Tag 13 – Colorado National Monument

Wieder müssen wir nicht weit fahren zu unserem Tagesprogramm: das Colorado National Monument liegt in Sichtweite von Grand Junction, und da wir abends nochmal im gleichen Hotel übernachten, haben wir heute hauptsächlich die Meilen IM Park vor uns. Auch mal schön…

Und so sind wir nach dem Frühstück bei noch frischen 13 Grad und Sonne aufgebrochen und haben erstmal eingekauft. Und haben Kaffee geholt – die Frau im Coffeeshop hat mich gefragt, ob ich ein Tape für die Trinköffnung haben möchte, damit es beim Fahren nicht rausschwappt – kennt die mich etwa???

Jetzt aber los, es war ja fast schon spät. Ca. 10 Meilen fahren, runter von der Interstate, dann Nationalparkpass vorzeigen und schon sind wir drin. So ein Jahrespass ist echt praktisch, und wir haben ihn am Ende mehr als ausgenutzt, vor allem da zum 1.10. die Eintrittspreise in den meisten Nationalparks & Co. erhöht wurden.

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Durch dieses National Monument fährt man auf einer 23 Meilen langen Straße, immer knapp (und das ist manchmal wirklich sehr wörtlich zu nehmen) am Rand entlang. Leitplanken sind auch bis auf wenige Ausnahmen nicht vorhanden, man sollte also vor allem als Beifahrer eine gewisse Schwindelfreiheit mitbringen. Zumindest wenn man von Ost nach West durchfährt, andersrum geht’s besser.

Wir sind im Westen reingefahren, weil das Navi uns dahin geführt hat, die Entfernung wäre vermutlich zu beiden Seiten gleich gewesen. Egal, nun waren wir also im Westen.

Vorteil: man ist direkt am Visitorcenter. Stempel, Fragen stellen, wie immer.
Nachteil: man fährt nach Osten. Morgens. Also gegen die Sonne.

Wir haben das aber erstmal ignoriert und sind vom Visitorcenter aus den ersten Trail gelaufen, ungefähr eine Stunde auf dem Canyon Rim Trail. Die Fotos sind (siehe oben) natürlich nicht so richtig optimal, weil alle Monuments im Gegenlicht standen, trotzdem war’s ein schöner Spaziergang:

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Danach haben wir uns entschieden, erstmal ein Stück bis in die Mitte des Parks zu fahren – dort gibt es einen Parkplatz mit einer schönen Mauer, auf der man picknicken kann. Die Rangerin hatte extra drauf hingewiesen, dass es nur am Anfang und am Ende Picknicktische gibt. Tisch brauchen wir nicht, aber sitzen ist schon schön. Also gab es erst ein paar Aussichtspunkte, von denen aus man die bekanntesten “Monuments” sehen konnte, z.B. Das Independence Monument, das je nach Standpunkt aussieht wie eine Säule, aber eigentlich relativ lang und dabei schmal ist:

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Hier noch das “Kissing Couple”:

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Und dann gab’s Salat mit Aussicht:

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Nächster Punkt auf dem Programm: Der Coke Oven Trail. Hier läuft man erst ein Stück über enge Serpentinen in den Canyon, dann auf einem flachen Weg bis zu den “Koksöfen”, einer Felsformation. Der Weg war super zu laufen, am Ende konnte man allerdings die Koksöfen nicht wirklich gut sehen, das ging dann später besser vom nächsten Aussichtspunkt aus. Die knappe Stunde hat sich aber trotzdem gelohnt!

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Und weiter ging’s, immer noch zurück von der Mitte zu unserem Startpunkt. Wir haben einfach alle Aussichtspunkte nacheinander abgeklappert, die wir vorher noch nicht gesehen hatten, das ging in dieser Richtung viel beser, weil alle Parkplätze und Haltebuchten auf der richtigen Seite liegen und man nicht immer abenteuerlich auf die andere Straßenseite musste.

Noch ein Trail stand auf unserer Liste, Ottos Trail. Der Lieblingstrail der Rangerin von heute morgen. Ein relativ kurzer Spaziergang, aber auch hier waren wir alleine, weil die meisten Touristen nur die Haltebuchten anfahren, an denen man quasi vom Auto aus, maximal aber 10m weiter alle wichtigen Dinge sehen kann. Alles über 100m gilt da schon als Wanderung…

Nach einem kurzen Toilettenstopp am Visitorcenter gab’s noch einen kurzen Abstecher (diesmal per Auto) zu dem ersten Trail-Zielpunkt von heute morgen, um nochmal Fotos ohne Gegenlicht zu machen:

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Und dann haben wir uns endlich aufgemacht in die andere Hälfte des Parks, laut der Rangerin weniger interessant und besucht, u.a. weil dort die Monuments keine Namen haben. Na, ob das der Grund ist… ich hätte jetzt mal ketzerisch gesagt “weil da halt viel weniger interessante Monuments und Trails sind”. Aber gut, ist ja auch egal.

Wir fanden die zweite Hälfte gar nicht so schlecht, ganz anders, aber es gab auch dort einige tolle Aussichtspunkte. Wir haben sie alle abgeklappert, hier die wichtigsten:

Upper Ute Canyon Overlook – mit einer Mumie an der Felswand gegenüber und einem großartigen Echo. Da wir alleine waren, haben wir das auch ausgiebig gestestet. Das konnte sogar “Bürgermeister von Wesel”, und da kam dann nicht etwa der übliche Esel zurück, sondern wirklich “Bürgermeister von Wesel”. Gepfiffene Filmmelodiein konnte es auch, Star Trek war besonders gut… Ist jetzt nur schlecht auf dem Foto zu vermitteln ;-)

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Ute Canyon View – großartige Sicht auf einen langen Canyon mit Seitentälern, in der Ferne konnte man man Grand Junction sehen, den Ort, in dem wir letzte und nächste Nacht (ge)schlafen (haben).

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Den letzten Punkt auf der Karte haben wir uns gespart, wandern wollten wir nicht mehr, schon gar nicht 1 Meile bergauf, und sonst gab’s da nichts, soweit man das der Karte entnehmen konnte. Also ab nach Hause, beziehungsweise zurück in die Zivilisation.

In der Shopping Mall haben wir zwar nichts gefunden, was gekauft werden musste, aber immerhin mal einen Jagd-Shop von innen gesehen. Wir dachten eigentlich, es wäre ein “Rundum Outdoor-“Laden, aber der Angel- und Camping-Teil war doch sehr überschaubar. Was anderes gab’s gar nicht. Dafür aber ein riesiger Bereich voller Waffen, Munition, Tarnkleidung in allen Formen und Farben, Bewegungsmelder (um Tiere aufzuspüren), Plastik-Hirsche als Übungsziele, und überall ausgestopfte Tiere. Irgendwie gruselig. Da konnte ich nicht lange drinbleiben.

Danach sind wir nur noch einkaufen gegangen und waren bei Chili’s essen. Gleiche Auswahl wie vorgestern, also Frank Guacamole-Burger und ich Salat. Frank hat sich noch einen Nachtisch bestellt – dazu gibt’s auf jedem Tisch ein kleines Terminal, da kann man Getränke und Nachtisch bestellen, Spiele spielen, Inhaltsstoffe der Gerichte nachsehen und am Ende auch selbständig bezahlen. Sogar die Anzahl der Löffel, die man zum Nachtisch haben möchte, kann man festlegen:

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(hat nicht geholfen, Cinnamon Rolls sind ja so absolut nicht glutenfrei… also nur 1 Löffel).

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