Tag 4 – Zur Abwechslung mal planlos

Der Tagestitel sagts schon – heute hatten wir ausnahmsweise mal keinen Plan, was wir machen wollten. Fest stand nur: abends sollten wir in Visalia sein, damit wir morgen direkt in den ersten Nationalpark starten können. Ganz entspannt haben wir also noch vor dem Frühstück einen ersten Spaziergang gemacht. Direkt am Haus beginnt ein Park, der offensichtlich auch bei den Einheimischen sehr beliebt ist. Wir sind ca. 45 gelaufen und haben die Aussicht auf Felsen, Wellen und Küste genossen.

Es war noch wolkig, aber man konnte schon sehen, dass am Horizont die Sonne durchkam… also gute Aussichten! Hier noch die angekündigten Fotos vom Haus:
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Das können wir uneingeschränkt weiterempfehlen, besser hätte unsere erste Airbnb-Buchung nicht laufen können… Für die, denen Airbnb so gar nichts sagt: Das ist ein Internetportal, über das Privatleute Zimmer oder ganze Wohnungen vermieten. Theoretisch sogar auch “Betten in Zimmern”, aber die Option haben wir für uns beim Suchen immer ausgeschlossen. Wir haben noch zwei weitere Airbnb-Buchungen in Sausalito und Chicago, hoffentlich wird das genausogut – ihr werdet’s erfahren.

Next stop: Frühstück. Cambria ist ein sehr netter Ort, so wie man sich die Mainstreet einer amerikanischen Kleinstadt vorstellt. Restaurants, Cafés und Geschäfte reihen sich aneinander, es wirkt aber überhaupt nicht so, als würden Touristen erwartet. Und das, obwohl es der erste Ort nach 100 Meilen Highway 1 ohne nennenswerte Zeichen von Zivilisation ist…
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Frühstück gabs für uns in Linn’s Restaurant – eine spontane und goldrichtige Entscheidung. Eigentlich wollten wir nämlich gegenüber in ein Café, aber das Linn’s sah so nett aus, dass wir mal auf die Karte geguckt haben. Innen war es mal ganz anders als die uns bekannten amerikanischen Diners/Cafés.
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Als erstes hat uns mal der General Manager (aka der Sohn der Inhaberfamilie) auf deutsch angesprochen, als er uns hat reden hören. Er hat mal in St. Augustin gelebt… Dann habe ich einen Blick auf die Karte geworfen und überall (na gut, fast) stand GF oder GFO dabei, also glutenfrei oder glutenfreie Option vorhanden. Und dann haben sie noch diverse Gerichte mit Olallieberry – eine Züchtung aus 1/3 Himbeere und 2/3 Brombeere. Brombeeren sind mit meine Lieblingsfrüchte, Himbeeren kommen dicht dahinter. Und das dann in einer Frucht – großartig. Der Rest vom Frühstück war auch toll, sehr reichhaltig, Mittagessen brauchen wir heute bestimmt nicht :-)
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Am Nebentisch saßen mal wieder Leute mit ausgeprägtem persönlichem Stil. Eine Mischung aus Biker & Glitzerbarbie, mit Glitzertotenkopfapplikation, Glitzerohrringen, Glitzerstirnband… das volle Programm. Draußen haben wir dann auch die dazugehörigen Motorräder gesehen (besonders schön der Helm auf dem roten):

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Nach dem Frühstück sind wie ein Stück auf dem Highway 1 zurückgefahren, also nach oben (oder für Carsten: nach Norden). Dort gibt es eine Stelle, an der sich See-Elefanten tummeln, die wollten wir uns ansehen und gestern war es schon zu spät – für uns, nicht für die Tiere.
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Auf dem Rückweg dann schnell noch die Zebras am Hearst Castle fotografiert, die da unauffällig zwischen den Kühen weiden und Touristen irritieren…
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…und einen Kaffee in Lily’s Coffeeshop in Cambria holen, mal wieder einen richtigen Latte, die sind ja in Amerika nicht so selbstverständlich wie bei uns. Weiter ging’s über den Highway 1 Bis zum Morro Bay Statepark. Hier haben wir uns an den Strand gesetzt und eine halbe Stunde oder so Wasser, Dünen und den Morro Rock angesehen.
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Nächste Station war San Luis Obispo. Davon hatte ich so gar keine Vorstellung, aber da wir die Mission in Carmel gestern gestrichen hatten, wollte ich die hier sehen. Dass uns dann auch noch eine “walkable historic downtown” erwartet, also eine, die man wirklich zu Fuß erlaufen kann, mit schattenspendenden Bäumen und schönen Geschäften, das hatten wir gar nicht erwartet. Die Mission war auch ganz nett, aber nicht groß und das Museum hat weniger das gezeigt, was mich interessiert hätte. Egal, der Abstecher hat sich trotzdem gelohnt.
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Einen letzten Punkt haben wir noch, bevor wir uns auf den Weg zum Hotel machen: Pismo Beach. Toller Strand, breit und fast bis zum horizont lang, aber doch sehr touristisch. Da haben wir auf dem Pier ein bisschen Möwen und Möchtegernsurfer beobachtet, dann haben wir uns wieder verabschiedet.
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Auf der Fahrt nach Visalia im Landesinneren gibt es nicht viel Spannendes – ein neues Schild für meine XING-Sammlung, Weinfelder, Staubige Hügel, dann sehr staubige Ebene bis zum Horizont.
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Während Frank gefahren ist, habe ich schonmal das hier getippt, dann muss ich abends nur noch die Bilder dazuladen. Juhu, schlafen!! (als ob mich jemand zwingen würde, zu bloggen… selbst schuld…)

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