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Tag 11 – St. Lucia zum Ithala Game Reserve

Gestern hatten andere Gäste erzählt, dass sie morgens vor dem Frühstück schon eine Radtour gemacht hatten – das wollten wir auch! Und da wir gegen kurz nach 6 schon Geräusche aus dem Nachbarzimmer (Gästetyp „sportlich“) gehört hatten, haben wir uns extra beeilt und waren daher tatsächlich die ersten. Um 6:30h ging es los mit den Rädern, erstmal zum Coffeeshop, wir waren ganz richtig davon ausgegangen, dass der aufgrund der Nähe zum Nationalpark UND der Touranbieter wohl schon geöffnet haben könnte.
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Von dort aus ging es dann in Richtung Brücke (St. Lucia liegt auf einer Insel) und rechts ab Richtung Strand. Wir sind am nördlichsten der vier Strandzugäng auf den Strand gefahren und hatten den fast ganz für und alleine.
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In gemütlichem Tempo ging es dann auf dem Sand südlich in Richtung Ski Boat Club, das letzte Stück auf dem Boardwalk. Eindeutig besser zu fahren, aber auch auf dem Strand ging es ganz gut dank der dicken Reifen.
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Verwirrend: diese beiden Schilder standen im Abstand von vielleicht 100m am Wegesrand. Uns hat sich nicht erschlossen, wie das zusammenpasst…
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Wir hatten June schon getroffen, bevor wir losgefahren waren, und sie wusste, dass wir ggfs etwas später zum Frühstück kommen würden. War dann auch so, wir waren erst um 8:10 wieder zurück. Da der große Tisch schon voll belegt war, mussten wir am Katzentisch sitzen – aber zuhören konnten wir trotzdem. Und hatten schönen Blick in den Garten und auf die Vogelfütterstation.
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Danach haben wir schnell unseren Kram eingepackt und waren um 10:00h startklar. Zum zweiten Mal heute ging es in den Ort – erst haben wir uns bei Kauai Salate zum Mitnehmen geholt (sehr gesunde Mischungen, clean eating und so), ein paar Souvenirs für die Schnuppel (a.k.a. die weltbesten Neffen) und noch einen letzten leckeren Kaffee für den nächsten Programmpunkt: nochmal an den Strand.
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Leider haben wir nicht mehr Zeit hier, aber immerhin habe ich intuitiv eine Nacht mehr als an allen anderen Orten gebucht. Es ist zwar viel „touristischer“ als alles, was wir bisher hatten, aber das ist absolut gesehen immer noch sehr klein und überschaubar und gar nicht so trubelig wie es erstmal klang. Und auch Tiere gibt es hier – sowohl als Deko und freundliche Aufforderung an Abfallbehältern…
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… als auch echte Streifenmangusten, die in einer großen Gruppe neben der Straße auf dem Rasen nach Futter suchten:
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Wir hatten 260km vor uns, auf grundsätzlich guten Straßen, inklusive einer kurzen Eispause haben wir 3,5 Stunden gebraucht. Das Fahren an sich ist relativ entspannt, zumindest die N2 ist sehr gut. Danach gibt es mehr Schlaglöcher, aber da kaum Verkehr ist, kann man eigentlich immer gut ausweichen.
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Das Ithala Game Reserve liegt in den Bergen, auf ungefähr 1000m. Schon die Fahrt von Gate zum Camp war abwechslungsreich- und vor allem tierreich: Giraffen, Zebras, ein Warzenschwein, Gnus und natürlich Impalas standen direkt am Strassenrand.
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Das Einchecken ging wie immer zügig, neben dem Schlüssel bekamen wir auch eine Karte und ein paar Tipps zu „Wanderungen“ im Camp. Auf d m Weg zum Auto haben wir uns noch eine ganze Weile mit einem
Mitarbeiter (bzw. wir vermuten, dass es eher der Manager des Camps war) unterhalten. Er ist grosser Fußballfan, trotzdem konnte ich mit meinem sehr rudimentären Wissen sogar zweimal was beisteuern (Ballack! Schweinsteiger!). Nachdem wir uns da losgeeist hatten, haben wir das Chalet Nr. 1 ganz am Rand des Camps bezogen:
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Bezogen heißt in diesem Fall: Koffer reingestellt, alles Zimmer einmal angeguckt und dann wieder raus. Praktischerweise fängt gleich an unserem Stellplatz ein Mini-Wanderweg an, der in sagenhaften 6,5 Minuten (nein, nicht gemessen, ich schätze das nur) zu einer Bank auf einem Hügel führt. Von dort hat man einen tollen Blick auf das Camp und einen Teil des Game Reserves:
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Anschließend haben wir die Kühltasche mit den Salaten und Getränken wieder eingeladen und sind zum ersten Gamedrive gestartet.
Da nicht mehr unbegrenzt Zeit war, bis das Gate des Camps für die Nacht geschlossen wird, haben wir erstmal den kleinsten Loop in Angriff genommen. Tolle Landschaft, einfach zu fahren, Tiere links und rechts der Straße und manchmal einfach auch mitten drauf… was will man mehr?
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Irgendwann haben wir uns dann eine Stelle gesucht mit Blick auf eine Zebragruppe beim Grasen, und dann gemütlich im Auto unser Abendessen verzehrt. Was braucht man mehr? Vielleicht noch eine Abendgiraffe am Tor, oder ein Zebrababy, bevor wir sehr pünktlich um 18:52h zurück im Camp waren.
Und dann haben wir tatsächlich eine Stunde lang oder so den Fernseher angemacht und uns von einem zum anderen Programm durchgeblickt. Kam aber nix vernünftiges, und so sind wir tatsächlich der früh ins Bett gegangen. Umso leichter fällt morgen das Aufstehen, und dann gibts hoffentlich Tiere in Massen!

