Tag 21 – Rund um Lower Sabie

[leider noch ohne Fotos – der Laptop ist kaputt]

Ich kürze mal: 4:30h aufstehen, Katzenwäsche und Nescafé-Heißgetränk, 5:00h los zum Sunset Dam.

Nach einiger Zeit haben wir dann – wie langweilig – einfach den gleichen Loop nochmal gemacht, den wir gestern schon so toll fanden. Sprich: auf zur Mlondozi Picnic Site mit Blick auf das Wasserloch.

Zunächst gab’s Hyänen zu sehen. Dann kam vom seitlichen Bildrand eine Elefantenfamilie dazu – wir konnte sie schon länger vorher sehen, alle anderen Tiere haben sicherheitshalber nochmal einen großen Schluck genommen, bevor die Elefanten da waren – denn dann ist erstmal das Wasserloch blockiert und niemand darf dran.

Da könnte ich stundenlang zuschauen, egal ob Eli-Babies, die noch nicht mit dem Rüssel umgehen können, oder Halbstarke, die vorwitzige andere Tiere verscheuchen, oder die souveräne Matriarchin, die auf alle aufpasst…

Erst danach durften dann wieder die Gnus ran, die in sicherer und respektvoller Entfernung gewartet hatten.

Irgendwann haben wir uns dann aber doch losgerissen und sind zu einer Ecke gefahren, an der angeblich Hyänenbabies sein sollten. Waren sie vielleicht auch, dann aber schlafend und unterirdisch im Abflussrohr unter der Straße, gesehen haben wir jedenfalls nichts. Vielleicht waren wir auch am falschen Abflussrohr, keine Ahnung.

Etwas weiter konnten wir eine tote Antilope im Baum entdecken, normalerweise ein Zeichen für einen Leoparden, aber hier zumindest aktuell nicht. Als wir später nochmal vorbeigefahren sind, war das tote Tier weg, da haben wir den richtigen Moment wohl verpasst.

Dafür hatten wir einen Elefantenstau – ein einzelnes Tier meinte, es wäre doch sehr bequem, auf der asphaltierten Hauptstraße zu spazieren. Eine ganze Weile ging das so, und brav sind alle Autos auf der einen Seite langsam vorwärts, auf der Gegenseite rückwärts gerollt.

Nun war erstmal Zeit für Frühstück im Restaurant vom Lower Sabie Camp – als Rahmenprogramm haben sich heute Krokodile, eine Giraffen- und eine Elefantenherde eingefunden.

Damit waren wir bis 12:45h beschäftigt, es gibt echt langweiligere Beschäftigungen, während man auf den Schlüssel für die nächste Unterkunft wartet :-)

Für die letzte Nacht ging’s nun in ein Safarizelt mit River View, und (klar) einem dormakaba Türschließer an der Außenküche. Ich hatte es vorher schon scherzhaft gesagt/ans Team geschrieben, aber hier habe ich dann tatsächlich noch einen Türschließer mit Elefant im Hintergrund fotografieren können…

Nach einer kurzen Siestag und einem Kurzbesuch bei Mugg&Bean (Kaffee zum Mitnehmen haben sie nämlich auch) waren wir um 14:30h wieder unterwegs. Weil’s so schön war und weil man eh nie weiß, wo sich die spannendsten Tiere aufhalten, sind wir ungefähr den gleichen Loop wie gestern gefahren, mit kleinen Abweichungen. Insgesamt gab es weniger Tiere, aber war trotzdem einfach schön. Wieder haben wir festgestellt, dass hier zwar natürlich mehr Menschen unterwegs sind als in manchen anderen Ecken, aber solange man nicht gerade im Elefantenstau steht, konnten wir denen ganz gut aus dem Weg gehen.

Mein persönliches Highlight heute: eine große Pavianfamilie mit vielen Kleinen.

Gegen 18:15h waren wir zurück im Camp und haben uns direkt zum Abendessen / zu Tierparade begeben. Alles wie gestern, genauso lecker, genauso faszinierend, dass das Getier da einfach so teilweise fast zum Greifen nah vorbeiflaniert. Ich suche immer noch die Regiekabine… das MUSS doch einer dirigieren…

Schon um 19:15h (wird ja früh dunkel und dann wird’s mit dem Tieregucken schwierig) sind wir zum Zelt zurückgewandert. Also gewandert heißt 150m oder so über den Holzsteg gelaufen, damit da keine falschen Vorstellungen aufkommen.

Hier haben wir unsere restliche Kohle verfeuert, den Restalkohol (Bier bzw. Gin&Tonic) vernichtet und einfach die Atmosphäre genossen. Gute Entscheidung, die letzte Nacht auch hier zu verbringen, auch wenn wir natürlich nicht wissen, wie es in Berg-en-Dal gewesen wäre. Aber schöner als hier kann es fast nicht sein, da sind wir uns sicher.