Kategorie: FLORIDAys (2011) (Seite 2 von 2)

Happy Nikolaus!

Wünschen wir euch von hier, wo der Nikolaus mit Cocktail unter’m Sonnenschirm sitzt und in seiner roten Badehose schwitzt… Alternativ gibt es hier allerlei Getier mit Nikolausmütze: 
Gesichtet wurden außerdem:

  • Seekühe mit Mütze
  • Flamingos mit Mütze
  • SantaSchlitten von Delphinen gezogen
  • SantaClaus im Boot statt auf dem Schlitten
  • Jeeps mit Rentiergeweihen und roter Rudolph-Nase

Ab auf die Keys

Den halben Weg hatten wir gestern Abend schon gemacht, von Homestead aus ist es nur noch eine halbe Stunde bis zum ersten Key, also der ersten Insel der Florida Keys. Vorher noch schnell den Walmart leergekauft und Kaffee geholt, dann ging es los.
Heute ist definitiv der Weg das Ziel, jedenfalls eins von drei Zielen. Während auf den größeren Keys das Inselgefühl beim reinen Durchfahren weniger aufkommt, liegen dazwischen viele kleinere Keys und man fährt alle paar Minuten (manchmal nicht mal soviel) über die nächste Brücke. Links liegt der Atlantik, rechts der Golf von Mexiko, beides unglaublich türkis und von palmenbestanden Stränden gesäumt. Viele Inseln sind ungefähr nur so breit wie die Straße plus links und rechts je ein Hotel / Resort mit eigenem Strand oder Bootsanleger. Wir haben ein paar Mal angehalten, um uns das aus der Nähe anzusehen, leider war die Strandbar, in die wir wollten, entweder wegen der Jahres- oder Uhrzeit geschlossen. Dann haben wir natürlich auch die Brücken fotografiert, teilweise laufen die alte und die neue Brücke parallel, die alte ist dann für Fußgänger, Radfahrer und Angler freigegeben. Und Pelikane, die sitzen hier überall rum. Sehr fotogen… (und @Melanie: Hier war unsere offizielle No.1!)
Mittags waren wir dann wie geplant im Bahia Honda State Park auf dem gleichnamigen Key. Soooo schön – es gibt außer einem Sea&Nature Center (so eine Art Ranger-Haus) keine Gebäude, nur zwei kleine Campingplätze direkt am Wasser und zwei kleine Marinas. Der Rest ist Natur, natürlich viele Palmen, klares Wasser und eine dekorative alte doppelstöckige Brücke (Eisenbahn unten, Autoverkehr oben, gebaut 1912 oder so, muss ich noch mal googeln). Wir haben erst mal unser Lunch-Picknick rausgeholt und unter Palmen unsere Hühnchen-Barbecue-Wraps gebastelt. Ich glaube, ich werde am Ende mal eine Fotoserie „unsere schönsten Picknickplätze“ zusammenstellen…