Tag 10 – iSimangaliso Wetlands (Eastern Shores)

Nachdem wir ja gestern später als sonst im Bett waren, haben wir fast schon ausgeschlafen – 6:30 oder so. Frühstück um 8, diesmal mit vier deutschen und zwei französischen Mit-Gästen. Lecker wie gestern auch, das Wetter war super und genau richtig für einen ganzen Tag in den Eastern Shores.

Nach dem obligatorischen Kaffeestopp im Ort…

… ging es schnell über die Brücke und kurz darauf rechts in den Park. Hier war es tatsächlich mal fast trubelig, viele Autos und ein paar Leute am Schalter der Rezeption, aber sobald wir drin waren, verlief sich das fast sofort. Die Landschaft ist ganz anders als gestern im westlichen Teil, weniger Gras, mehr Grün und vor allem mehr Bäume.




Der erste Stopp war (ganz klassisch, wir sind halt einfach alle Punkte abgefahren, die gingen) an den Mission Rocks. Wun-der-schön. Und da die meisten Touristen nur schnell auf den Strand gehen, ein paar Fotos machen und weiterfahren, ist man nach 20m dann auch eher alleine unterwegs.




Wir sind bestimmt eine Stunde hier rumgeschlichen, haben das Meer und die Tidal Pools (es war gerade noch nicht der Höchststand der Flut) beobachtet und fotografiert, und schließlich dieses wunderhübsche Exemplar gefunden:





Wir wollen gar nicht weg, aber irgendwann mussten wir doch weiter – allerdings wesentlich gemächlicher als die meisten anderen, die nachmittags noch eine Hippo-und-Croc-Tour machen wollten (das war jedenfalls der Grund bei unseren Tischnachbarn, die wir hier kurz gesehen haben). Wir hatten ja den ganzen Tag nichts anderes mehr vor, Hippos und Crocs hatten wir schon reichlich in Botswana, daher stand das für uns hier eher nicht auf dem Programm.
Also weiter bzw. erstmal ein Stück zurück zur normalen Parkstraße:




Wir haben jeden Loop und jeden Aussichtspunkt angesteuert, und dabei vor allem auf Kleingetier geachtet. OK, war auch nicht so viel Großgetier anwesend, aber das machte gar nichts, Landschaft und z.B. Ameisen sind auch spannend. Diese hier haben fußballgroße Nester (nehmen wir mal an) aus zusammengeklebten Blättern gebaut:


