Montreal I

10. August 2004

Nächste Stadt, also zunächst mal wieder der grobe Überblick. Von oben haben wir die Stadt ja gestern schon gesehen, heute sind wir mit dem Amphi-Bus gefahren. Was das ist? Ein Bus, der schwimmen kann und die normale Stadtrundfahrt auf dem Wasser fortsetzt. Wir sind also – nach längerem Marsch quer durch die Stadt bis zum Startpunkt – erstmal durch Vieux Montreal (für alle Nicht-Frankophilen: Alt-Montreal) gefahren und anschließend am Hafen eine Rampe runter ins Wasser, dann an der Stadt entlang. War schon ein bisschen komisch… Leider war der Landteil relativ kurz, wir mussten das dann wohl oder übel zu Fuß vervollständigen.

Damit haben wir dann auch gleich angefangen und sind in weitläufigem Zickzack in Richtung Uni und Studentenviertel gelaufen. Dort gab es – endlich mal wieder – einen iced caramel macchiato, natürlich vom Kaffeedealer unseres Vertrauens… Übrigens: wer fährt demnächst mit mir nach Düsseldorf, wenn die Entzugserscheinungen einsetzen? Da ist m.M. nach der nächste Starbucks…

Nach dem Mittagessen haben wir uns aufgemacht zum Olympiapark. Dort haben wir zunächst eine Führung durch das Olympiastadion mitgemacht – @Wiebke: ich habe natürlich auch den Turmspringerturm gesehen, davon hattest du doch erzählt, oder? @alle: ein Teil des Stadions ist ein öffentliches Schwimmbad mit diversen Becken… Anschließend waren wir im eigentlichen Stadion und haben dort ein paar Baseballspielern beim Training zugesehen.

 

Der nächste Programmpunkt war die Fahrt auf den Olympiaturm – der heißt so, obwohl er erst lange nach den Spielen gebaut wurde… Von dort aus hat man einen tollen Blick über Montreal, leider war es etwas diesig. Last but not least wollten wir eigentlich ins Biodome, da werden die verschiedenen amerikanischen Klimazonen gezeigt – Fauna und Flora. Dafür war es aber schon etwas zu spät, man braucht wohl mindestens 1,5 Stunden. Dafür haben wir dann an einem Weltrekord mitgewirkt, bzw. einem angestrebten: dem längsten Lego-Tausendfüßler. In einem Zelt haben ganz viele Leute (ja, auch viele Erwachsene) nach bestimmten Vorgaben Körper-Abschnitte gebaut… Und wir eben auch!

 

Zu guter Letzt war ich das erste Mal in einem Hard Rock Cafe. Dort haben wir abends gegessen, weil wir einen 20%-Rabatt-Coupon hatten. Bin begeistert, war extrem lecker!

Noch was Allgemeines zum Verkehr in Amerika:

  • Ampeln sind primär Dekoration,man beachtet sie nicht (gilt hier nur für Fußgänger, in NY auch für Autos). Anscheinend gibt es aber bestimmte ungeschriebene Regeln, denn an bestimmten Stellen bleiben alle stehen. Hat nichts mit der Größe der Kreuzung oder der Anwesenheit von Polizisten zu tun, soweit wir das beurteilen können!!!
  • für ein einheitliches Fußgängerampel-Design haben die sich hier auch noch nicht entschieden… es gibt weiße und weiß gepunktete Männchen (von der Haltung her alle stark rückengeschädigt), walk/don´t walk-Schilder, rote Hände… Und das alles manchmal kombiniert mit lustigen Vogelstimmen bei “grün” und/oder einer Anzeige, wie viele Sekunden noch “grün” ist…
  • Die Straßenschilder sind teilweise sehr nett anzusehen, ich habe Fotos gemacht… Z.B. die genaue Anleitung, wie eine Ampel zu benutzen ist… Schwierig, schwierig!
  • Die Highways sind schön breit; wenn man nur etwas schneller fahren dürfte… Max. Geschwindigkeit war bisher 65 mph, das sind ca. 100 kmh. Oft sind auch nur 55 mph erlaubt, also 88 kmh…
  • Möchte man hier reich werden, sollte man ein Parkhaus bauen – Stundenpreise von 8$ sind nicht selten und eher noch unteres Level… Mehr zum american way of life demnächst hier…

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