Fort Lauderdale

Nach einer Nacht mit einigen Unterbrechungen (Jetlag lässt grüßen) machten wir uns zum ersten amerikanischen Frühstück seit über zwei Jahren auf – natürlich zum Dennys, um ein Grand Slam Breakfast zu ordern. Das ist das, was wir hier schon mal beschrieben haben… Nur jetzt natürlich für mich ohne Gluten, was es auf genau 4 Items reduzierte: Eier, Bacon, Schinken und frisches Obst. Unglaublich, wie gut Weintrauben schmecken können! Frank konnte auch Hashbrowns genießen, würde ja mal gerne wissen, wo die da Gluten dranmachen… aber wenn sie’s sagen…

Danach sind wir nach Fort Lauderdale reingefahren, um eine Rundfahrt mit einem auf alt getrimmten Schiff zu machen. Wurde allerdings kurzerhand auf nachmittags verschoben, weil die 9:30h-Tour für eine geschlossene Gruppe gebucht war.

Also sind wir erst mal in Ruhe die Küste raufgefahren, haben uns hier und da an den Strand gesetzt, Anglern auf einem Pier beim angeln zugesehen, einen Kaffee beim 7Eleven geholt und mal wieder den Süßegrad von aromatisierter Kaffeemilch unterschätzt. Egal, ab sofort ist das Mischungsverhältnis wieder klar. Ach ja, und noch was war bemerkenswert: ich habe ja vorher noch gescherzt, dass ich durch den Urlaub der Dauerbeschallung mit „Last Christmas“ entgehe – ratet, was im 7Eleven lief, als wir dort waren… Überhaupt ist es komisch, hier überall Weihnachtsdeko zu sehen und daneben dann immer 2-5 Palmen. Passt irgendwie nicht zusammen, aber hier stört da keinen. Oder vielmehr: wahrscheinlich sind sie es ja schon immer so gewohnt, also fehlt nichts.

Mittags haben wir in einem Publix eingekauft und mit unserem Lunchbeutel einen Tisch am Strand gegenüber dem Schiff besetzt. Lecker Baguette (Frank) und Maischips (ich), dazu zweierlei Hühnersalat. So sah das dann aus:

Um 14:30h ging es endlich auf’s Schiff und dann kreuz und quer durch die FTL-Kanäle.

Unglaublich, wie viele reiche Menschen es offensichtlich gibt. Nicht nur in der Ecke, die Milionairs Row heißt, auch sonst liegen da überall größere und noch größere Boote, von den Häusern ganz zu schweigen. Allerdings dabei auch welche, die echt hässlich sind. Besonders, wenn dort fliegende Elche und Schneemänner im Vorgarten stehen.

Teil der 3stündigen Tour ist ein Besuch auf einer tropischen Insel, wenig spektakuläre Tiere (Papageien hauptsächlich) und eine kurze Vorstellung von „Gator-Wrestling“, das wohl von den Indianern erfunden wurde. Viel Show, natürlich hat der Alligator erst mal dreimal das Maul fast von alleine zugeklappt, bis dann der Stunt endlich funktioniert hat. Aber na ja, ist ja im Preis mit drin. Auch hier wieder Weihnachtsstimmung – wir saßen auf einer Bank unter Palmen, mit Blick auf Bananenbäume und was-weiß-ich-was-das-war, und aus dem Lautsprecher über uns ertönte „Walking in a winter-wonderland“…

Nach dem Anlegen gab’s erst mal ein paar Pelikane zu fotografieren, die von einem Angler mit Fischinnereien gefüttert wurden. Anschließend sind wir mit dem Auto nach Fort Lauderdale Downtown gefahren, um uns das noch mal von Land aus anzusehen. Bis zur Dämmerung sind wir noch den Riverwalk langgelaufen und haben intensives People Watching betrieben. Witzig war vor allem die Hochzeitsprobe: ein Hochzeitsplaner hat eine Gruppe von Leuten immer wieder den Weg zum Pavilion entlangmarschieren lassen, bis das Tempo stimmte. Die Brautjungfern trugen dabei feierlich ihr iPhone vor sich her, auf dem ein Blumenstrauß zu sehen war – um möglichst nah an die Realität zu kommen??

Und als letzte stand dann noch eine Shopping Mall auf dem Programm, Sawgrass Mills, etwa eine halbe Stunde von unserem Hotel entfernt. Riesig, wir haben lange nicht alles gesehen, und außer je einem Paar Schuhe und einem Abendessen auch nichts gekauft. Waren irgendwie zu platt, der Jetlag ist noch nicht weg. Aber in den nächsten Tagen kommen wir noch an mehreren Shopping Malls vorbei, sollten wir da ein Bedürfnis haben.

Mehr morgen, ich hinke einen Tag hinterher, heute war schon wieder ein toller Tag (Frühstück am Strand, Miami Beach, Miami Downtown, Details folgen morgen).

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