Und auch hier darf eine kurze Erinnerung an meinen Arbeitgeber nicht fehlen – am Eingang zu einem Hide, es geht halt nichts ohne Türschließer 😉

Die Aussicht von diesem Hide aus war super, die Ausbeute eher weniger, daher nur ein Landschaftsbild:

Am nächsten war es noch schöner, weil offener und bequemer, von hier aus konnten wir unsere ersten Hippos in diesem Urlaub sehen:





Auf allen Wegen zu Aussichtspunkten sind übrigens verschiedene Tierspuren in den Beton eingedrückt – schöne Idee, beim ersten Mal denkt man noch „oh, da ist das Impala aber im falschen Moment durchgelaufen“, aber ab dem dritten Mal erkennt man die Absicht…

Mittagessen gab’s hoch oben auf einem Aussichtsturm, den wir ganz für uns allein hatten. Mit Aussicht rundum auf den Park, die Dünen, den See…





Als wir zum Auto zurückkamen, habe ich mich kurz erschrecken lassen – von bestimmt 100 Heuschrecken, die direkt hinter unserem Auto saßen und alle weggehüpft sind, als ich um die Ecke kam.


Weiter ging’s, es war nicht mehr weit zum Cape Vidal – ja, da waren wir gestern schon im Dunkeln, das war der Ausgangspunkt des Strandabschnitts der No-Turtle-Tour. Jetzt also im Hellen und alleine, dafür aber natürlich nicht mehr mit Auto auf dem Strand.



Da es inzwischen ca. 15:00h war und die meisten anderen Touristen schon längst auf dem Rückweg waren, war es fast schon einsam. Fast, ein paar andere Leute waren schon noch da, und 1000000 Krabben/Krebse. Die sind echt unterhaltsam, und es wird auch beim 100. Tier nicht langweilig, zuzusehen wie sie blitzschnell in ihren Löchern verschwinden, sobald man näher kommt. So sind wir bestimmt 1,5 Stunden am Strand langgeschlendert und haben 500 Fotos oder so gemacht. Keine Sorge, ihr müsst nur eine Auswahl angucken:





Die größeren waren eher schon im Wasser anzutreffen, immer mal wieder „überrascht“ von einer Welle:



Auf dem Rückweg haben wir noch den letzten Loop mitgenommen, auch hier wieder: Kein Glück mit großen Tieren, die sind irgendwie nie an den Loops, wenn wir da sind. Eindrücke:





Zurück auf der Hauptstraße und schon in Feierabendlaune gab es dann doch noch ein paar schöne Sichtungen – direkt neben der Straße. Vielleicht sollten wir das mit den Loops aufgeben und nur noch die Hauptstraßen langpendeln, das scheint fast ergiebiger:



Ein Stück voraus konnten wir ein Auto am Straßenrand sehen, immer ein gutes Zeichen in einem Nationalpark. Also langsam ranrollen, und ja, rechts etwas entfernt schlich eine Hyäne durchs Gebüsch.

Beim Weiterrollen an die Stelle, an der gerade noch das andere Auto stand, merkten wir: DIE Hyäne haben sie nicht beoabchtet, sondern diese hier 2m neben dem Auto auf der Böschung:



Fast war’s das, nur noch die drei Nashorndamen, die wir gestern schon im Dunkeln getroffen haben. Standen ebenfalls seelenruhig neben der Straße und fraßen Gras, Autos haben sie nicht ernsthaft irritiert.


Und dann ging’s zurück nach St. Lucia, direkt ins Braza (wir wollten Fisch, aber da saßen mehrere große Gruppen, das war uns zu laut, und man kann ja den Fisch auch „drüben“ bestellen), danach zurück und nach einem Absacker ins Bett.