Anschließend sind wir eine Runde durch den Park geschlendert, über den Old Bahia Bridge Trail, der auf die Höhe der oberen Brücke führt. Ist ganz schön hoch da, aber man hat einen tollen Blick auf die Insel und die neue Brücke und den Strand und unseren Picknickplatz. Nach dem Spaziergang (Trail ist im Südwesten ja immer eher eine Wanderung, hier definitiv nicht) sind wir unten am Strand baden gegangen. Das Umziehen ist hier einfacher und vor allem billiger als in New Jersey vor vier Jahren… und das Wasser ist bestimmt wärmer. Wenn es sich auch im ersten Moment nicht so anfühlte, aber das ist ja irgendwie immer so. Wir haben ein bisschen geplantscht, die Brücke vom Wasser aus angeschaut und nebenbei unsere Unterwasser-Kamera ausprobiert, wir wollen ja demnächst noch schnorcheln gehen. Klappt, ist dicht.
Nun hatten wir fast (aber nur fast) so was wie Zeitdruck – schließlich wollten wir pünktlich zu DEM Ereignis auf Key West sein. Welches? Na, den Sonnenuntergang. Der wird hier jeden Abend zelebriert, mit hunderten von Menschen am Mallory Square, Musik und Unterhaltungsprogramm.
Erstmal mussten wir aber ins Hotel, das absolut entzückende „Angelinas Guesthouse“. Unser Zimmer ist klein, aber gemütlich, mit Blümchenbettwäsche und liebevollen Details in der Deko. Rund um die erste Etage geht eine Art Veranda/Balkon, vor jedem Zimmer stehen zwei Korbsessel oder Stühle und ein Tischchen, hier kann man gemütlich sitzen. Oder man geht gleich in den Garten mit Pool, Palmen, Liegestühlen, Hängematten. Dort kann man morgens auch frühstücken, oder einfach rumsitzen und Reiseberichte schreiben 😉
Überhaupt ist Key West eine tolle Mischung aus niedlich und cool. Klingt komisch, ist aber echt schön. Der südwestliche Teil rund um die Duval Street besteht aus schönen kleinen Holzhäusern, vielen Palmen natürlich, alles toll beleuchtet und dekoriert. Dazu kommen dann zahllose Bars, Restaurants kleine Geschäfte und auch ein paar Souvenirständen, aber nicht aufdringlich.
Wir sind also direkt nach dem Einchecken losmarschiert Richtung Westen, ganz ohne Karte, wir mussten einfach nur den anderen Touristen folgen. Klingt aber schlimmer als es ist, man hat überhaupt nicht das Gefühl, dass es hier überlaufen wäre – halt normal belebt und nicht „Mallorca im Dezember“. Am Mallory Square standen dann auch schon eine ganze Menge Leute, ließen sich von einem mäßig lustigen Straßenkünstler mit schrecklichem gespieltem französischem Akzent belustigen und warteten auf die Sonne. Mit einer sehr malerischen Wolke konnten wir 10-15min tolle Fotos machen, mit Sonnenstrahlen nach oben und unten, dekorativen Möwen und Segelbooten. Darunter war leider noch eine weitere Wolkenreihe, so dass man das eigentliche Eintauchen der Sonne ins Meer nicht mehr sehen konnte. Egal, war trotzdem schön und wir haben ja noch einen zweiten Versuch…
Weiter ging’s in gemächlichem Bummelschritt rund um den Mallory Square und dann über die Duval Street auf der Suche nach einem leckeren Abendessen. Wir sind im Hard Rock Café gelandet, aber einem total untypischen, in einem niedlichen Holzhaus – ja, das geht in einem Satz, Hard Rock Café und niedlich… Bei Burger und Potatoe Skins haben wir dann erst mal wieder Leute beobachtet, dafür war der Platz ideal.
Kurzer Zwischenstopp im Hotel, Socken holen (von den Füßen her wurde es langsam frisch in den FlipFlops). Dann zurück zur Duval Street, Frozen Pina Colada bei Fat Tuesday holen (das war schon in Las Vegas unser bevorzugter Cocktail-Dealer) und weiterbummeln. In Key West wird es mit dem „kein Alkohol auf den Straßen“ auch nicht so genau genommen, aber wir haben mal vorsichtshalber eine Serviette um den Becher gewickelt. Hilft auch gegen geeiste Hände. Weiter ging’s zum historischen Hafen von Key West, einer Restaurant-Meile, sehr nett gemacht (ok, und nicht wirklich historisch, sondern nachgebaut). Dann in gemächlichem Zickzack zurück in Richtung Hotel, in unser niedliches Zimmer „mit ohne TV“ – in den USA eine Seltenheit, aber hier Programm… Licht aus, Gute Nacht John-Boy, bis morgen…

