Lancaster – Washington D.C.

18. August 2004

Das geplante Amish-Programm mussten wir etwas kürzen – der als Einstieg geplante Film wird nicht mehr gezeigt… Schade! Also haben wir mit der “experience theater“-Vorstellung angefangen. Das ist im Prinzip auch ein Film, aber in einem besonderen Raum: einer Amish-Scheune nachempfunden, mit vier Beamern/ Projektionsflächen, einer Special-Effect-Bühne… dort wurde dann ein Film über einen Amish-Teenager gezeigt, der nicht sicher ist, ob er sich taufen lassen soll. Auf den verschiedenen Projektionsflächen wurden meistens verschiedene Perspektiven gezeigt… war nett gemacht und sehr interessant.

Anschließend haben wir eine Führung durch ein (nachgebautes) Amish-Haus gemacht – äußerst interessant, hier haben wir viel von dem erfahren, was wir in dem Film hätten sehen wollen… Es war schon spanend zu erfahren, was (und warum!) die Amish aus “unserer Welt” übernehmen und was nicht… Da mich die so total andere Lebensweise schon immer fasziniert hathabe ich mir ein Buch zum besseren Verständnis gekauft: “The Amish in their own words”, gesammelte und thematisch sortierte Artikel aus einer Amish-Zeitung.

Nächster Programmpunkt: eine Fahrt durch das Farmland in einer Amish-Kutsche… Etwas kurz, und ich hätte auch gerne mehr gesehen; anderseits sind es eben auch “real people” und keine Schauspieler wie im Upper Canada Village, denen man permanent über die Schulter schauen kann…

Zum Mittagessen haben wir uns dann ein “typisches Amish-Dinner” ausgesucht. Ganz usa-unüblich wurde man an langen Tischen zusammengesetzt (eigentlich ist hier sowas wie “dürfen wir uns dazusetzen” im vollen Cafe ganz daneben). Wir haben so mit einem älteren Ehepaar aus Minnessota zusammengesessen und uns gut unterhalten. Übrigens: wen man auch spricht, jeder hier war schon mal in Deutschland oder hat sonst zumindest einen nahen Verwandten, der dort (ge)lebt (hat)! Das Essen war super, all you can eat, aber ohne Chance, alles zu probieren… wir haben uns also auf die uns unbekannteren Dinge konzentriert und werden vor allem den “Shoo-fly pie” in Erinnerung behalten – das Rezept habe ich, den werde ich dann mal zuhause nachbacken!

Genug Amish für heute, nach dem Essen mussten wir los in Richtung Washington. Nach den 6 Stunden Fahrt gestern waren die 3 Stunden heute deutlich angenehmer – mehr Autobahn, weniger Meilen. In Washington wohnen wir in einem Hotel etwas außerhalb, aber mit Shuttle-Van zur Union Station (=mitten in die Stadt). Den haben wir dann gleich ausprobiert…

Morgen werden wir erstmal eine Stadtrundfahrt machen. Der übliche erste Überblick, außerdem ist hier alles etwas weiter auseinander, wenn man dem Reiseführer glauben darf – also können wir so bequem von a nach b fahren und bei Bedarf aussteigen…

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