Tag 9 – iSimangaliso Wetlands (Western Shores)

Da das jetzt so drin ist, bin ich gegen 5 Uhr aufgewacht und habe die Zeit genutzt, ein bisschen was für den Blog zu schreiben und Fotos zu sortieren. Ab 8 Uhr gab es Frühstück, und wir saßen mit je zwei Spaniern und Franzosen zusammen draußen am Tisch. Die Unterhaltung war kreativ mit verschiedenen in-die-Runde-Übersetzungen, weil nicht jeder alle Sprachen verstand – geht aber alles. June tischte reichlich auf: Erst bekam jeder ein Schälchen frischen Obstsalat, und dazu gab es Toast, Marmelade, etwas Käse. Anschließend konnten wir das warme Frühstück bestellen, da gab es das Full English Breakfast, also Tomaten, Schinken, Würstchen, Hashbrowns, Eier (wahlweise gerührt, gespiegel, pochiert, oder als Omlett). Das reicht erst mal eine Weile.
Anschließend haben wir uns nach einem kurzen Abstecher in den Coffeeshop (ja, wir sind wieder in der Zivilisation, es gibt einen Coffeeshop mit echt gutem Kaffee) aufgemacht in die Western Shores, also den westlichen Teil, des iSimangaliso Wetlands Parks. Der ist kleiner als der östliche Teil und braucht weniger Zeit, das bot sich heute an. Unterwegs nochmal das Schild mit der Hippo-Warnung, diesmal die offizielle Version an der Straße:

Die Landschaft hier ist ganz anders, eben sehr „Wetlands“ – viel Gras, dazu aber auch palmenartige Bäume und insgesamt sehr grün. Das Wetter war (noch) nicht so besonders, es war zwar warm, aber bedeckt, das macht sich auf Fotos ja immer nicht so toll. „in echt“ war es aber trotz der Wolken sehr schön.


Die ersten Tiere, die wir zu Gesicht bekamen, waren mal wieder Meerkatzen. Diese saßen (dem Wetter angepasst?) zusammengekauert unter einer Palme, die Zeit wurde u.a. für die Morgentoilette genutzt:


Das Gnu auf dem Hügel ist weniger spannend, aber es guckt ungefähr so fasziniert auf das fliegende Rieseninsekt wie wir den halben Tag über.

Es klingt wie ein kleiner Hubschrauber, und es sieht genau so aus wie der „Goldene Schnatz“ bei Harry Potters Quidditch-Spielen. Also haben wir die Tiere auch konsequent „Schnatz“ genannt. Und wir hatten viele Schnatze! Hier zweimal in Nahaufnahme, und dann nochmal ganz ganz nah – einer hatte sich nämlich durch das offene Fenster ins Auto verirrt (@Sandra: ist noch nicht lange her, dass wir über so eine Situation gesprochen haben) und mit meiner Schulter kollidiert, der musste freundlich rausgebeten werden.



Wir sind zunächst, wie von Gary empfohlen, in den Loop abgebogen, da der eine Einbahnstraße ist und wir sonst einen größeren Umweg gefahren wären. Es gab diverse kleine Abstecher und einen größeren Picknickplatz, alle schön beschildert, damit man wenigstens im Fall der Fälle weiß, WER einen frisst und dass man selbst die Verantwortung dafür trägt.




Die Vegetation wechselt zwischen offenen Grasflächen und eher sumpfigen Bereichen, dazwischen auch mal ein bisschen buschiger Wald.




Es gab auch die üblichen Tiersichtungen, heute mal ein Grüppchen. Eine Giraffe versucht, sich ins Zebrateam einzugliedern, und dann macht eine Gruppe Giraffen einen Sitzstreik – das haben wir so noch nie gesehen, eigentlich sind die immer auf den Beinen, allerdings waren wir auch bisher immer in Parks, in denen es Löwen gibt, da müssen Giraffen im Zweifelsfall schnell weg. Auf manchen Bildern ist die Zuordnung von Körpern zu Hälsen ein bisschen schwierig…



Ein paar Minuten später eine muntere Zebra-Truppe mit Nachwuchs:



Und manchmal fragt man sich schon, wer hier eigentlich wen beobachtet…

Am Aireal Boardwalk haben wir uns ein paar Minuten die Beine vertreten (auf eigene Gefahr, klar) und sind über den Holzsteg bis zum Aussichtsdeck gelaufen. Nicht weit, aber man eine schöne Abwechslung. Roter Tausendfüßler inklusive, der sich kunstvoll den Ast hochgeschlängelt hat…



Der Ausblick ist aber auch nicht zu verachten, man schaut weit in den Park und natürlich treibt sich allerlei Antilopen-Getier im Bild rum. Diesmal vor allem Impalas und Wasserböcke, und Zebras sind ebenfalls nie weit weg.