Art déco und Strandleben

Der Tag begann mit einem etwas windigen Frühstück am Strand – mit leckerem Kaffee, Cornflakes und Muffin (gf, also für mich) und Sandwich (gh, also Frank). Wir haben es uns auf der Rampe eines Rettungsschwimmer-Turms gemütlich gemacht und den fast leeren Strand und die immer wieder durch die Wölkchen scheinende Sonne genossen. Erwähnte ich schon die üblichen Temperaturen hier? Morgens um 7:30h beim ersten Schritt vor die Tür so um die 23 Grad, tagsüber dann eher so 27-28 Grad. Mit dem Wind ist das sehr angenehm, ohne manchmal schon fast zu warm.
Anschließend ging es über diverse Inseln Richtung Süden. Links und rechts konnte man immer wieder mal den Atlantik oder den Intracoastal Waterway durchscheinen sehen, gerne dekoriert mit hübschen Häusern und großen Booten… scheint hier irgendwie dazuzugehören.
Ziel war Miami Beach, hier findet sonntags um 10:30h eine Walking Tour durch den Art Déco-Bezirk statt, die von der Design Preservation League angeboten wird. Erfahrungsgemäß (und auch hier wurden wir nicht entäuscht) sind solche Angebote in den USA immer sehr gut, die Erzähler/Freiwilligen sind sehr motiviert und können unheimlich viele interessante Fakten erzählen… So auch hier.

Kenn hat uns zwei Stunden lang die Entstehung, den Verfall und die Rettung der Art Déco-Gebäude erklärt. Nun wissen wir unter anderem, dass die Gebäude v.a. aus den späten 1930er Jahren stammen, nach dem ABA-Schema gebaut sind (symmetrisch, Mitte dominant), Augenbrauen haben (schattenspendende Vorsprünge über den Fenstern) und ursprünglich alle weiß waren, die Pastellfarben kamen erst in den 80ern.

Interessant auch, dass fast ganz Miami Beach im 2. Weltkrieg als Truppenstützpunkt diente – da gab’s sicherlich schlimmere Orte. Die Gebäude am Ocean Drive waren meist super erhalten bzw. renoviert, wir müssen demnächst mal Miami Vice gucken, das im Gegensatz zu CSI Miami tatsächlich hier gedreht wurde.
Nach der Führung wollten wir in einem der Art Déco-Restaurants lunchen, gelandet sind wir im Clearwater – Beschallung durch die sonntägliche Party inbegriffen. Aber: Das Ambiente ist sehr art-déco-ig, das Essen super, und man sitzt in perfekter Position zum People-Watching.
Als nächstes stand der Strand auf dem Programm, allerdings nur kurz gucken und ein paar Meter langlaufen bis zum nächsten Rettungsschwimmerposten (passend zu den Häusern in bunten Pastellfarben gestrichen).

Danach ging es per Auto weiter zur Südspitze von Miami Beach, zum South Beach Pointe State Park. Nicht unglaublich spektakulär, aber schön, mit Blick auf die Skyline von Miami, die einlaufenden Schiffe…
Und weiter, über die Brücke zurück aufs Festland und gleich weiter auf die nächste Insel, nämlich Key Biscayne. Irgendwie haben wir da wohl was verpasst, oder da ist nichts? Wir sind einmal fast bis zum Ende und zurück gefahren, haben auch mal (vergeblich) versucht, ans Wasser zu kommen – ging nicht. Also dann nicht, fahren wir halt zurück.

Zum Abschluss des Tages stand Miami Downtown auf dem Programm. Erstmal einen Parkplatz suchen, dann mit dem kostenlosen Metromover (einer Hochbahn) eine Runde durch die Hochhäuser der Innenstadt drehen. Witzig – man fährt teilweise auf Höhe der 6. Stockwerke, ich habe das extra gezählt! Oder auch mal mitten durch ein Gebäude – was da wohl zuerst da war, Haus oder Hochbahn?
Nachdem wir die kompletten Strecken mit zwei der drei Linien gefahren waren, ging’s zum Bayside Marketplace, einem Einkaufs-Vergnügungsviertel am Wasser. Wir haben nur ungefähr die Häfte gesehen, da dominierten günstigere Restaurants/Imbisse und Souvenirstände, außerdem gab es jede Menge Musik, teilweise live, und diverse Bootstourenanbieter. Uns war es etwas zu rummelig-touristisch, aber für ein schnelles Abendessen vor der Fahrt zu unserem nächsten Hotel war es ok.
Die Fahrt nach Homestead zum Super8-Motel war kürzer und schneller als erwartet, zum Glück wenig Verkehr (Sonntag Abend eben). Schneller Checkin, Reisebericht schreiben und ins Bett. Das war’s, morgen geht’s weiter.

