Ab in den Süden

Nach einer relativ kurzen Nacht auf Melanies Sofa und einem gemeinsamen Frühstück sind wir mit dem Bus in 20min zum Flughafen Frankfurt gefahren. Wir waren relativ zeitig da, aber die Schlange vor der Sicherheitskontrolle war trotzdem schon ewig lang. Aber wir waren bei weitem nicht die letzten, hinter uns standen am Ende bestimmt noch mal so viele Leute. Da nur eine Kontrolle besetzt war, ging es entsprechend langsam vorwärts, erst als schon klar war, dass wir auf keinen Fall mehr pünktlich würden fliegen können, kam Verstärkung.

Frank hat dann doch noch mal nach einem Notausgangplatz gefragt (beim Vorabendcheckin hieß es, es gäbe keine mehr) – war natürlich noch einer frei. Ich sollte erst eine Reihe davor und drei Plätze weiter links sitzen, und dann gab es doch noch einen Platz zwar „über den Gang“, aber nur eine Reihe dahinter. Endlich im Flugzeug angekommen konnten wir schnell sehen, dass der mir angebotene Platz doch ein Notausgangplatz war. Sobald abzusehen war, dass keiner mehr kommt, bin ich also schnell umgezogen, damit kein anderer auf die Idee kommt – und da ich die beiden „Mitsitzer“ gebeten habe, einen Platz aufzurücken, saß ich dann sogar doch neben Frank, mit mehr als genug Beinfreiheit!

Die 11 Stunden Flug gingen relativ langsam rum: In-Seat-Entertainment gibt’s bei Condor nicht, und die Filme auf den Gemeinschaftsmonitoren haben sie erst nach über 4 Stunden gestartet. Das Essen war laut Frank auch nicht so besonders, ich hatte gleich darauf verzichtet, 15 EUR für ein glutenfreies Menü zu zahlen, sondern mich selbst versorgt. Mein Knäckebrot, Frühlingsquark (gibt’s in 62,5g-Packungen und passt damit in die Handgepäck-Flüssigkeiten-Tüte) und die Tomaten sowie Snickers und Schokoreiswaffeln waren ein prima Ersatz.

In Fort Lauderdale angekommen ging das Schlangestehen weiter: Erst an der Immigration, dann beim Zoll, schließlich bei der Autovermietung. Aber dann konnten wir uns endlich ein Auto aus der Choice Line aussuchen (Ford Escape, wie beim letzten Mal, auch wenn wir hier wohl nicht wirklich einen Geländewagen brauchen) und uns auf den Weg machen.

Ist zwar schon anders, als im Westen oder in New York, mehr Palmen halt, aber unverkennbar Amerika. Man fühlt sich gleich so richtig heimisch, wenn die breiten Straßen vor einem liegen, die Ampeln wieder HINTER der Kreuzung hängen, die Straßenschilder groß und gut sichtbar sind und links und rechts die üblichen FastFood-Ketten auftauchen. Etwas mussten wir suchen, weil das Navi erst eine falsche Adresse gesucht hat (ok, könnte auch ein Anwenderfehler gewesen sein…), zum Glück war es nicht weit von der tatsächlichen Adresse entfernt. Das Motel 6 hatten wir vorgebucht, ist eines der älteren/unrenovierteren, aber Luxus hatten wir auch nicht erwartet.

Nach einer kurzen Pause sind wir dann gleich los, wir wollten zumindest noch einmal kurz den Strand sehen. Als wir das letzte Mal so richtig am Atlantik waren (2004 in New Jersey), durften wir nicht ans Wasser bzw. hätten richtig zahlen müssen. Wollten wir damals nicht, jetzt ist es kostenlos. Leider war es relativ bewölkt, dabei aber ziemlich warm.

Süß ist unser Navi: Das liest brav alles vor, was da steht, und versucht einen Sinn zu erkennen – z.B. „Enn Federal HaWeÜpsilon“ für „N Federal Hwy (Highway)“. Oder „Ocean Doktor“ wenn es doch ein „Ocean Dr (Drive)“ ist…

Nach der Strandstippvisite sind wir dann erst mal einkaufen gefahren, damit ich ein paar Grundnahrungsmittel im Auto habe (Cornflakes, Muffins, Kekse) und nicht immer zugucken muss, wenn Frank irgendwo was isst. Im Wholefoods (eine riesige Biosupermarkt-Kette) haben wir uns dann auch gleich unser Abendessen geholt: diverse warme Speisen von der Selbstbedienungstheke, damit haben wir in NY gute Erfahrungen gemacht. Schön draußen sitzen, essen, den Jetlag bekämpfen und dann doch unterliegen – zurück ins Hotel und um 20:15h war das Licht aus…

 

 

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