Nach circa drei Stunden waren wir einmal durch diesen Parkteil durch und bereit für den nächsten Programmpunkt, Mittagessen im Ski Boat Club in St. Lucia. Der wurde wieder sowohl im Forum, als auch von unserem Gastgeber Gary empfohlen, vor allem wegen der tollen Aussicht. Gut, das Wetter hätte noch schöner sein dürfen, aber auch so konnte man die Dünen, das dahinter aufspritzende Meer und die Flamingos im Vordergrund schön beobachten.



Und dann kam schon fast das Abendprogramm – wir waren nur kurz im Guesthouse für ein wirklich kurzes Nickerchen und um uns mit mehrere Lagen Kleidung einzudecken. Um 17:15h wurden wir dann von einem Safari-Fahrzeug eingesammelt und unsere Turtle-Tour ging los. Ab Ende Oktober ist nämlich Saison für Meeresschildkröten, die kommen hier an den Strand und legen ihre Eier ab. Ich weiß, ich mache den Spannungsbogen kaputt (bzw. baue erst gar keinen auf), aber: wir haben die Tour inzwischen umgetauft in die „No-Turtle Tour“. Es war keine da. Null, nada, niente. War aber trotzdem ein schöner Abend, und so ist das eben mit dem Wildlife. Ist nicht immer da, wo man es gerne hätte.
Also, die Tour. Wir waren 9 Gäste im Auto, also voll besetzt, und neben dem Fahrer noch eine „Helferin“. Erstmal ging es durch den Eastern Shore-Teil des Parks, also den, den wir noch nicht kennen. Das sind ca. 30km bis Cape Vidal, wo normalerweise Ende ist. Der Park selbst geht noch 100 (?) km weiter, aber da ist für Touristen keine Straße vorgesehen. Nur zwei Tour-Anbieter dürfen überhaupt weiter, und so ging es durch die Schranke auf den Strand, mit deutlich reduziertem Reifendruck, damit wir da überhaupt fahren können.



Auf dem Hinweg wurde schon nach Spuren Ausschau gehalten, denn die Schildkröten (900kg schwere Leatherbacks und 180kg schwere Lockerheads) kriechen ja vom Wasser bis zu den Dünen. Auf dem Hinweg darf man sie auf keinen Fall stören, denn dann drehen sie einfach um und legen ihre Eier nicht ab. Gab aber eh keine Spuren…
Am Leven Point, dem äußersten Ende, das befahren werden darf, haben wir angehalten und es wurde das „Light Dinner“ auf der hinteren Ladeklappe aufgebaut:


Voller Hoffnung ging es dann zurück, wobei es schon da relativ unwahrscheinlich war, denn wenn keine Schildkröte hochgekrochen ist, wird wohl kaum eine inzwischen den Weg UND die Eiablage geschafft haben… und so war es dann ja auch. Auf dem gesamten Weg von ca. einer Stunde / 27km auf dem Strand haben wir NICHTS gesehen.
Dafür dann immerhin auf dem Rückweg durch den Park, also auf der Landseite der Dünen:




Die Nashörner sind übrigens enthornt, um sie vor Wilderern zu schützen. Sieht leider ein bisschen traurig aus, aber es rettet ihnen das Leben und beeinträchtigt sie nicht wirklich.
Damit war der Tag vorbei, um 23h waren wir wieder im Guesthouse. Lange nach unserer üblichen Zeit, also schnell ab ins Bett, morgen geht’s weiter!

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