Fort Lauderdale

Nach einer Nacht mit einigen Unterbrechungen (Jetlag lässt grüßen) machten wir uns zum ersten amerikanischen Frühstück seit über zwei Jahren auf – natürlich zum Dennys, um ein Grand Slam Breakfast zu ordern. Das ist das, was wir hier schon mal beschrieben haben… Nur jetzt natürlich für mich ohne Gluten, was es auf genau 4 Items reduzierte: Eier, Bacon, Schinken und frisches Obst. Unglaublich, wie gut Weintrauben schmecken können! Frank konnte auch Hashbrowns genießen, würde ja mal gerne wissen, wo die da Gluten dranmachen… aber wenn sie’s sagen…
Danach sind wir nach Fort Lauderdale reingefahren, um eine Rundfahrt mit einem auf alt getrimmten Schiff zu machen. Wurde allerdings kurzerhand auf nachmittags verschoben, weil die 9:30h-Tour für eine geschlossene Gruppe gebucht war.

Also sind wir erst mal in Ruhe die Küste raufgefahren, haben uns hier und da an den Strand gesetzt, Anglern auf einem Pier beim angeln zugesehen, einen Kaffee beim 7Eleven geholt und mal wieder den Süßegrad von aromatisierter Kaffeemilch unterschätzt. Egal, ab sofort ist das Mischungsverhältnis wieder klar. Ach ja, und noch was war bemerkenswert: ich habe ja vorher noch gescherzt, dass ich durch den Urlaub der Dauerbeschallung mit „Last Christmas“ entgehe – ratet, was im 7Eleven lief, als wir dort waren… Überhaupt ist es komisch, hier überall Weihnachtsdeko zu sehen und daneben dann immer 2-5 Palmen. Passt irgendwie nicht zusammen, aber hier stört da keinen. Oder vielmehr: wahrscheinlich sind sie es ja schon immer so gewohnt, also fehlt nichts.
Mittags haben wir in einem Publix eingekauft und mit unserem Lunchbeutel einen Tisch am Strand gegenüber dem Schiff besetzt. Lecker Baguette (Frank) und Maischips (ich), dazu zweierlei Hühnersalat. So sah das dann aus:

Um 14:30h ging es endlich auf’s Schiff und dann kreuz und quer durch die FTL-Kanäle.

Unglaublich, wie viele reiche Menschen es offensichtlich gibt. Nicht nur in der Ecke, die Milionairs Row heißt, auch sonst liegen da überall größere und noch größere Boote, von den Häusern ganz zu schweigen. Allerdings dabei auch welche, die echt hässlich sind. Besonders, wenn dort fliegende Elche und Schneemänner im Vorgarten stehen.
Teil der 3stündigen Tour ist ein Besuch auf einer tropischen Insel, wenig spektakuläre Tiere (Papageien hauptsächlich) und eine kurze Vorstellung von „Gator-Wrestling“, das wohl von den Indianern erfunden wurde. Viel Show, natürlich hat der Alligator erst mal dreimal das Maul fast von alleine zugeklappt, bis dann der Stunt endlich funktioniert hat. Aber na ja, ist ja im Preis mit drin. Auch hier wieder Weihnachtsstimmung – wir saßen auf einer Bank unter Palmen, mit Blick auf Bananenbäume und was-weiß-ich-was-das-war, und aus dem Lautsprecher über uns ertönte „Walking in a winter-wonderland“…

Nach dem Anlegen gab’s erst mal ein paar Pelikane zu fotografieren, die von einem Angler mit Fischinnereien gefüttert wurden. Anschließend sind wir mit dem Auto nach Fort Lauderdale Downtown gefahren, um uns das noch mal von Land aus anzusehen. Bis zur Dämmerung sind wir noch den Riverwalk langgelaufen und haben intensives People Watching betrieben. Witzig war vor allem die Hochzeitsprobe: ein Hochzeitsplaner hat eine Gruppe von Leuten immer wieder den Weg zum Pavilion entlangmarschieren lassen, bis das Tempo stimmte. Die Brautjungfern trugen dabei feierlich ihr iPhone vor sich her, auf dem ein Blumenstrauß zu sehen war – um möglichst nah an die Realität zu kommen??

