich vier Autos gleichzeitig auf dem Parkplatz standen. So viele waren uns gestern ungefähr am ganzen Tag begegnet.
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Zwei Abschiedsfotos noch vom Golden Gate Highlands Nationalpark, dann geht’s weiter Richtung Süden:
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Ungefähr drei Stunden sind wir über Land- und sowas wie Bundesstraßen, schließlich sogar Autobahn gefahren. Linksfahren geht schon wirklich gut, wir haben jeder nur 1x gewischt statt zu blinken 😉
Kurzer Boxenstop an einer Raststätte und unser erster Besuch bei Mug & Bean, das in ungefähr jedem Reisebericht erwähnt wird. Eine Art Starbucks, manchmal (laut Internet) auch inklusive echtem Essen, hier aber eher wie Starbucks mit Muffins & Co. – und Kaffee mit endlich mal vernünftigen Namen für die Größen 🙂
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Unser Zwischenziel war die Nelson Mandela Capture Site, also die Stelle, an der Nelson Mandela verhaftet wurde, bevor er über 20 Jahre im Gefängnis saß. Zur Zeit wird ein großes Ausstellungsgebäude gebaut, daher ist die Ausstellung (Poster, Fotos etc.) in einem kleinen Häuschen untergebracht. Eigentlich fährt man aber hin, um das hier zu sehen:
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Ihr seht nicht, was das ist? Ok, andere Perspektive:
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Immer noch nicht? Das liegt vermutlich daran, dass man genau an der richtigen Stelle stehen muss, um es so zu sehen:

Übrigens kann man auf dem Foto viel mehr Schattierungen und Details sehen als mit dem bloßen Auge. Wir können es uns nicht erklären, ist aber so. Die Augenbrauen, das Ohr, die dunkleren Augenhöhlen, den Haaransatz – haben wir erst auf dem Foto gesehen.
Der Weg zum Monument hat links eine Zeitachse mit einem Pfosten pro Jahr, und rechts die relevanten Meilensteine Mandelas. Und erst wenn man unten um die Kurve kommt, kann man das Gesicht sehen – vorher sind es einfach nur komische schwarze Stangen.
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Wir waren kurz vor Toresschluss dort, daher waren wir am Ende ganz alleine auf dem Gelände, das Personal war auch schon weg. Nur die Meerkatzen haben sich darum gekümmert, dass keine Lebensmittelreste in der Mülltonne sind… wir haben sie ziemlich erschreckt, vermutlich dachten sie, sie wären ungestört. Sie haben sich erstmal verzogen, sind dann aber wieder von den Bäumen geklettert, sobald wir im Auto waren.
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Noch mal zwei Stunden waren wir unterwegs bis zum nächsten Übernachtungsort, Underberg. Das liegt ebenfalls am Fuß der Drakensberge, diesmal aber am südöstlichen (statt nordwestlichen) Ende. Die Strecke dorthin war abwechslungsreich, erinnert aber doch irgendwie an „zuhause“, so eine Mischung aus Sauerland und Schwarzwald.
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Allerdings dann doch auch immer wieder unterbrochen durch kleine Dörfer links und rechts, Kühe auf dem Heimweg, Vodacom (was für mich die Türschließer, ist für Frank das Logo des hiesigen Vodafone-Ablegers).
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Unsere Unterkunft ist unglaublich – die Gastgeber sind super freundlich, wir wurden sofort rumgeführt und uns wurde alles erklärt. Einiges ist ja normal (wo ist das Zimmer, wann gibt es Frühstück), aber wir wissen nun auch, was wir alles mitnutzen dürfen (Wohnzimmer, Fernsehzimmer, Holz-Puzzles, Bücher, Zeitschriften,
Spiele), was wir machen, wenn wir Durst haben (Nescafe und French Press im Zimmer, inkl. selbstgebackener Kekse für Frank und gf Süßigkeiten für mich; Kühlschrank in der Garage mit diversen Biersorten, Cider, Wasser, Softdrinks und Sekt zur Selbstbedienung), und wie die halbe Haustechnik funktioniert. Wir fühlen uns fast ein wenig schlecht, weil wir nicht das Gefühl haben, das alles zu bezahlen…
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Die beiden haben uns dann auch gleich noch einen Tisch in einem Restaurant reserviert, plus Empfehlung, wo wir morgen essen könnten. Erst gab’s aber noch einen Gin Tonic auf’s Haus, in der Sonne auf der Terrasse mit Blick auf die Drakensberge. Könnte echte schlimmer kommen.
Das Restaurant „Lemon tree“ ist nur ein paar hundert Meter weg, aber da das Wetter wenig vertrauenerweckend aussah, sind wir trotzdem gefahren. Das Restaurant ist klein (6 Tische oder so, plus Außenbereich), aber gut besucht. wir hatten etwas Mühe, uns etwas aus der Karte auszusuchen, weil fast alles gut klang. Schließlich wurde es ein Steak in portugiesischem Brötchen für Frank, und Lammkoteletts mit Minz-Kartoffelpüree für mich. Schmeckte toll, und das Unterhaltungsprogramm gab’s in Form eines Frosches, der sich in den Gastraum verirrt hatte. Alle Gäste fanden’s witzig, als er von Tisch zu Tisch gehüpft ist, als wir ihn retten wollten. Die Kellnerin fand Frösche ekelig…

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