Tag 7 – Strände und Schmuggler

Wenn man morgens an der roten Ampel steht und sich einfach freut, dass alles so “amerikanisch” aussieht rundherum – die Autos, die breiten Straßen, die Palmen, die Werbetafeln, die Geschäfte und Restaurantketten…

Wenn man eine lange, schmale Insel entlangfährt, rechts immer wieder das Meer aufblitzen sieht, einfach irgendwo anhält und an einem endlosen Strand mit ganz wenigen anderen Leuten landet. Und dann beim Muschelnsuchen innerhalb weniger Minuten den ersten Riesenkaffeebecher vollgesammelt hat und – nach einem verstohlenen Blick auf die anderen Sammler – dazu übergeht, Korallenstücke statt Muscheln zu sammeln und damit einen weiteren Becher füllt…

Wenn man im Vorbeifahren ein Piratenschiff sieht, kurzerhand umdreht und 1h auf einem tollen Minigolfplatz spielt, mit  Bahnen auf verschiedenen Ebenen, zwischen echten Alligatoren, durch und unter einem Wasserfall, auf besagtem Schiff und in der Schmugglerhöhle…

Wenn man in einen Statepark fährt und dort ein Strand schöner als der andere ist und wir einen davon ganz für uns alleine haben, um die Pelikane zu beobachten, die ihr Abendessen fangen…

Wenn der Sonnenuntergang selbst ohne die Sonnenuntergangeinstellung der Kamera unglaublich kitschig-schön ist mit blau-rot-rosafarbenem Himmel hinter Palmen und Dünengras…

Wenn das Abendessen “Baby Back Ribs” heisst und von selbst vom Knochen fällt, begleitet von einer gebackenen Süßkartoffel mit Honigbutter und Zimt…

… dann würde ich sagen: wir hatten einen perfekten Urlaubstag!

Und wenn nun noch alle, die das hier lesen, einen kurzen Kommentar hinterlassen, dann wird es ein noch perfekterererer Tag :-)  Diejenigen, die schon kommentiert haben, dürfen natürlich gerne nochmal, müssen aber nicht – ich habe euch alle gesehen und mich gefreut!

9 Kommentare zu Tag 7 – Strände und Schmuggler

  1. Hey Nicola,

    bei den Baby Back Ribs läuft einem das Wasser im Mund zusammen – Wars das Outback Restaurant?

    Ich hab die Tage schonmal einen deiner FloriDays kommentiert, der Blog hat mich da wohl nicht wirklich gemocht^^ :D.

    Apropos die Aufnahmen von Ginnie Springs haben mich sprichwörtlich weggehauen. Die Farbe des Wassers sieht spektakulärer aus als auf Photoshop Fakes haha!!

    Grüße,
    Chris

    • jep, Outback Steakhouse… sooooo gut!
      Ginnie Springs: “isch ‘abe gar kein Photoshop”, das war wirklich so unwirklich türkis… (ok, ich habe natuerlich schon Software da, die das koennte, aber die ist absolut unnoetig).
      wuensche dir weiterhin viel Vorfreude!!!

  2. Wir haben es hier auch kitschig schön. Sonnenaufgang mit rotem Himmel. Die Sonne scheint ins Global Gate und von den Fenstern dort werde ich geblendet…
    Sehr schöne Bilder und Berichte hast Du da online :-) Da ich noch 3 Wochen bis zum nächsten Urlaub durchhalten muss, sage ich einfach mal: 3 Wochen Norwegen im September waren auch wunderschön. Und ich bin auch gar nicht neidisch ;-)

    • Neid wollen wir gar nicht wecken, wir nennen es lieber Inspiration… und ein Sonnenaufgang gespiegelt im GG ist doch auch schonmal was ;-)

  3. Wenn man nach draußen schaut, und es ist um 10:13 Uhr ziemlich dunkel, grau und regnerisch…

    Wenn die Hälfte der Kollegen im Urlaub oder krank ist…

    Wenn man mit Kopfschmerzen im Büro sitzt und noch eine Woche auf seinen Urlaub warten muss…

    … dann würde ich sagen: ich wünsche mir so einen traumhaft schönen Tag wie ihr ihn hattet. Und Hunger habe ich jetzt auch. Noch 1:15h :D

    • du duerftest genau jetzt in der Kantine sein – also hat sich zumindest der Hunger erledigt… Gruesse an die uebriggebliebenen Kollegen… und du halt durch, bald ist Weihnachten (seit Thanksgiving durch ist, laufen hier ueberall non-stop Weihnachtslieder – es wird also ernst)

  4. Wie soll man denn einen Kommentar hinterlassen, wenn man so gut wie sprachlos ist…? ;)

  5. Wenn man im Amiland ist, weiß man, dass alles etwas dicker aufgetragen wird. Und mit dem Piratenschiff dürften die sogenannten Piraten keine Seemeile weit gekommen sein, weil dieses Schiff eher eine künstlerisch frei gedeutete Version des “fliegenden Holländers” ist.

    Wenn Pelikane sich ihr Abend(fr)essen zusammenfischen, wäre es doch einfacher gewesen, den Auftrag zu erteilen, gleich Euren Bedarf der abendlichen Versorgung mit zu erledigen.

    Wenn ich aber das Bild Eurer Menüfolge für den Abend sehe und die Details hierzu lese, war das tatsächliche Nachtmahl wohl schmackhafter. Es bleibt nur zu hoffen, dass das selbstätig abfallende Fleisch durch angepasste Esstechniken und einer ausreichenden Schnelligkeit doch noch die menschlichen verarbeitungstechnischen Standardwerkzeuge erreicht hat und der restierende “abfallene Trend” in Richtung Magen tendierte.

    Wenn kaffeebecher als Sammelbehältnis für Muscheln und Korallen dienen müssen, kehrt ihr doch mehr zu den Ursprüngen des Tauschverkehrs zurück, weil mit Muscheln und Korallen ja zeitweilig auch der Zahlungsverkehr abgewickelt wurde. Gab es auch Wechselgeld zu finden? In den modernen oder weniger modernen Industrienationen diene die Kaffeebecher ja auch treu und brav bei Sammelaktionen für Wechselgeld, denn das Geld muss ja erst einmal vom Spender an den Sammler wechseln.

    Wenn die fototechnische Verarbeitung von Sonnenuntergängen von Photoshop abhängig ist, warum sagt das der Sonne und den Palmen und dem Meer das denn keiner. Aber lieber nicht, sonst hören die möglicherweise völlig auf, sich so kitschig schön zu präsentieren.

    Wenn ich dass also alles so lese und die Bilder sehe, dann kann ich ein immer stärker werdendes Gefühl des “Dabeisein-wollens” kaum noch unterdrücken. Wobei ich mir durchaus klar darüber bin, dass das wohl in den nächsten Jahren nichts wird mit ähnlich schönen Eindrücken der amerikanischen Art.

    und daher wünsche ich noch viel Spaß, weitere schöne Bilder und Berichte und noch eine wunderschöne Zeit. Und macht mir gerne auch weiterhin einen “langen Hals”!

    Beste Grüße
    Hermann

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