Und als letzte stand dann noch eine Shopping Mall auf dem Programm, Sawgrass Mills, etwa eine halbe Stunde von unserem Hotel entfernt. Riesig, wir haben lange nicht alles gesehen, und außer je einem Paar Schuhe und einem Abendessen auch nichts gekauft. Waren irgendwie zu platt, der Jetlag ist noch nicht weg. Aber in den nächsten Tagen kommen wir noch an mehreren Shopping Malls vorbei, sollten wir da ein Bedürfnis haben.
Mehr morgen, ich hinke einen Tag hinterher, heute war schon wieder ein toller Tag (Frühstück am Strand, Miami Beach, Miami Downtown, Details folgen morgen).

Ab in den Süden

Nach einer relativ kurzen Nacht auf Melanies Sofa und einem gemeinsamen Frühstück sind wir mit dem Bus in 20min zum Flughafen Frankfurt gefahren. Wir waren relativ zeitig da, aber die Schlange vor der Sicherheitskontrolle war trotzdem schon ewig lang. Aber wir waren bei weitem nicht die letzten, hinter uns standen am Ende bestimmt noch mal so viele Leute. Da nur eine Kontrolle besetzt war, ging es entsprechend langsam vorwärts, erst als schon klar war, dass wir auf keinen Fall mehr pünktlich würden fliegen können, kam Verstärkung.
Frank hat dann doch noch mal nach einem Notausgangplatz gefragt (beim Vorabendcheckin hieß es, es gäbe keine mehr) – war natürlich noch einer frei. Ich sollte erst eine Reihe davor und drei Plätze weiter links sitzen, und dann gab es doch noch einen Platz zwar „über den Gang“, aber nur eine Reihe dahinter. Endlich im Flugzeug angekommen konnten wir schnell sehen, dass der mir angebotene Platz doch ein Notausgangplatz war. Sobald abzusehen war, dass keiner mehr kommt, bin ich also schnell umgezogen, damit kein anderer auf die Idee kommt – und da ich die beiden „Mitsitzer“ gebeten habe, einen Platz aufzurücken, saß ich dann sogar doch neben Frank, mit mehr als genug Beinfreiheit!
Die 11 Stunden Flug gingen relativ langsam rum: In-Seat-Entertainment gibt’s bei Condor nicht, und die Filme auf den Gemeinschaftsmonitoren haben sie erst nach über 4 Stunden gestartet. Das Essen war laut Frank auch nicht so besonders, ich hatte gleich darauf verzichtet, 15 EUR für ein glutenfreies Menü zu zahlen, sondern mich selbst versorgt. Mein Knäckebrot, Frühlingsquark (gibt’s in 62,5g-Packungen und passt damit in die Handgepäck-Flüssigkeiten-Tüte) und die Tomaten sowie Snickers und Schokoreiswaffeln waren ein prima Ersatz.
In Fort Lauderdale angekommen ging das Schlangestehen weiter: Erst an der Immigration, dann beim Zoll, schließlich bei der Autovermietung. Aber dann konnten wir uns endlich ein Auto aus der Choice Line aussuchen (Ford Escape, wie beim letzten Mal, auch wenn wir hier wohl nicht wirklich einen Geländewagen brauchen) und uns auf den Weg machen.
Ist zwar schon anders, als im Westen oder in New York, mehr Palmen halt, aber unverkennbar Amerika. Man fühlt sich gleich so richtig heimisch, wenn die breiten Straßen vor einem liegen, die Ampeln wieder HINTER der Kreuzung hängen, die Straßenschilder groß und gut sichtbar sind und links und rechts die üblichen FastFood-Ketten auftauchen. Etwas mussten wir suchen, weil das Navi erst eine falsche Adresse gesucht hat (ok, könnte auch ein Anwenderfehler gewesen sein…), zum Glück war es nicht weit von der tatsächlichen Adresse entfernt. Das Motel 6 hatten wir vorgebucht, ist eines der älteren/unrenovierteren, aber Luxus hatten wir auch nicht erwartet.
Nach einer kurzen Pause sind wir dann gleich los, wir wollten zumindest noch einmal kurz den Strand sehen. Als wir das letzte Mal so richtig am Atlantik waren (2004 in New Jersey), durften wir nicht ans Wasser bzw. hätten richtig zahlen müssen. Wollten wir damals nicht, jetzt ist es kostenlos. Leider war es relativ bewölkt, dabei aber ziemlich warm.

