Tag 2 – Wo die Zitronen blüh’n

Der erste Tag fing an wie in fast jedem anderen USA-Urlaub:

Miami Beach, 3:14h
Körper: Hey, aufstehen, es ist Frühstückszeit!!!
Kopf: Klappe, es ist mitten in der Nacht.
Körper: Nein, ich bin wach, aufstehen!!!!
Kopf: Ruhe, ich will schlafen.
Körper: Aber die innere Uhr sagt, es ist Morgen!!!
Kopf: %&*%$&&%$*

Irgendwie haben sie sich dann aber doch geeinigt und zumindest bis 6:30h weitergeschlafen. Mehr ging nicht… also aufstehen, fertigmachen, raus und frühstücken.

Das schöne Wetter war noch nicht so richtig da, Miami Skyline war in den niedrigen Wolken verschwunden – aber das stört uns heute nicht wirklich, denn auf dem Programm steht ja eh eine lange Fahrt, damit wir das nicht am Ende vor uns haben. Und zwischen den Manatees und Miami liegt nicht so viel Interessantes, wenn man auf Disneyworld & Co rund um Orlando keinen Wert legt. Zwischen zwei Ausfahrten liegen da schonmal 51 Meilen (ca. 80km), wir waren also mitten im Nichts.

Aber stopp, erstmal gehen wir direkt am Ocean Drive frühstücken, leckeres Omelette mit frischem Spinat, Pilzen, Zwiebeln und Paprika für mich, Spiegeleier und Bacon für Frank. Immerhin konnten wir trotz Wolken und fehlender Sonne im T-Shirt draußen frühstücken, ohne zu frieren. Also kann es so schlimm ja nicht sein, oder? Wenn ihr unsere Aussicht nachvollziehen möchtet, es gibt im Newscafe eine Webcam: http://www.newscafe.com/home.html

Nach dem Auschecken aus dem Hotel habe ich noch schnell ein Foto der Lobby gemacht, falls das jemand sehen möchte?

Bevor wir uns auf den langen Weg nach Norden gemacht haben, sind wir erstmal shoppen gegangen – Getränke und Mittagessen, um genau zu sein. Im Wholefoods gibt es eine warme und kalte Selbstbedienungstheke mit tollen Gerichten, die man für unterwegs mitnehmen kann. Heute haben wir uns für Curry-Hähnchen-Salat entschieden, dazu Brot. Yummie! Aber noch ist es ja nicht soweit…

Erstmal haben wir Punkt zwei auf der „was wir am Anfang des Urlaubs so schnell wie möglich machen müssen“-Liste abgehakt: wir haben einen Kaffee beim 7Eleven geholt. Mit Haselnussaroma. Den großen Becher. Schließlich… die lange Fahrt… der Jetlag… da braucht man was Leckeres.

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Und nun konnte es endlich losgehen Richtung Orlando und dann weiter nach Crystal River. Die Fahrt selbst war unspannend, wie das eben so ist, wenn man auf einer sehr breiten, sehr geraden, nicht sehr vollen Autobahn mit 120km/h dahinzuckelt. Immerhin wurde das Wetter immer besser, je weiter wir nach Norden kamen. Als Zwischenziel hatten wir uns aus einem Reiseführer den „Citrus Tower“ ausgesucht, von dem man einen tollen Blick auf die Zitrusplantagen und bei gutem Wetter auch auf Disney World haben soll. Allerdings schien uns der Turm doch etwas niedrig im Verhältnis zu den Hügeln drumherum, also haben wir das gestrichen. Stattdessen haben wir die an einer Raststätte eingesammelten Coupon-Hefte durchgesehen und sind daraufhin zu „Citrus Spectacular“ gefahren, nur ein paar Meilen weiter.

Auf der Plantage werden unter anderem – na? – richtig, Zitrusfrüchte angebaut. Erst sind wir mit einem Monstertruck eine Stunde dort herumgefahren worden und haben ein bisschen was über die Gegend, die Pflanzen und Tiere gehört. Zum Beispiel, dass sie keinen chemischen Dünger benutzen, sondern selbst welchen aus Tiermist „herstellen“. Beliefert werden sie unter anderem von Disney’s Animal Kingdom, einem der großen Themenparks…

Und dann haben wir Kühe gefüttert. Nicht spannend? Doch, denn bisher hatte ich noch nie gesehen, dass Kühe Orangen fressen, so richtig gerne. Sieht witzig aus, wenn sie auf die Früchte beißen und der ganze Saft rausläuft… den Kindern auf der Tour hat der Guide dann auch erstmal erzählt, dass sie hier so den Orangensaft herstellen ;-)

Neben der Monstertruck-Fahrt gibt es dort noch „U-Pick“ – der gemeine Tourist darf in die Plantage und sich sein Obst selbst pflücken (und bezahlen, ok… aber macht viel mehr Spaß als bei Walmart!). Und so sind eine Pomelo, eine Zitrone, Mandarinen, Orangen und Kumquats in unser rotes Netz gehüpft. Die gab’s dann abends als Nachtisch, wie erwartet waren die Früchte super-lecker, süß, saftig… wenn auch von außen nicht so schön, wie die perfekten Bilderbuchfrüchte im Supermarkt.

Das war’s schon fast für heute, wir sind dann noch 1,5h weitergefahren bis an unser Tagesziel. Möchtet ihr sehen, wo wir sind?

Warum und wieso, das erfahrt ihr dann morgen. Wer letztes Jahr aufgepasst hat, könnte aber auch schon vorher drauf kommen :-)))

2 Kommentare zu Tag 2 – Wo die Zitronen blüh’n

  1. Cool, ich will ein Autogramm von den Beverley Hills Cops! ;) Könnte klappen, wenn Frank dieses Jahr den Wagen crasht anstatt mit dem Jetski abzufliegen :)

    Die Cam vom Newscafe ist übrigens echt cool. Aber wahnsinn, da fahren ja fast nur Taxen lang :D

    Liebe Grüße
    Sören

    • Hi Sören,
      das mit den Taxen ist uns gar nicht aufgefallen, liegt vielleicht an der Tageszeit? Hier fliegt/crasht niemand, einmal reicht!
      LG
      Nicola

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