Süß ist unser Navi: Das liest brav alles vor, was da steht, und versucht einen Sinn zu erkennen – z.B. „Enn Federal HaWeÜpsilon“ für „N Federal Hwy (Highway)“. Oder „Ocean Doktor“ wenn es doch ein „Ocean Dr (Drive)“ ist…
Nach der Strandstippvisite sind wir dann erst mal einkaufen gefahren, damit ich ein paar Grundnahrungsmittel im Auto habe (Cornflakes, Muffins, Kekse) und nicht immer zugucken muss, wenn Frank irgendwo was isst. Im Wholefoods (eine riesige Biosupermarkt-Kette) haben wir uns dann auch gleich unser Abendessen geholt: diverse warme Speisen von der Selbstbedienungstheke, damit haben wir in NY gute Erfahrungen gemacht. Schön draußen sitzen, essen, den Jetlag bekämpfen und dann doch unterliegen – zurück ins Hotel und um 20:15h war das Licht aus…
 
 

Es geht los!


na, fast. Noch ein paar Stündchen arbeiten, aber um 13h verlasse ich das Büro, egal was kommt. Dann fahren wir nach Frankfurt, checken ein (Notausgangplätze? Drückt uns die Daumen) und machen uns dann einen schönen Abend mit einer Freundin. Und morgen früh geht’s dann wirklich los. Um 10:00h, wir liiiiiiieben Fliegen… auch wenn Condor kein In-Seat-Entertainment hat. Schlafen wir halt und sind dann fit, wenn wir irgendwann Nachmittags in Florida landen (Ortszeit).
Noch eine technische Anmerkung: wer kommentieren möchte, muss beim ersten Mal auf Freischaltung warten, beim zweiten Mal mit gleichem Namen/Email geht’s dann direkt. Ansonsten spammen mich hier irgendwelche Medikamente-Versender zu, ich lösche täglich 15 „Kommentare“, seit der Blog besteht. Also – euch lösche ich natürlich nicht 😉

Hotels…

Ganz entgegen unserer sonstigen Gewohnheit haben wir tatsächlich schon mehrere Hotels vorgebucht. 2x Motel6 in Fort Lauderdale für 45,99$/Nacht, dann 1x Homestead (Super8, Preis weiß ich gerade nicht, aber auch sowas in der Art), und für Key West haben wir uns durch einen unserer Lieblings-Reiseblogs (westernladys-world.net) und TripAdvisor beraten lassen und nun Angelina’s Guesthouse (www.angelinasguesthouse.com) für zwei Nächte à 94$ gebucht.

Routenplanung Florida

So 100%ig steht es ja noch nicht fest, wo wir genau herfahren, aber die grobe Route sieht so aus:
Wir fliegen mit Condor von Frankfurt nach Fort Lauderdale, da bleiben wir zwei Nächte (1 Tag FTL ansehen, 1 Tag Miami). Weiter geht’s nach Homestead als Ausgangspunkt für den nächsten Tag, die Florida Keys. In Key West bleiben wir zwei Nächte, eine weitere Nacht dann irgendwo „auf einem anderen Key“. Nochmal Homestead, dann Everglades NP. Von hier aus an die Westküste, und ab dann wissen wir wirklich nur die groben Orte: Naples, Fort Meyers, St.Petersburg, jeweils mit den interessantesten Stränden, außerdem habe ich eine Plantage auf der Sightseeing-Liste. Danach quer rüber nach Osten, Orlando mitnehmen (und vielleicht einen Freizeitpark), an die Küste und Raketen gucken. Und zuletzt wieder runter nach FTL.

Neuere Beiträge »